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Verlust oder ein Geschenk?

Wir Menschen verlieren oft bestimmte Dinge, nur realisiert man das erst später. Aber vielleicht ist Verlust gar nicht mal so schlimm. So konnte ich dich kennen lernen. Wir beide haben etwas gemeinsam. Schon von Anfang an ist mir das aufgefallen, als du mir das erzählt hast. Wir haben beide einen Verlust erlitten, unsere Väter. Du verlorst deinen besten Freund. So wie du mir das erzählt hast, war er alles für dich und du hast ihn verloren in der Zeit, wo du ihn am meisten gebraucht hättest. Er war einfach nicht mehr da, von heute auf morgen. Ich weiß nicht, wie viele dir das schon gesagt haben aber ich verstehe dich. Auch ich verlor mein Vater aber auf eine andere Art. Ich hatte ihn nie richtig. Ich habe fast keine Erinnerungen mehr an ihm. Ich kenne das Gefühl gar nicht, wenn man sich komplett fühlt. Was ist das für ein Gefühl? Erinnerst du dich noch daran, als du komplett warst? Ich weiß nur, das er mich nie geschlagen hatte, das kam später von jemand anderem. Aber das ist egal jetzt. Er war aber auch von heute auf morgen nicht mehr da. Er verließ mich aber es war seine Entscheidung. Und plötzlich stand ich da alleine mit meiner Mutter und meiner großen Schwester. So wie du. Als ich fünf war habe ich meine Mutter gefragt, was ein Papa ist. Ich war damals noch ein Kind, ein Kind ohne Vater.  Du kennst das gar nicht, du kennst mein Leben in saus und braus. Ein Haus, jedes Jahr Urlaub in einem anderen Land, neue teure Sachen, etwas was nicht selbstverständlich ist. So hast du mich kennengelernt. Ich war die Tochter eines Polizisten. Aber ich hatte auch ein einfaches Leben. Als ich kein Papa mehr hatte. Als ich nur meine Mutter und meine große Schwester hatte. Ich war trotzdem glücklich, vor allem als meine Mutter den Mann raus warf, der mich geschlagen hat. Ich wollte nie ein Mann in meiner Familie, sie waren alle Verräter. Männer sind grausam und egoistisch. Durch ihn wurde ich so still, kein Mann hat mich gehört auf dieser Welt. Kein Mann hat mir zugehört. Kein Mann schenkte mir Liebe. Zu meinem Stiefvater habe ich keine großartige Bindung. Nicht so eine, wie es meine kleine Schwester hat. Ihr hat man immer zu gehört, sie kennt es nicht anders. Meine Mutter war nie zuhause und wir wohnten in einer kleine Wohnung, mitten in Bochum. Sie war arbeiten, fast jeden Tag. Aber ich war nicht allein. Meine große Schwester hat sich um mich gekümmert. Ich war fünf und meine Schwester zehn. Wo wäre ich wohl ohne meine Schwester gewesen? Das fragst du dich bestimmt auch manchmal, unsere Schwestern sind einfach großartig. Sie tun so viel für uns und haben unsere Kindheit nicht ganz so trostlos gemacht. Und sie würden alles für uns tun, das weiß ich, weil ich auch alles für meine kleine tun würde.  Aber ich frage mich was schlimmer ist. Ein Vater der gegangen ist und ein echter Vater war oder einer ein Vater, der freiwillig gegangen ist. Was tut mehr weh? Ein Freund verloren zu haben oder ein Verräter, der eigentlich dein Freund hätte sein sollen? Ich würde nie was rückgängig machen wollen, du aber schon oder? Was wäre, wenn mein Vater nie gegangen wäre, wenn er wie dein Vater immer da gewesen wäre? Dann würden wir uns wahrscheinlich gar nicht kennen, dann würde ich nicht neben dir wohnen und wir würden nicht immer zusammen Bus fahren zur Schule. Ich wäre nicht in deinem Leben. Vielleicht wäre ich komplett gewesen damals. Aber mit dir bin ich es. Du weißt nicht wie ich mich freue, wenn du mir zuhörst. Wenn du auf Kleinigkeiten achtest. Wie ich mich bei dir sicher fühle. Ich habe keine Angst vor dir. Vielleicht werde ich es dir nicht direkt sagen und du wirst es auch nicht hier lesen, es ist für mich. Hätte ich die Wahl zwischen dir und meinem Vater, würde ich dich nehmen. Aber das könntest du nicht sagen. Ich würde es dir gar nicht übel nehmen. Ich kann ihn nicht ersetzen aber ich lasse dich nicht alleine, ich will dich beschützen, weil ich dich liebe, nur dich liebe. Ich habe dich als Geschenk bekommen, Gott hat mir dich gegeben als ausgleich von meinem Vater. Er wollte mir Liebe schenken. Und ich würde es nie ändern wollen. Ich weiß nicht, ob wir eines Tages eine Familie werden, vielleicht ist es noch zu früh um das zu sagen. Aber im hier und jetzt will ich nur eins, das du mein Mann bist und mich beschützt. Ich verspreche dir, dass ich dann deine Frau bin.

