Schock

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich nicht schlauer werden aus den Ereignissen die mir wieder fahren.  Meine Mutter wollte mich zu einer perfekten Tochter formen. Seit dem wir Geld haben, hat sie sich total verändert. Als Roland weg war, da brauchte ich nicht viel. Ich war mit den einfachen Dingen glücklich. Aber als Jann kam, wollte meine Mutter plötzlich alles haben. Das Haus war der Anfang. Wir sind so oft gereist und ich hab schon einiges von dieser Welt gesehen. Und jetzt, da sie so ein reichen Mann hat, will sie, dass wir genau so werden. Meine Mutter sagt, sie würde ihn akzeptieren, wenn er mich besser behandeln würde. Die Wahrheit? Meine Mutter ist nie zufrieden. Max war so ein Gentelman, niemand hat mich so gut behandelt wie er, bis heute. Er war aufmerksam, gütig und liebevoll. Er war meine erste richtige Liebe, auf die ich bis heute stolz bin. Und ich war verdammt glücklich. Aber meine Mutter meinte, was er mir denn für eine Zukunft geben soll, wenn er nur ein Hauptschulabschluss hat. Und als Max Mutter gestorben ist, habe ich es verstanden, dass er oft in der Schule gefehlt hat und traurig war. Meine Mutter aber sagte, das wir kurz vor unserem Abschluss ständen und es ja nicht gut für seine Zukunft wäre und so nichts erreichen würde. So kalt, bin ich ein glück nicht geworden, weil wir Geld hatten. Und als ich ihn kennenlernte, kam mir sofort die Stimme meiner Mutter in den Kopf: er ist anders als wir“. Das stimmte aber war es denn so schlimm? Zum ersten mal in meinem Leben, wollte ich nicht so denken wie meine Mutter. Vielleicht hat mein Erzeuger was damit zu tun. Er war ganz anders als meine Mutter. Tja und da ich eine Mischung aus den beiden bin, bin ich dann doch froh drüber, dass mein Erzeuger gute Eigenschaften hatte. Wenn meine Mutter was nicht an mir gefällt sagt sie immer: das hast du nicht von mir“. Und? In letzter Zeit passiert das echt oft. Wahrscheinlich sieht sie mich an und sieht in mir etwas aufblitzen. Die Gene meines Erzeugers. Tja, dass ich die Tochter von einem Verbrecher bin sieht man mir nicht an was? Nein, meine Mutter wollte aus mir, sie selbst machen. Aber ich habe es satt, alles zu tun was sie mir sagt. Das sie über Leute schlecht redet, obwohl ich sie liebe. Das sie an allem an mir rum meckert. Wahrscheinlich denkt sie noch, dass ich diese wunderbare krankheit von meinem Erzeuger habe. Und weiß es jemand? Nein. Und jedes mal rufe ich mir in den Kopf, dass ich, wenn ich Mutter werde, nicht so sein werde wie sie.  Ich rede meine Mutter ziemlich schlecht. Dabei weiß ich ja, dass sie mich liebt.

Warnung

Ich war fast die ganze Nacht wach. Und wenn ich geschlafen habe, dann hab ich von ihm geträumt. Alle sagen, er ist schlecht. Sie sagen, dass er ein Versager ist und aus seinem Leben nichts machen wird. Stimmt das? Das ich über ihn nachdenke, ist ein Zeichen dafür, dass ich das nicht glaube. Er ist hart, wenn es darum geht, sein Vertrauen zu bekomme. Er lässt auch schwer jemanden an sich heran. Ich dachte am Anfang auch so wie alle anderen. Ich habe schnell über Menschen geurteilt,  die anders waren als ich. Meine Mutter hat mir das sehr gut beigebracht. Aber was hat meine Meinung geändert?  Ich habe in seine Augen gesehen und musste feststellen, dass mich für eine Sekunde etwas berührt hat. Und ich wollte wissen, wer dieser Mensch ist. Und je mehr Zeit ich mit ihm verbrachte, desto mehr sah ich seinen Schmerz und Kummer. Ich sah,  wie kaputt er eigentlich war. Ich ich fand heraus, dass ihm meine Meinung, nicht egal war. Er war am Anfang sehr vorsichtig mit mir, wahrscheinlich wollte er nicht, dass ich alles von ihm sehe und dann gehe.  Und wenn es darauf ankam, war er für mich da. Unsere Beziehung ist echt kompliziert. Wir verlieren uns und finden dennoch zueinander. Aber warum? Ist das diese kaputte Liebe die ich in Büchern lese? Dieser kaputte Junge, der sich zu dröhnt und nichts als Mist macht und dann kommt dieses perfekte Mädchen und will niemanden außer ihn?  Bin ich echt in sowas gelandet? Es gab eine Geschichte, die ein gutes ende nahm zu dieser verdreckten Situation. 2000 Seiten über streitereien, Liebe und Verrat. Ich habe diese Buchreihe mit 15  Jahren gelesen und habe nur eins Gedacht: Diese Liebe ist ja total anstrengend. Esist schon traurig, dass ich mein Leben mit dem von einer Buchreihe vergleiche aber die Gedanken des Mannes, der in diesem Buch auch 20 Jahre alt ist..seine Gedanken ähneln den von ihm. Mag sein, dass ich dumm bin und mich alle vor diesem Menschen warnen.  Aber ich würde immer hinter ihm stehen. Egal was er getan hat, egal ob er wieder völlig betrunken ist. Ich würde ihn nicht verurteilen sondern einfach nur umarmen. Ich will ihn wieder haben.