Kämpfen

Schmerz. Ein Wort, wo sich jeder etwas darunter vorstellen kann. Jeder hatte schon Schmerzen. Wenn man als Kind hingefallen ist und sich die Kniee aufgeschlagen hat, wenn man sich wieder an seinem Bett gestoßen hat oder unsere Liebe uns das Herz gebrochen hat. Und immer gibt es eine Reaktion . Als Kind weint man, wenn man sich stößt Flucht man und wenn jemand einem das Herz bricht, dann weint man. Aber was ist mit den Schmerzen die immer da sind? Chronische Schmerzen. Was passiert da? Jeder gesunde Mensch, der nicht solche komischen Schmerzen mit sich trägt, unterschätzen sie. Sie sagen, man steigert sich zu sehr rein oder bildet sich alles ein. Ja, man redet sich alles schlimmer als es ist. Diese Menschen, die keine Schmerzen haben wollen einem Weis machen, wie man sich fühlt. Aber das können sie nicht. Sie sagen, man muss gegen den Schmerz kämpfen. Seit wann muss man gegen sich selbst kämpfen? Wer hat uns das beigebracht? Von klein auf wurde uns alles gezeigt, alles beigebracht was wichtig ist. Laufen, sprechen , nicht ans Feuer gehen..alles wurde uns beigebracht damit wir eines Tages selber Leben können. Aber wer hat uns beigebracht, gegen sich selbst zu kämpfen? Schmerzen gehen vorbei, dass sagte Papa immer, wenn man hingefallen ist. Aber ich  bin nicht hingefallen, ich sollte keine Schmerzen haben, Papa. Mama sagte immer, ich soll vorsichtig sein, damit mir nichts passiert. Aber Mama, ich war immer vorsichtig, wieso ist mir dann trotzdem etwas passiert? Weil man nicht immer alles weiß. Es gibt Dinge im Leben, die suchen einen Menschen aus, der lernen muss dagegen zu kämpfen. Damit er eines Tages den Menschen beibringen kann, wie man kämpfen muss. Ein Schmerzsyndrom. Ja eine Schmerzkrankheit. Das ist etwas seltendes, ein Phänomen wie meine Ärztin es beschrieben hat. Wollte ich das? Wollte ich ein Phänomen sein? Diesen Schmerz kann man nicht beschreiben. Er ist da, immer. An den verschiedensten stellen. Wann hatte ich keine Schmerzen? Ich hab sie jeden Tag. Jetzt sind es  gerade meine Finger und Hände, obwohl ich nur das mache, was Menschen jeden Tag machen. Im Internet sein. Im Krankenhaus Menschen zu helfen, tut weh. Es fühlt sich an, als ob tausende Nadeln gegen meine Hände gebohrt werden, nur weil ich einem Menschen helfen wollte, auf zu stehen. Mein Hals tut weh, einfach so. Manchmal lasse ich Dinge aus meiner Hand fallen, selbst mein Handy. Manchmal erkennt man es. Manchmal lassen wir zu, dass andere Menschen unseren Schmerz sehen. Aber wenn man einfach nur da sitzt und jemand fragt, warum wir so komisch gucken..eher traurig, was denkt ihr euch dabei? Nichts. Weil ihr sowas nicht kennt. Sollen wir jede Sekunde vor schmerz zittern? Sollen wir in der Klasse einfach anfangen zu weinen? Wir gucken so, weil wir kämpfen. Das ist kämpfen. Wenn die Schmerzen einen umbringen können aber wir trotzdem einfach da sitzen und sogar ein Lächeln von uns geben. Alle sagen, man soll kämpfen. Aber das tuen wir schon die ganze Zeit. Nur, wurde uns das anders beigebracht und deshalb sehen die anderen Menschen das auch nicht. Wir sind verdammt nochmal Krank! Warum gucke ich wohl so? Weil ich Schmerzen habe! Soll ich es mir jeden Tag auf die Stirn schreibe? Will ich Aufmerksamkeit dadurch? Nein, aber sowas, solche Sätze und Fragen kann man sich sparen. Du bist nicht Krank, du leidest nicht so wie ich. Denk daran, wenn du dir das nächste mal denkst, warum ich so traurig gucke. Ich versuche vor dir zu Lächeln , siehst du es nicht? Ich kämpfe.

Beste Freunde?

Man sagt, das Freundschaften etwas tolles seien. Das man sich so nicht alleine fühlt und man immer jemanden zum reden hat. Das der andere, genau so durchgeknallt ist wie man selbst und das man sich nicht  verstellen muss. Man kann so sein, wie man wirklich ist. Man redet über so viele Dinge mindestens tausendmal und die sind immer wieder besonders, vor allem die Gespräche bis spät in die Nacht. Und man weiß, das man sich in diesem Moment frei fühlt. Bestimmt sind Jungs Freundschaften wesentlich lockerer als die von Mädchen aber Jungs sind genau so. Eine Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen ist genau so. Oder nicht? Vielleicht sind normale Freundschaften nicht so aber wenn man einen besten Freund hat, dann schon oder?

Ich kenne dich schon lange aber wir wurden nicht sofort Freunde. Das weißt du selber. Als wir in der achten Klasse zusammen in den Mathe G-Kurs geschmissen wurden, lernten wir uns erst richtig kennen. Wir waren vielleicht so 15 Schüler in diesem Kurs, wenn nicht sogar weniger. Zuerst sahst du neben meiner Feindin und als sie in den E-Kurs wechselte, sahst du vor mir mit einem anderen aus unserer Klasse. Dieser Mathe Lehrer konnte einfach nicht erklären und da drehtest du dich das erst mal zu mir um und fragtest, ob wir diese Scheiße verstehen würden. Du schautest dabei mich an und nicht die, die neben mir sahs. Du hast dabei gelächelt. Dieses Lächeln habe ich schon lange nicht mehr gesehen wenn ich mich zurück erinnere. Wo ist dein Lächeln geblieben? Und natürlich habe ich diese Scheiße auch nicht verstanden und wir beide fingen an zu lachen. Wir fingen an zu schreiben aber meistens nur über Mathe. Aber du sahst schon automatisch so schräg zu mir gerichtet im Mathe Unterricht. Irgendwann umarmten wir uns zur Begrüßung, einfache Freunde waren wir. Wir fingen an richtig zu schreiben, jeden Tag. Du warst manchmal noch echt schüchtern, das kenne ich von dir heute nicht mehr. Du hast immer auf mich gewartet vor der Klasse, damit wir zusammen zu Mathe laufen konnten, obwohl der Raum neben an war. Du hast mir in dieser Zeit sehr geholfen. Unser erstes Treffen war total komisch und wir gingen spazieren. Du hast mir so viel über dich erzählt, du warst so offen und warst nur am strahlen. Du hattest eine glückliche Kindheit und ich war froh darüber. Wir waren beide 14 Jahre alt. Deine Mutter hat dich damals abgeholt. Beim zweiten Treffen bin ich nach der Schule mit dem Bus mit gefahren zu dir nach Hause. Wir haben über so vieles geredet und uns kaputt gelacht wie noch nie. Du warst mein Bester Freund in diesem Moment, ich war sehr stark depressiv. Vielleicht hast du es gesehen an meinen Armen. Und trotzdem hast du an dem Tag meine Hand gehalten und ich schlief auf deiner Brust ein. Aber mehr war da nicht. Wir waren nur Freunde, beste Freunde. Das dachte ich immer. Aber ohne dich wäre ich nicht mehr hier, wir haben uns geliebt. Ich werde nie vergessen wie du das erste mal sagtest, das du mich liebst und du mich dann geküsst hast. Das war also Liebe. Danke dir, ohne dich würde ich immer noch denken, das sowas beste Freunde machen würden. Aber das tun nur Menschen, die sich lieben. Du hast es dir zur Aufgabe gemacht, mich zum lachen zu bringen, jeden Tag und das hast du toll gemacht. Meine Depression war weg, das dachte ich. Aber das alles perfekt sei, wäre doch viel zu schön gewesen. Im selben Jahr sagtest du mir, das deine Mutter Krebs hatte. Deine kleine Welt stürzte ein in dem Moment, als sie wirklich starb und du vor ihr Grab standest. Ich hielt auf ihrer Beerdigung deine Hand um zu zeigen, dass ich immer für dich da wäre. Und das versuchte ich, wirklich.  Wir waren da schon länger als 1 Jahr zusammen. Du ließt dich hängen aber das sah niemand, niemand außer ich. Du wolltest nicht mehr zur Schule gehen und hast oft ein paar Tage gefehlt. Hausaufgaben und Klausuren waren für dich nicht mehr so wichtig. Ich beschloss aber, dich nicht im Stich zu lassen, weil ich dich liebte. So rief ich dich fast jeden Morgen an, damit du auch den Bus für die Schule bekamst. Ich sagte dir, was du für die Klausuren lernen solltest und schickte dir die Hausaufgaben, damit deine Noten nicht schlechter wurden. Ich habe mich um dich gesorgt. Aber vielleicht wurde ich so zur Spießerin. Ich habe dich an alles erinnert, ja sogar auch oft angemeckert. Klar wurde es mir manchmal zu viel, aber ich liebte dich. Aber da sah ich nicht, dass du mir Dinge verschwiegen hast, weil ich dir vertraut habe und ich dich nie hinterfragt habe. Aber wieso, wieso hast du mir ein halbes Jahr so viel verschwiegen? Und wieso musste ich es von jemand anderen erfahren als von dir? Du warst an den Wochenenden, wo wir nichts machten saufen, mit deiner Gruppe von der ich nie etwas wusste. Du hast anderen Weibern Komplimente gemacht während ich Ahnungslos Zuhause war. Du gabst mir die Schuld, dass du sowas gemacht hast, weil ich mich mit Jungs getroffen habe , die was von mir wollten. Aber was du dir dachtest, was passieren könnte ist nichts im vergleich dazu, was wirklich bei dir passiert ist. Das war der Unterschied. Ich dachte, du vertraust mir. Du weißt nicht wie man sich fühlt wenn eine von deinen Weibern mir die heimlichen Treffen erzählt hat und wie oft ihr immer saufen wart. Du hast in diesem Moment mein Herz gebrochen. Und noch mehr, als du nicht mal versucht hast, es mir zu erklären. Du hast dich einfach nicht mehr gemeldet. Es hat mir schon gereicht, das du angefangen hast zu kiffen und selbst das musste ich selber heraus finden. Aber das, war noch schlimmer. Ich weinte die ganzen fünf Tage, es war ungefähr Ende Mai, vor ungefähr einem Jahr. Ich wusste es da noch nicht aber da bist du gestorben und ich auch. Und ich  habe mich gehasst, als ich dir noch ne Chance gegeben habe. Ich konnte dir nicht mehr vertrauen und habe wegen jedem scheiß gemeckert. Wir haben uns nur noch gestritten. An unserem zwei Jährigen hast du mir einen Ring an den Finger gesteckt aber danach distanziertest du dich noch mehr von mir. Ich war traurig, glaub mir. Aber als ich das erste mal in diese blau/grauen Augen sah war es, als ob mich etwas berührt hätte. Er war mir ein Rätsel, er ist es immer noch. Ja, er war meine entgültige Entscheidung, dass ich dich nicht mehr lieben würde. Er brachte mich wieder zum lächeln, er und nicht du. Das war deine Aufgabe, du hast es dir zur Aufgabe gemacht. Aber du wusstest nicht, dass dir jemand diese Aufgabe weg nehmen konnte. Er erinnerte mich wieder daran, wie es ist verliebt zu sein. Ich hielt nur noch fest, weil wir beste Freunde waren und ich dich nicht im stich lassen wollte. Ich sehe uns manchmal immer noch am Spielplatz sitzen, da waren wir noch wirklich beste Freunde. Aber ich konnte an nichts mehr festhalten, was nicht mehr da war. Also ließ ich dich los. Es tat mir weh aber ich habe an dem Tag nicht geweint, erst als ich alles von dir aus meinem Zimmer entfernt hatte und in eine Kiste stopfte. Ich versuche bis heute dir irgendwie noch zu helfen aber du wirkst mir immer fremder. Wir sind beide jetzt 17 Jahre alt.  Ich habe mich damit abgefunden , ich kann dir nicht helfen. Ich kann dir nur zu hören, aber ich liebe jetzt jemand anderes , dem ich jetzt zur Seite stehe und ich gehöre ihm und nicht mehr dir und ich bereue diese Entscheidung auch nicht. Als ich dir das letzte mal in die Augen sah, sah ich nur diese Leere, das kiffen hat deine ganzen Gefühle verblassen lassen. Dein Lächeln von damals war genau so weg. Du bist gegangen , du bist nicht mehr mein Bester Freund. Aber ich werde nie vergessen wer du warst, bevor du gegangen bist.