Gut oder Böse?

Manchmal frage ich mich, ob ich alles falsch mache. Egal was ich tue oder verstehe, immer mach ich es falsch. Ich kann von mir behaupten, das ich ein guter Mensch bin. Vielleicht etwas stur und nachtragend, aber gut. Ich versuche in jedem Menschen etwas gutes zu sehen. Und bei einigen Menschen, habe ich schon längst aufgegeben. Vielleicht bin ich doch nicht so gut, wie ich vorgebe zu sein. Das meine Mutter vielleicht sterben könnte, hat mir ein neues Licht auf das gezeigt, wer ich eigentlich bin. Meine Mutter war schon immer perfekt. Sie war stark und hat alles für ihre Kinder aufgegeben. Sie hat versucht, mich immer glücklich zu machen, auch wenn wir damals nicht so viel Geld hatten. Und dann kam mein Erzeuger. Ein Versager, wie meine Mutter ihn genannt hat. Ein krimineller Versager. Er hat eigentlich alles verloren, was er geliebt hat. Er hat keine Familie mehr. Er hat immer nur Bier gesoffen und sein Geld für Zigaretten ausgegeben. Seine Eltern haben ihn verstoßen, weil er ein Straßenjunge war und ihm Regeln egal wurden. Selbst sein eigener Bruder, mein Onkel, hat sich gegen ihn gewendet und wollte ihn nie wieder sehen. Das einzige was er wirklich hatte, war ich. Ich war seine kleine Prinzessin gewesen. Ich weiß nicht, wieso er meine Brüder nie geliebt hat aber zu mir war er gut. Ich war seine einzige und erste Tochter gewesen. Und trotzdem ist er gegangen. Er wollte mich mit nehmen, ihm war alles egal, jeder einzelne außer ich.  Aber meine Mutter, so perfekt wie sie halt war, hat ihn ausgetrickst, so dass er nicht mehr zurück kommen kann und mich nie wieder sah. Eine Mutter, die ihr Kind vor einem Versager Vater retten wollte. Tja und jetzt sitze ich hier. Man könnte sich fragen, wieso ich ihn immer noch beschütze. Meinen  Vater meine ich nicht, sondern ihn. Ist er so wie mein Vater? Er hat ein Herz, ein gutes.  Das wusste ich sofort, als ich in seine grauen Augen blickte. Er ist ein ziemlicher Idiot aber verdammt, ich würde für ihn alles stehen und liegen lassen. Was ich an ihm so mag? Er hat eigentlich viele Fehler gemacht und mich oft verletzt, alle fragen sich, warum ich noch zu ihm halte. Ich liebe ihn. Auch wenn es mich zerreist, es einfach so zu sagen aber ich liebe diesen Typen. Und er könnte noch so viele zusammenschlagen. Und würde er hinter Gittern sitzen. Ich weiß wer er ist. Er hat Gefühle. Er will auch nur geliebt werden, wie jeder andere. Ich will ihn einfach nur umarmen und sagen, dass wir es schaffen können. Ich habe so Angst ihn zu verlieren. Ich will seine Stimme hören und wissen, das es ihm gut geht. Warum auch immer Gott wollte, dass ich an ihn glaube, ich tue es. Und jeder, der schlecht von ihm spricht, weiß nicht wer er wirklich ist. Der Mann, der mich aus der Menge raus gezogen hat und mit mir gelaufen ist. Der Mann, der mir so viel Respekt zeigt und mich immer um lachen bringen will. Ich mache mir was vor, wenn ich sagen würde, dass er ein schlechter Mensch ist. Aber Angst habe ich trotzdem, nicht vor ihm, sondern um ihn.

Tod?