Neuer Anfang, neues Glück

Das wir schon November haben, kann ich mir gar nicht vorstellen oder besser gesagt realisieren. Vor einem Jahr war meine Abschlussfahrt nach Berlin mit meiner ganzen Idioten Klasse. Die Busfahrt war wirklich das beste an dieser scheiß fahrt. Ich war verdammt nochmal 15 und trotzdem mega aufgeregt. Ich hatte vor einem Jahr angst, dass die Zeit mit meiner Klasse bald vorbei sein wird. Das jeder seinen eigenen Weg gehen würde und man noch kaum Zeit füreinander hat. Im Mai kamen dann die ersten Prüfungen und ich dachte, mein Leben sei vorbei. Alle waren im Stress und wollten ihren Abschluss nicht verhauen. Ich hab noch die Lehrer vor Augen, wie sie uns jede Menge Druck machten genau wie meine Mutter. Und Glücklich beendete ich die 10 Klasse mit einem Durchschnitt von 2,5. Seit dem hat sich viel verändert. Kennt ihr noch dieses süße Paar aus der 9. Klasse? Die zuerst beste Freunde waren und dann durch viele Komplikationen doch noch zusammen kamen und das ganze 2 Jahre? Man nannte uns „das Klassenpaar“. Nun, dieses Paar gibt es nicht mehr. Natürlich bin ich traurig, Max und ich haben so viel erlebt und so viel zusammen überstanden. Ich habe die Bilder aus meinem Zimmer abgehangen, alles hat mich an ihn erinnert. Aber es fing ja schon im Mai an, als ich die ganze Wahrheit erfahren habe. Da wollte ich schon schluss machen. Aber ich hab es nicht übers Herz gebracht, er war doch meine große Liebe. Also blieb ich mit ihm zusammen in der Hoffnung, er wird wieder der, der er einmal war. Ein Junge, der immer ein Lächeln auf den Lippen hatte und mich immer zum lachen gebracht hat. Der meine Albträume verjagt hat und mich beschützt hat, wie ein Vater seine Tochter. Der mich geliebt hat und es mir gezeigt hat. Aber, das war er nicht mehr. Seit dem Tod seiner Mutter habe ich alles getan, um ihn glücklich zu machen. Er kiffte, rauchte heimlich aber ich bekam alles herraus. Als ich die Zigaretten Schachtel in seiner Jackentasche gefunden habe, bin ich ausgerastet. Seine Mutter war da noch am Leben aber dem Tode nah. Ich hab ihn angeschrien und gefragt, wie dumm er sein kann. Dass seine Mutter Lungenkrebs hat und er anfängt zu rauchen. Ich hab ihn geschubst so wütend war ich. Aber dann merkte ich auch, wie hart ich zu ihm war. Immer wenn ich da war, habe ich alles getan, damit er glücklich war. Aber was war mit ihm, wenn ich mal nicht da war? Wenn ich so darüber nachdenke, hätte ich auch anders reagieren können. Aber ich wollte mir halt nicht ansehen, wie er zu Grunde ging. Musste ich aber. Er wurde kälter, abweisender. In der Schule hat er kaum was gemacht und dann war ich wie seine Mutter und habe ihm alles erklärt, ihm die Hausaufgaben gebracht, teils sogar die Lösungen geschickt, weil ich halt wollte, dass er irgendwas hatte. Für Arbeiten musste ich ihn zwingen zu lernen und hab ihm alles geschickt was er lernen sollte. Eine Zeit lang, hat er sogar oft verpennt und den Bus verpasst. Seit dem hab ich ihn immer so oft angerufen, bis er wach wurde und sich für die Schule fertig machte. Krass oder? Wenn ich mir so alles durchlese, war das ziemlich viel Anstrengung gewesen. Das spürte ich dann aber auch, wenn ich selber lernen musste. Das war einfach nur noch schrecklich anstrengend gewesen. Aber ich wollte ihn halt nicht im Stich lassen, weil ich ihn über alles liebte. Ich war treu, habe alles gemacht was er gesagt hat und habe ihm so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie sonst keinem Jungen. Und trotzdem war er auf Nico eifersüchtig. Dumm oder? Bei den meisten Jungs war ich eiskalt und hab auch mit vielen kontakt abgebrochen für ihn. Und trotzdem geht er sich mit anderen Mädchen vergnügen, während ich Zuhause war und ein Buch las. Ich weiß, ich höre mich total langweilig an. Und weil ich ja jetzt auf einer neuen Schule bin und in meinem Praktikum, kann ich das verkraften. Das arbeiten ist anstrengen aber so muss ich weniger an Max denken. Und überhaupt, hab ich jemand neuen kennengelernt. Er ist eigentlich das Gegenteil von meiner Vorstellung aber da ist etwas an ihm, was ich mag. Meine neuen Freunde machen sich schon darüber lustig, weil wenn ich von ihm rede die ganze Zeit wie eine bekloppte lächel. Verliebt? Das kann sein, sowas ist lange her bei mir gewesen also weiß ich nicht, was das ist. Ich weiß nur, dass er mich irgendwie glücklich macht und mein Herz komplett ausrastet, wenn ich ihn sehe. Verdammt, ich bin verliebt.

Dem Ende nah

Ich gehe gleich arbeiten, eher gesagt mit meiner großen Schwester ein wenig Kellnern. So macht man das mit 16 Jahren. Und obwohl ich meinen Abschluss in weniger als drei Wochen schon habe, bin ich im dauerstress. Ich muss mich um viele Dinge kümmern für mein Fachabi und mein diesejähriges Praktikum im Krankenhaus. Die letzten Wochen bestanden darin, alles von meiner Liste ab zu arbeiten, die ich von der Schule und Krankenhaus bekommen habe, die ich erledigen muss, bevor ich dort bin. Das hieß also: Verträge ausfüllen, 40 Blätter durchlesen die wichtig sind fürs Krankenhaus, alles hundert mal zu unterschreiben, Arzt Termine machen für die vor Untersuchungen die man braucht, um im Krankenhaus arbeiten zu dürfen, zum Bürgerbüro rennen um mir Führungszeugnisse machen zu lassen und Bescheinigungen ab zu holen, die ich dann auch noch vom Arzt unterschreiben lassen muss und für Bus Bescheinigung, zusätzliche Impfungen und der ganze Kram. Das stresst einen total. Vor allem , wenn man alles alleine machen muss. Ja gut, ein paar mal hab ich meine große Schwester gefragt aber am Ende blieb ja alles an mir hängen. Zusätzlich noch die Schule, die ich ja auch nicht ganz vergessen darf, 3 Wochen hin oder her. In der zeit wo ich das alles machen musste, waren meine Abschluss Prüfungen. Also noch dafür lernen, Hausaufgaben machen und der ganze Schulkram halt. Stress pur. Noch waren die letzten Monate mit meinem Freund die Hölle aber auch davon hab ich mich nicht klein bekommen. Ich musste ja irgendwie weiter machen. Jungs Probleme sind daher mein geringstes Problem aber genau die, nehmen mir die meiste Kraft. Ich brauch auch noch ein Kleid für mein Abschluss. Eigentlich wollte ich es mir schon vor 3 Wochen besorgen aber nach dem 8 Geschäft hatte ich keine Lust mehr und mir fehlte auch die Kraft dazu. Also bestelle ich mein Kleid jetzt einfach aus dem Internet.

Meine Zeit in der 10. Klasse ist fast vorbei und bald verlasse ich die Schule. Ich kann mich noch an den Tag erinnern, wo ich dass erste mal meine ganze Klasse gesehen habe. Ich kannte die hälfte nicht also war ich total nervös, was auch mich zu kommen wird. Und dann sah ich den Haufen vor meiner Nase. Als ich dann alle vorstellten hab ich mich echt gefragt, was bei den schief gelaufen ist. Dass das jetzt unmöglich meine Klasse sein kann. War es aber. Die ganzen 6 Jahre. Und es war doch eine angenehme Zeit. Und bald kommt eine neue Zeit auf mich zu.