Seit Montag habe ich das Gefühl zu ersticken. Naja, eigentlich seit Samstag. Seit er mich wieder da raus gelockt hat. Ich habe mich damit abgefunden, dass wir nie ein paar werden. Das es immer so sein wird. Meine eiskalte Maske sahs perfekt auf meinem Gesicht. Aber als er von Beziehung sprach, war ich total verirrt. Er wollte doch nicht aber jetzt schon? Ich hab es nicht ernst genommen, weil er betrunken war. Er hat mir so oft gesagt, dass er betrunken nur scheiße labert. Also wollte ich mir auch da keine Hoffnungen machen aber so stehen lassen wollte ich es auch nicht. Am nächsten Tag wollte er den Kontakt abbrechen und ich war verwirrter als den Tag  davor. Wieso auf einmal? Glaubt er, er tut mir nicht gut? Glaubt er, er sei kein guter Mensch? Oder er hat einfach genug mit mir rum gespielt und hat kein bock mehr auf mich. Da brach mein Herz nur ein kleines bisschen. Ich war es von ihm gewohnt, es tat nicht so sehr weh, er würde wieder kommen. Am Montag, hatte ich das Gefühl, als ob ich sterben würde, weil zwei Sachen mich völlig außer Bahn geworfen haben.  Ich hab etwas dummes gemacht, etwas, was mein Leben verändern könnt..und seins. Das wir miteinander geschlafen haben, war ja nichts neues. Aber er weiß nicht, wie mein Zyklus da. Ich erzählte der Frauenärztin mein Problem, wollte mir keine Sorgen machen. Aber ihre Miene sagte in diesem Moment mehr. Ich habe nämlich eine Pille zuspät genommen, weil ich eingeschlafen war und habe sie erst am nächsten Morgen dann nach genommen. Da es die 12 Stunden überschritten hatte, sagte sie mir, dass der Schutz für diesen Monat weg ist, da sich eine Eizelle befruchten könnte. Das war nicht mein Problem, ich habe nach dieser Panne nicht mit ihm geschlafen…aber davor. Ich habe kurz vor meinen Tagen, in der sogenannten Pillenpause mit ihm geschlafen. Sie  sah mich an und sagte: Das könnte zum Problem werden. Sie fragte mich aus und kam zu dem Ergebnis, dass ich auf meine nächste Regel warten soll und wenn sie ausbleiben, ich ein Test machen soll. Der Ultraschall wäre noch zu früh um irgendwas sehen zu können, wenn da was wäre. Und mit diesem schock, ging ich da raus und musste mich fassen. Ich musste mich anstrengen, nicht zu heulen. Ich sahs im Wartezimmer und musste noch auf meine Mutter warten. In diesem Wartezimmer waren so viele Baby Zeitschriften und überall hingen Baby Bilder in diesem Zimmer. Ich redete mir ein, dass das unmöglich ist. Aber selbst wenn meine Ärztin sich nicht sicher ist, weiß ich nicht mehr, was ich denken soll. Als meine Mutter nach einer gefühlten ewigkeit auch fertig war, waren wir beide vorne. Sollte ich das meiner Mutter erzählen? Aber da verschwand auch der Gedanke sofort. Sie würde mich umbringen. Sie sah aber nicht gut aus. Sie fragte, nach einer Überweisung und sofort wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Als wir zum Auto liefen fragte ich sie dann. Sie meinte, das sie knubbel in der Brust hat, auf den verdacht auf Krebs. Ich dachte sie will mich verarschen. Aber diese Stille im Auto war so erdrückend, dass ich gar nichts mehr denken konnte.  Werde ich Mutter oder wird meine Mutter sterben? Oder beides?  Im Auto lief mir schon eine Träne runter, alles drehte sich. Ich sah meiner Mutter an, dass sie auch mit den Tränen kämpfte. Das hab ich von ihr.  Als wir Zuhause waren, warteten mein Vater und meine kleine Schwester auf uns. Und als wir da waren, fing sie  an zu weinen. Ich nahm meine kleine Schwester mit nach oben um ihr das in Ruhe erklären zu können. Aber schon auf dem Weg, konnte ich nicht mehr. Meine Schwester sah mich an, musste auch weinen, weil ich weinte. Ich musste ein gutes Vorbild sein. Aber als ich ihr das gesagt habe, fing sie nur noch stärker an zu weinen und umarmte mich. Ihre einzigen Worte, die sie immer wiederholt hat waren : Ich will nicht, dass Mama stirbt!“ Nach diesem Tag, hatte ich das Gefühl zu sterben. Ich wollte es ihm sagen. Aber wie soll man jemandem sagen, dass er vlt Vater wird? Aber er will das nicht, dass hat er mich deutlich geschrieben. Er will keine Familie, er ist so tief in seinem Hass versunken. Wenn es sein muss und es wirklich stimmt, hau ich einfach ab, mein Kind soll nicht so leiden. Ich glaube er hat es geschafft, ich habe Angst vor ihm. Er ist nicht mehr der, der er er vorgegeben hat zu sein. Er ist wie mein Vater. Und wenn ich wirklich Schwanger bin, werde ich alles tun, um es zu beschützen. Er wollte keine Familie.