16

Morgen bin ich 16 Jahre. Manchmal vergesse ich, wie schnell die Zeit vergeht. Ich erinnere mich als ich 6 war und ich Emely das erste mal auf dem Arm hatte. Das ist schon 10 Jahre her. Von diesem Tag an, als ich sie zum ersten mal sah, wollte ich, dass sie zu mir aufsieht. Als sie das erste mal krabbelte, krabbelte ich neben ihr her, damit sie sich nicht irgendwo stößt. Wenn ich von der Schule kam in Bochum und ich damals noch diese kleine Wohnung hatte, musste ich aufpassen die Tür nicht so weit auf zu machen, weil sie einfach immer im Weg war. Ihr strahlen als sie mich sah was goldig. Mit ihren ersten zwei Zähnchen nannte sie mich „Dada“. Ich erinnere mich noch daran, dass sie immer versuchte, mir alles nach zu machen, was sie sogar bis heute tut. Als sie das erste mal aufgestanden ist hab ich angefangen zu klatschen und sie machte es mir nach und grinste mich an. Ich habe alles von ihr gesehen, ihre ersten Schritte, ihre ersten Worte, ihre  Verletzungen und Dinge, die ich ihr beigebracht habe. Als sie fünf war, wollte sie genau so gut Inliner fahren wie ich also übte ich mit ihr. Welch eine Ironie, das mir meine große Schwester es ebenso beigebracht hatte, da war ich auch fünf Jahre. Ich weiß noch wie ich fünf wurde in meinem Kindergarten. Ich höre immer noch die Stimme von der Erzieherin die mir gesagt hat „Du bist schon fünf, eine ganze Hand voll“ und ich hab mich in dem Moment total besonders gefühlt. Trotz der vielen Dinge die mir passiert sind habe ich genug schöne Erinnerungen, die die schlimmen verblassen lassen. Ich meine, meine kleine Schwester groß werden zu sehen ist glaube ich fast so, als ob man sein eigenes Kind groß werden sieht. Es ist zwar nicht das selbe aber ähnlich. Wenn sie schmerzen hat, tut es mir ebenso weh. Ich werde nie ihr schreien aus meinem Kopf bekommen, als der Krankenwagen vor unserer Tür stand und ihr Bein verbrannt wurde. Als wir dann alle im Krankenhaus waren und sie gerade nach einer Behandlung wach wurde waren ihre ersten Worte „Wo ist Sandra“. Als ich dann bei ihr war und mich zu ihr ans Bett hin kniete, konnte ich meine Tränen nicht mehr halten.  Und das einzige was sie sagte war „Wieso weinst du?“.  Dabei musste ich lächeln, ich habe ganz vergessen, das sie gar nicht weiß, wie sehr ich sie eigentlich liebe. Aber ich würde genau wie eine Mutter, alles für sie tun. Ich liebe dieses Kind, ich liebe meine kleine Schwester. Und ich weiß wie sehr sie mich liebt, weil ich auch weiß wie es ist eine kleine Schwester zu sein. Ich bin beides. Und ich bin froh darüber an meinem 16 Geburtstag mit diesen beiden Menschen in den Zoo zu gehen, ein Schwestern Tag.