Erfahrungen

Man sagt, dass man mit dem Alter genug Erfahrungen sammeln kann, um sein Leben zu bestimmen. Das die Erfahrungen uns zeigen, was wir ein Mensch wir sind. Tja, mit 17 Jahren ist es vielleicht noch früh um zu sagen, was ich für ein Mensch bin. Und Lebenserfahrungen habe ich auch nicht so wirklich. Ich stehe sozusagen vom Ende des Jugendlichen darseins und vor dem Beginn des Erwachsen werdens. Und ich habe keine Ahnung, wie ich es angehen soll. Meine Krankheit und der Krankenhausaufenthalt haben mir aber ein kleines Licht gebracht in mein Leben, ein Licht welches ich folgen werde. Und das bin ich selbst. Ich habe gemerkt, dass ich mich zum Teil wieder gefunden habe. Meine Krankheit ist entstanden, weil ich ganz still war. Angst war mein größtes Gefühl in mir neben dem, meine Mutter zu enttäuschen. Wer hätte gedacht, dass aus so viel Angst, krank werden kann? Das einzige was mich festgehalten hat, war die Liebe. Eine Sache habe ich aber wirklich gelernt: Ich bin gut, so wie ich bin. Und ich habe immer alles getan, damit die anderen glücklich sind, dabei habe ich mich immer total vergessen. Ich will Leben. Ich will frei sein. Und ich will eine Liebe, die niemals endet.  Heutzutage, ist sowas schwer zu finden. Aber die liebe steckt in so vielen Kleinigkeiten,  die wir gar nicht mehr erkennen. Der Unterschied zwischen Lieben und mögen?  Mögen ist der erste Schritt um zu Lieben. Und wenn man jemanden liebt, sorgt man sich um sie, mehr als um irgendwen sonst.  Aber woran erkennt man das alles? Meine erste richtige Liebe war unglaublich schön. Eine Erinnerung, die ich niemals vergessen werde. Diese Loyalität, dieses Gefühl was in einem geweckt wird und man sich gegenseitig beschützt. Das war mein Bild von der Liebe. Und eine wichtige Sache habe ich später gemerkt: man kann auch eine kaputte Seele lieben.

Krankenhaus?

Ich bin seit einer Woche und drei Tagen im Krankenhaus und darf jetzt das Wochenende zuhause sein, Sonntag um 16 Uhr muss ich wieder in der Klinik sein. Um ehrlich zu sein, kommt es mir nicht so vor, als wäre ich in einem Krankenhaus. Die Patienten um mich her rum, sind genau so wie ich. Man sieht ihnen die Schmerzen gar nicht an, die sie mit sich tragen. Aber ich weiß, wie sie sich fühlen und sie wissen, wie ich mich fühle. Natürlich habe ich da schon Leute kennengelernt, mit den ich oft die Zeit zusammen verbringe und es macht so viel Spaß mit ihnen, allerdings ist das auch total anstrengend. Meine Therapeutin versucht her raus zu finden, woher ich diese Schmerzen bekommen habe. Das ist immer eine emotionale Achterbahn. Bei den meisten Patienten auf der Station , ist nämlich geklärt, woher die schmerzen kommen. Bei mir ist das leider etwas komplizierter. Ich bin wenigstens aktiver geworden und war in den schwimm und sportstunden immer voll dabei. Naja, einmal hab ich die Kontrolle kurz verloren, beim Völkerball. Ich war von meinem Team als letzte im Feld und zwei Bälle waren auf mich gerichtet. Den einen von der Seite konnte ich gut ausweichen aber beim anderen, der hinter mir war, haben meine Beine nicht mehr reagiert und ich bin gestürzt. Was allerdings gut war, so ist der Ball über mir geflogen zu meinem Team und sie konnten sich befreien. Alle dachten, dass ich es mit Absicht gemacht habe und meine Sportlehrerin in der Klinik hat mich für diesen Einsatz gelobt. Was sie aber nicht wussten, war, dass das nicht meine Absicht war.  Dieser Sturz ging auch so schnell, ich weiß nicht mal mehr wie ich gefallen bin. Ich weiß nur, dass ich mich noch mit meinen Händen abstützen konnte und schon auf dem Boden lag. Das diese Krankheit gefährlicher ist als sie aussieht, habe ich in den ersten Tagen gesehen. Meine Zimmernachbarin, die heute entlassen wurde, lief mit Krücken durch die Gegend, als ich eingewiesen wurde. Eine kam vor zwei Tagen und sahs im Rollstuhl. Ich hoffe nur, dass es bei mir nicht schlimmer wird. Ich hab sogar schon ein gerät bekommen. Tens nennen wir es. Das muss man sich zwei mal am Tag, eine halbe stunde drauf machen. Es sind Stromschläge, die meine Muskeln im Rücken entspannen sollen, weil durch die Schmerzen mein ganzer Körper steifer wird. Das bekomme ich dann wenn ich entlassen werde, von der Klinik verschrieben für zuhause. Alles in einem, ist das schon ganz gut. Ich bemühe mich, jeden Tag.