Karneval

Heute ist Rosenmontag und morgen ist der große Karnevals Umzug in meiner Stadt. Seid Donnerstag geht es für die meisten nur so: Saufen und Feiern. Und das zu 80% meiner Jugend. Ich gehöre zu den anderen 20% die so etwas nicht als Sauf Chance sehen oder sowas. Es ist für mich wie jede anderen Tage, normale Tage. Das gute an diesem Unnötigen Karneval ist, das ich bis Mittwoch frei habe und Donnerstag erst die Schule wieder anfängt. Aber weil morgen der letzte Tag von Karneval ist, hab ich beschlossen, mit meiner Frendin Luana doch zum Umzug zu gehen, weil wir sonst nichts anderes zu tun haben. Mein Freund findet selbst das unnötig.  Deshalb verbringen wir Karneval auch nicht zusammen, Unterschiedliche Meinungen. Naja so unterschiedlich ist sie jetzt nicht aber er würde nie mit mir zu diesem Umzug gehen und das war mir von Anfang an klar. Und Luana und ich haben uns früher mit 12 Jahren mega auf  diesen Umzug gefreut also dachte ich mir, wir beide könnten da wieder hin gehen. Vielleich wird er ja nicht so schlimm sein. Meine große Schwester ist leider in dieser Hinsicht kein gutes Vorbild, denn sie ist auch seid Donnerstag nur am Feiern und sonst was. Da bin ich froh, dass ich dann doch nicht so bin wie sie. Meine kleine Schwester sieht mich als Vorbild, also ich bin ein gutes Vorbild. Meine große Schwester hat schon mit 14 angefangen zu trinken. Ich war da neun und sie hat mich mit noch son Typen von Lea abgeholt (Schlampen Lea) an Halloween. Ja, die beiden waren besoffen und wollten mir weis machen, sie hätten zu viel Cola getrunken. Ich war zwar neun, aber nicht dumm. Als meine Schwester mich dann gerade zur Tür gebracht hatte, wollte sie schnell gehen aber da kam mein Dad mit dem Streifenwagen (er war gerade im Dienst) und vorderte meine Schwester auf, zu pusten. Und dann bekam sie Hauserrest und durfte bei niemanden mehr schlafen, bis sie 16 war. Am selben Abend hab ich mich fertig gemacht fürs Bett und hörte aus ihrem Zimmer komische Geräusche. Besorgt machte ich ihre Tür auf und das Licht an und sah sie im Bett sitzen und kotzen. So viel zu meinem Vorbild. Und weil ich da neun war und sie echt schlimm aus sah, rannte ich sofort zu meiner Mutter und sagte ihr das. Naja verstecken hätte man es nicht können, ihr ganzes Zimmer roch nach Wein. Und da wurde aus diesem Verantwortungsbewussten Mädchen, eine Säuferin. Ich frage mich wieso sie das macht. Vielleicht will sie ja etwas nach holen, was sie damals nicht machen konnte. Auch wenn meine Kindheit traurig war, war sie immer der Grund gewesen, warum ich lachte. Jetzt gerade merke ich erst, das sie es eben so nicht leicht hatte. Ihr Vater hat sich eben so nicht um sie gekümmert und sie musste mich mit neun Jahren in den Kindergarten bringen, abholen, essen machen, mich unterhalten und was weiß ich alles noch. Sie hat alles getan und aufgeopfert um bei mir zu sein und auf mich auf zu passen. Sie war auch die meiste Zeit mit mir Zuhause und wenn sie sich treffen durfte, dann musste ich mit, weil ich nicht alleine Zuause bleiben durfte. Man war ich ihr ein Klotz am Bein. Und wenn sie Karneval feiern will, dann soll sie es tun. Ich werde sie diesmal nicht daran hindern.

Zu 50%

Manchmal denke ich, ich gehöre irgendwie nicht dazu. Lea und Svenii zum Beispiel. Sie passen so perfekt zusammen und haben mehr  Gemeinsamkeiten als ich wie zum Beispiel Serien gucken. Was man von außen bei den beiden nicht erkennt, die beide stehn auf Action Filme oder so. Und ich? Ich bekomme schon angst, wenn jemand in einem Film zusammengeschlagen wird. Und dann werden meine Albträume immer heftiger. Mit jedem film, wo Gewahlt, schießereien oder sonst was passiert, wird es schlimmer. Ich weiß nicht warum sich mein schei ß Kopf diese kranken Sachen ausmalt die ich Träume. Also vermeide ich alles. Wie klein ist man bitte im Kopf, wenn man fast mit 16 immer noch vor sowas angst haben muss? Ziemlich klein. Und Lea und Svenii sind auch viel schlauer als ich. Sie arbeiten auch besser zusammen, mich würde es nicht wudern, wenn die eines Tages beste Freunde werden. Ich fühle mich, wie das komplette Gegenteil. Oder meine Schwestern. Meine große Schwester ist wild, cool und war zu meinem Alter damals auf Hauspartys und ich sitze auf meinem Bett und lese ein Buch. Was ein Gegenteil oder? Oder wnen sie mich manchmal abholt , dreht sie die Musik so weit auf, bis mein Kopf nur noch dröhnt und ich schlechte Laune bekomme. Die Krönung: sie singt dabei genau so laut mit. Und wenn ich nicht mit singe (also immer) und ich stumpf aus dem Fenster starre fragt sie mich „gehts dir nicht gut?“. Deine Musik geht mir auf die nerven würde ich am liebsten sagen aber dann kommt meistens nur raus „ich bin müde“. Eigentlich ist ihre Musik gar nicht mal so schlecht. Sie hört wirklich alles! Aber dann wenn ich da bin im Auto, hört sie nur Schlager. Deswegen auch die Kopfschemerzen, ich HASSE Schlager. Oder wenn man mit meiner Mutter disskutiert. Ich vermeide es immer. In der Schule kennt man mich nicht so, ich habe mein Mund immer auf. Zuhause, bin ich die stillste. Und wenn sie mich anschreit, dann schrei ich nicht zurück oder sag irgendwas. Es prallt an mich ab, weil ich es so immer gemacht habe. Manchmal fange ich auch einfach an zu heulen und renne in meinen Zimmer oder ich gehe in meinen Zimmer und weine leise da. Meine beiden Schwestern (selbst meine 9 Jährige) sind nicht so. Sie haben so eine große Fresse wo ich mir nur denke Woher haben die so viel Mut? Ich habe keine angst vor meiner Mutter oder so aber was ich vermeiden will, ist stress und zwar mit meiner Mutter. Wenn meine große Schwester Unterstützung  such und sagt „Dunia, sag doch auch mal was!“ gucke ich sie an und denke mir so halt mich da raus. Woher habe ich das? Ist es von meinem Dad?  Meine beiden Schwestern, haben grüne Augen. Ich habe überhaupt keine Ähnlichkeit mit den. Mit meinen schwarzen Augen sehe ich daneben total behindert aus. Danke Papa, danke für die kack braunen Augen die ich wegen dir habe. Zu 50% weiß ich wer ich bin und zu 50% bin ich verwandt mit meinen Schwestern. 50% sind keine 100%, da fehlt die hälfte. Ich fühle mich nicht ganz und weiß nicht wer ich zur Hälte bin. Wieso ich so unterschiedlich als meine Schwestern bin. Wer kann bitte verstehen, wie man sich fühlt, wenn der andere Teil von dir, auf der anderen Seite der Welt ist?