Verrückt?

Ich hatte am 22 August,also vor ein paar Tagen einen Anfall. Es geschah Zuhause, ein glück. Ich fühlte mich nach dem aufwachen schon ganz komisch und ich hatte eine innere Unruhe und Angst in mir, die ich nicht erklären konnte. Ich hatte keine Schmerzen. Aber ich war trotzdem nicht ich selbst. Ich war wie eine Maschine, ausdruckslos und meine Augen waren leer. Als würde ich jemanden fremdes anschauen, als ich mich im Spiegel sah. Als ich mir was zu essen machen wollte, bemerke mein Vater mein komisches Verhalten. Ich antwortete ohne Gefühl und sehr langsam. Und als er mich ansah, liefe eine Träne meine Wange runter und ich fing an laut zu schreien und zu weinen. Ich sahs auf dem Stuhl und ich fing an zu zittern. Mein ganzer Körper bebte und ich wusste nicht wieso. Meine Hände zitterten so sehr, dass ich nichts mehr halten konnte. Mein Vater versuchte mit mir zu reden aber ich hörte ihn nicht richtig. Alles war laut und leise zugleich. Irgendwann hat es aufgehört. Ich konnte nicht mehr weinen, ich habe alle meine Tränen verbraucht  und all meine Kraft. Ich sahs da noch eine Ewigkeit, bis ich wie eine Maschine aufgestanden und in mein Zimmer gelaufen bin. Ein Anfall, der alles verändert hat. Seit dem, bin ich manchmal nicht mehr ich selbst und mir fällt es erst wieder ein, wenn es passiert ist. Ich kann hier nicht alles aufschreiben, was mir in den letzten Tagen für komische Dinge passiert sind. Das ist alles zu krass. Das krasse war ja noch gerade. Ich wollte von meiner Freundin nach Hause laufen. Als ich dann gerade vor meiner Tür stand, habe ich vergessen, wieso ich da rein wollte. Ich ging ein paar Schritte zurück, um mir das Haus an zu schauen. Ich sah das Haus, ich kannte das Haus. Aber ich wusste nicht, das ich dort wohnte. Ich weiß nicht, wie lange ich da vor stand und schaute auf den Boden und immer wieder links und rechts. Der Boden sah früher anders aus, die ganze Straße sah anders aus. Ich erinnerte mich an die Straßen, die neu gebaut wurden und schaute mein Haus nochmal an. Und da traf es mich, wie ein Blitz und plötzlich, wusste ich wieder alles. Und als ich es wusste, ging ich schnell rein und musste das hier aufschreiben. Seit meinem letzten Anfall, passieren die verrücktesten Dinge – oder werde ich verrückt?

Unsichtbar.

Manchmal hab ich das Gefühl zu ersticken, zu verzweifeln und bin mit allem ziemlich überfordert.  Es wird immer schlimmer. Meine Krankheit ist dabei, mich zu übernehmen.  Denn alles, was mir geholfen hat, hilft mir nicht mehr. Meine Novalgin Tropfen schlagen nicht mehr bei mir an und die Ärzte meinten eigentlich, dass es mir in den Ferien besser gehen wird, weil ich dann den ganzen Schulstress nicht habe. Leider, ist dies nicht der Fall bei mir. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer.  Ich habe das meinem Vater heute am Tisch erzählt, meine Mutter war da arbeiten. Eigentlich hasse ich es, meinen Eltern noch mehr sorgen zu bereiten aber ich kann schlecht lügen und sagen, dass es mir besser geht, obwohl es nicht so ist. Mein Vater war total sprachlos und wusste nicht so wirklich, was er sagen sollte. Ihm stand ein riesiges Fragezeichen im Gesicht geschrieben. Laut den Untersuchungen, bin ich auch eine gesunde junge Frau. Trotzdem stimmt was nicht mit mir. Meine Krankheit ist unsichtbar und stark. Wie lange kann ich dem stand halten?

Liebe, Glaube, Zuversicht

Die Frage ist schon vielen durch den Kopf gegangen: Weshalb bin ich hier? Ich glaube, dass jeder Mensch hier auf dieser Welt, zu etwas bestimmt ist. Nur müssen wir selber herausfinden, zu was wir bestimmt sind. Wir müssen uns selber finden, wohin wir hingehören und zu wem. Nur ist das alles  nicht so einfach und das Leben stellt uns wirklich viele Steine auf den Weg, wo wir uns eigentlich finden sollten. Ich werde nächstes Jahr verdammte 18 Jahre alt und weiß immer noch nicht, was ich werden soll. Die meisten in meiner Klasse, wissen ganz genau, was sie machen werden, einige bewerben sich sogar schon dafür. Leider kann ich mich gerade auf nichts konzentrieren, als auf meine Krankheit. Solange ich nicht drei Wochen in diesem Krankenhaus war, um mich stärker zu machen, mache ich keine Pläne für meine Zukunft. Ich meine, was ist wenn ich jetzt alles plane und alles im Kopf habe und am Ende die Therapie nicht bei mir anschlägt. Die Ärzte sagten mir bereits, dass diese Krankheit nicht heilbar ist und ich mein ganzes Leben lang damit leben muss. Es gibt nicht mal Tabletten, die meine Schmerzen vollständig betäuben. Ich habe nämlich gemerkt, dass Novalgin langsam nicht mehr bei mir anschlägt. Und wenn ich stärkere nehme, kann es meine innere Organe kaputt machen. Alles nur Müll. Wieso kann ich nicht einfach Windpocken bekommen, wie jedes andere Kind (nein, ich hatte es nicht als Kind) , oder irgendeine Allergie, wozu es Tabletten dafür gibt? Natürlich, Krebs ist schlimmer, aber wenigstens wissen die Ärzte dann, was zu tun ist. Als ich beim MRT war, habe ich gebetet, dass sie irgendwas finden, irgendwas, was man sehen kann. Aber das haben sie nicht. Meine Krankheit bleibt unsichtbar und fühlt sich trotzdem so echt an. Aber ich versuche, mich davon nicht runter zu ziehen. Ich kämpfe jeden verdammten Tag und stehe jeden Tag auf. Ich lächel sogar die Menschen an, die ich liebe.

Er war bei mir und hat bei mir geschlafen, als meine Eltern mal paar Tage weg waren. Wir haben viel geredet. Ich hatte das Gefühl, als hätte uns das näher gebracht. Eigentlich wollte ich mich von ihm fern halten, weil ich dachte, dass er kein krankes Mädchen an seiner Seite braucht. Aber er hat mir eingetrichtert, dass ich kämpfen soll. Er war richtig am verzweifeln, als ich sagt, dass ich das alles nicht mehr kann. Er hat dabei fast geweint, seine Stimme brach bei manchen Worten und sein Herz raste dabei. In diesem Augenblick, wusste ich, dass ich ihm wichtig war. Das seine Gefühle zu  mir noch da waren, wie meine zu ihm, war etwas gutes. Aber er ist auch gefangen. Das er sein Vater so sehr vermisst, wurde mir sofort klar, als wir das erste mal miteinander geschlafen haben, auf dieser Matratze. Da hat er das erste mal von seinem Vater gesprochen. Und beim letzten Treffen, war er total offen, lag vielleicht auch am Alkohol aber mir wurde klar, wie sehr ich ihn brauche. Und ich kann ihn nicht alleine lassen. Allerdings muss ich auch an meine Krankheit denken. Das sich zwei Menschen, die so unterschiedlich sind, dennoch stark was für den anderen empfinden, dass es sowas gibt, hab ich nur in diesen Büchern gelesen. Ich dachte mir, dass sowas überhaupt nicht möglich ist. Aber das erlebe ich ja selber. Ich weiß nicht was wir sind oder was wir eines Tages werden, ich weiß nur, dass man alleine nur halb so stark ist wie zusammen. Ich glaube an ihn, ich hoffe , das weiß er. Das Schicksal wollte, dass wir uns kennen lernen. Daran glaube ich.