Nach all der Zeit

Ich denke gerade über vieles nach aber insbesondere über meinen Freund. Ich finde unsere Zeit sehr erstaunlich. Wir sind schon so lange zusammen und unsere Verbindung wird mit jedem Tag stärker. Er weiß einfach alles über mich. Wir mögen die selben Sachen, wir sind perfekt. Max liebt mich einfach mehr, als irgendjemand sonst und das sehe ich jeden Tag. Er bringt mich zum strahlen, wenn ich schelcht drauf bin und weiß immer, wenn was nicht mit mir stimmt. Ich kann mit Max keine normale Freundschaft mehr vorstellen, nicht nach allem, was passiert ist. Nicht, nacht dem ich mein erstes mal mit ihm hatte. Und ich bereue es auch nicht. Im gegenteil, es sollte so sein, Max war von Anfang an für mich bestimmt.  Die vielen Sachen die wir schon zusammen erlebt haben, sind der Beweis. Ich liebe ihn.

Neujahr!

Und so schnell ist man wieder in einem neuen Jahr, im Jahr 2017!  Abgesehen davon, hat meine kleine Schwester heute Geburtstag und wird neun Jahre alt. Also, jetzt ist sie schon neun.  Und sie hat mich auch heute um halb acht geweckt! Ich wäre nicht bis zwei Uhr morgens wach gewesen hätte ich gewusste, dass sie mich so früh weckt. Zwar bin ich nicht so ein langschläfer wie Max, der mal eben so bis zwei Uhr Mittags schlafen könnte aber ich brauche mein Schlaf mindestens bis zehn Uhr morgens , sonst werde ich die ersten vier Stunden unerträglich.  Und seid halb acht bin ich wach und freue mich schon, in meinem Bett zu liegen. Ich hätte echt nicht so viel lesen sollen aber ich wurde einfach nicht müde! Es war halb eins und ich lag hellwach im Bett und durch meine Nase konnte ich schlecht atmen. Da dachte ich mir Lese ich doch etwas um müde zu werden aber daraus wurde nichts. Im Gegenteil, so war ich noch viel wacher. Ich habe mich so in dieses Buch vertieft, das es plötzlich zehn vor zwei war. So viel zum Thema müde werden.
Der Tag war aber ganz gut und Emely hat sich riesig über ihre Geschenke gefreut.

Irgendwie hab ich ein seltsames gutes Gefühl im Bauch, dass alles anders sein wird dieses Jahr. Ich bin richtig voller freude und bin gerade richtig happy, weil ich bald mein Vorstellungsgespräch habe für mein Jahrespraktikum. Den Abschluss werde ich schaffen, ich muss einfach und bis jetzt sind meine Noten ja nicht so schlecht. Und mit Max wird auch alles einfacher, ganz bestimmt. Mir ist es egal, ob er jetzt nur ein Hauptschulabschluss hat. Wichtig ist nur, dass er mich liebt und wir zusammen halten. Ich werde ihm helfen und niemals im Stich lassen, so wie er mir helfen wird, nicht die Nerven zu verlieren. Und dieses Jahr machen wir sogar zusammen Urlaub! Das heißt: Unser zwei Jähriges verbringen wir schön in Spanien am Strand, besser kann es nun wirklich nicht mehr werden! Noch fünf Monate Schule und ich bin halb fertig! Ich werde dieses Jahr 16!! Und viele wichtige Menschen in meinem Leben auch! Meine Firmung ist nächste Woche und natürlich ist meine beste Freundin Lea da und mein Freund. Wer hätte gedacht, dass die beiden Rothaarigen aus meiner Klasse, die wichtigsten Menschen in meinem Leben werden. Und langsam habe ich keine Zweifel mehr. Ich zweifel nicht mehr an mir selbst und versuche nicht so krankhaft eifersüchtig zu sein, wenn es um die Liebe meine Lebens geht. Ich wollte lockerer werden und nicht über alles nachgrübeln. Und ich Plane meine nächsten Jahre ganz genau durch, damit mich nichts aus der Bahn werfen kann. Ich muss mich nur an den Plan halten. Dann wird alles gut für mich ausgehen. Denn langsam muss ich mal an mich denken. Auch wenn es mir schwer fallen wird, meine Freunde zu verlassen hoffe ich doch immer noch, das wir uns immer noch so gut verstehen wie jetzt. Das einzige, wo ich kotzen könnte: Schlampen Lea. Sie folgt mir auf diese Schule aber sie wird bestimmt nicht ins Krankenhaus gehen, ich hoffe einfach mal. Denn das habe ich wieder: Hoffnung.