Gefangen

Menschen unterschätzen ihre Gesundheit. Sie sagen ihr Leben sei scheiße, obwohl sie doch gesund sind. Wir Menschen suchen immer was anderes, was wir nicht haben, andere aber schon und sagen dann, dass man unglücklich ist. Wann ist man unglücklich? Viele fühlen sich allein gelassen und sie denken, keiner versteht sie. Sie lassen dir nicht mal die Möglichkeit, einen  zu verstehen. Aber so geht es mir ähnlich. Wie soll jemand meine Krankheit verstehen, wenn sie doch sowas nicht haben. Ich sehe doch ihre Blicke, wenn sie fragen wie es mir geht und es gar nicht wirklich wissen wollen. Wenn sie sich wundern, warum ich mies drauf bin, dabei vergessen sie immer, dass ich doch durchgehen schmerzen habe. Natürlich kann ich nicht immer lächeln und so tun, als sei alles in Ordnung. Aber sie vergessen das schnell. Sie sehen mich lachen und das ich unterwegs bin und was mit Freunden mache, deshalb denken sie, so schlimm kann es gar nicht sein. Das ich gefangen in meinem Körper bin, sieht keiner. Aber mal abgesehen davon, schlafe ich nicht besonders gut. Mein Kopf verarbeitet alles vom Tag und zeigt mir meistens das schlimmste, was mir passieren könnte. Heute war das nicht so. Ich habe von ihm geträumt. Diese Träume waren eigentlich ganz normale, wie wir in der Schule sitzen und uns kleine Nachrichten geschrieben haben. Es waren Erinnerungen, die mein Kopf für mich abgespielt hat. Schöne Erinnerungen, damit ich besser schlafen konnte. Wie wir zusammen im Bus sitzen und über Leute reden, die neben uns oder hinter dem anderen sitzen. Wie wir uns gegenseitig ärgerten und sein lachen einfach das schönste wahr. Wie er an seinem Geburtstag mein Geschenk aufgemacht hat und gesagt hat, es sei einer der schönsten Geschenke, was er jemals bekommen hat. Wie er mich danach so fest umarmt hat und ich ihn im Traum nicht los lassen wollte. Ich wurde einmal wach und bin danach wieder schnell eingeschlafen und wurde in seinen Armen wach. Mein Kopf hat wirklich schöne Erinnerungen behalten. Ihn neben mir liegen zu sehen und sein grinsen dabei, war einer meiner Lieblingsorte. Egal wie sehr ich mir sage, das ich ihn hasse und egal wie oft mich sein Verhalten die letzten Wochen abgefuckt hat, mein Kopf hat nur das wiedergerufen, was mich wirklich glücklich macht. Und als er mir gesagt hat, dass er mich liebt und mich fest gedrückt hat, wachte ich mit Tränen auf und musste realisieren, dass es nie wieder so sein wird. Damit komme ich klar, ich muss. Aber nicht nur mein Körper ist gefangen, sondern auch mein Herz.

Ruhe.

Ich war gestern bei einer Freundin, um meinen Kopf etwas frei zu bekommen. Die ganze Zeit hier rum zu sitzen und darauf zu warten, was als nächstes mit mir passiert, wurde mir zu blöd und weil sie mich praktisch angebettelt hat, konnte ich schlecht nein sagen. Das blöde an meiner Krankheit ist, dass ich nie weiß was als nächstes passiert. Bekomme ich wieder keine Luft oder sehe ich wieder nur Licht und kippe um? Keine Ahnung. Ich musste zu meiner Freundin zwei Stunden fahren. Fast zwei Stunden Bus und den Rest mit dem Zug. Sie holte mich am Bahnhof ab aber in der Zeit musste ich warten. Und da passierte es wieder. Alles wurde plötzlich so laut in meinem Kopf. So viele Geräusche umsingelten mich und ich bekam Panik. Mein Herz raste aus Angst, obwohl ich nur auf einen dämlichen Zug gewartet habe. Ich schaute mehrmals nach links und rechts, weil ich dachte, das ein Zug direkt neben mir fahren würde aber er war Meter weit entfernt. Und als mich ein Mann angequatscht hat, weil er etwas Kleingeld wollte, habe ich ihn praktisch angeschrien, dass ich kein Geld habe. Mir ging es besser, als ich meine Freundin sah, ich wollte ihr praktisch in die Arme rennen, weil ich so erleichtert war, sie zu sehen. Doch das tat ich nicht. Ich bin gut darin, meine Gefühle zu verbergen. Aber als ich dann Zuhause war, konnte ich nicht mehr. Es war super anstrengend ein Tag so zu tun, als sei alles in Ordnung. Ich hab bei ihr nämlich  geschlafen. Als  keiner heute zuhause war, setzte ich mich vors Fenster und schaute in meinen Garten. Ich fand es beruhigend , ich weiß noch wie ich als achtjährige durch den Garten gesprungen bin, damals war noch alles voller Gras und ich wollte immer ein Handstand machen. Ich kann nicht fassen, dass das alles fast 10 Jahre her ist. Ich war damals voller Energie und konnte rennen, ohne einen Schmerzanfall zu bekommen. Ich war einer der besten gewesen in Sport, ich war so glücklich. Egal ob meine Vergangenheit viele Sachen verdunkelt hat, zu rennen und zu lachen war einer meiner lieblings Dinge. Ich dachte über all die schönen Sachen nach, die ich in diesem Garten gemacht habe und dann hörte ich etwas. Es war ein rauschen in meinen Ohren und mein Kopf fing an zu drücken. Ich hasste es, ich konnte meine Finger kaum bewegen. Natürlich brach ich dann zusammen und fing an  zu heulen. Diese Krankheit macht mich einfach  nur noch kaputt. Und wo ich endlich dachte, ich kann es raus lassen, hat mich ein Nachbar gesehen und meine Eltern angerufen. Die dann mich angerufen haben. Und das schlimmste war noch, dass mein Nachbar noch bei mir klingelte und ich meine Tränen weg wischen musste und ihn überzeugen musste, das es mir gut geht. Ich kann es nicht meinen Eltern sagen, eigentlich will ich es niemanden sagen. Ich will nicht, dass alle denken, das ich verrückt werde. Das einzige was ich brauche, ist Ruhe. Heute ist auch zwei mal was in meinen Augen geblitzt. Es war für eine Sekunde hell und dann war es weg. Ich weiß nicht, was mit mir nicht stimmt!

Schübe.

Vielleicht sollte ich mal nicht immer von diesen „Problemen“ reden, die man einfach zur Seite schieben kann, so wie ihn. Vielleicht sollte ich aus meinem Blog etwas machen, was mir sehr viel helfen kann. Meine Schmerzen aufschreiben. Es kommt immer so viel neues dazu, das ich gar nicht mehr hinterher komme. Seit neustem zum Beispiel, ist mein linkes Ohr ziemlich zu gut. Meine Ohren werden zwar empfindlicher aber manchmal denke ich bzw. höre ich, als sei das Geräusch direkt neben mir. Ein mal war ich draußen im Garten und das Fenster vom Schlafzimmer meiner Eltern war auf. Meine Mutter ist gerade rein gegangen und hat ihn gerufen und seine Antwort habe ich so gehört, als sei er direkt neben mir. Ich hab mich sogar erschreckt und dann nach links und rechts geschaut und meine kleine Schwester guckte mich schief an, weil sie nichts gehört hat. Sowas ist mir in den letzten Tagen mindestens ein mal am Tag passiert. Ich fange an, durch zu drehen. Wer glaubt einem sowas auch? Werde ich irre? Heute hab ich etwas neues dazu bekommen. Es war auch ein Schmerzpunkt aber er tat nicht nur weh. Er war an meinem Kopf, an der rechten Gehirnhälfte. Ein Schmerzpunkt der sich anfühlte, als ob ein Punkt von meiner Gehirnhälfte anfängt zu brennen. Er fühlte sich so heiß an und als ich mit meinen Fingern auf die stelle fasste, fühle es sich an, als ob ich meine Finger verbrennen würde, an meinem KOPF! Der Schmerz war unerträglich. Schlimmer als die ganzen normalen Schmerzen, die durch meinen Körper wandern. Ich brannte innerlich. Und das machte mir Angst und ich brach zusammen. Tränen liefen einfach so runter, als ich versuchte, meinen Kopf an zu fassen, ohne mich zu verbrennen. Ich werde irre. Was passiert noch? Was soll noch passieren? Wie viel soll ich noch mit mir rum schleppen? Schmerzen sind die eine Sache. Brennenderschmerz ist noch schlimmer. Ich fühle mich schlapp, habe kein Hunger mehr, muss brechen wenn ich zu viel esse, mir wird oft schwindelig und ich bekomme Atemnot oder Herzrasen, ich habe vor meine Träume Angst, kann nicht durchschlafen und schlechter einschlafen seit neustem. Fuck man und ich bin so unglaublich wütend und bekomme manchmal Anfälle, in den ich mich selber nicht mehr wieder erkenne. Was passiert mit mir? Vor einem Jahr war das nicht so, da war noch alles halbwegs gut. Aber jetzt ist meine Tägliche Aufgabe, nicht vom Schmerz besiegt zu werden..und ich hasse es.

Gedanken.

Meine Krankheit ist gerade das einzige, was mich wirklich unter druck setzt. Ich dachte, dass nach meiner grausamen Kindheit, alles besser wird. Ich glaubte daran, dass alles gut werden wird. Ich habe als kleines Kind jeden Tag gebetet. Ich wollte immer so sein, wie die anderen Kinder. Ich wollte frei sein, aber ich war gefangen. Kinder sollten nicht mit Angst im Gefühl nach Hause gehen. Kinder sollten keine Angst zuhause haben. Kinder sollten lachen und im Dreck spielen. Man muss ihnen zuhören und ihnen ganz viel Liebe schenken. Aber das konnte ich nicht zu dieser Zeit. Ich erinnere mich als das Monster zum ersten mal unsere Wohnung betrat. Damals hatte ich noch keine Angst. Warum sollte man sich als vier jährige auch gedanken machen, über einen Mann, den meine Mutter kennengelernt hat. Meine Mutter war nicht mehr alleine und sie sah glücklich aus. Meine große Schwester durfte mal alleine raus, ohne ihre kleine Schwester mit zu schleppen. Aber dann, als er bei uns einzog, zeigte er sein wahres Gesicht. Ich verstehe nicht, wie ein Mann, der selber Kinder hatte, einem Kind so viel Angst und Schmerzen hinzufügen konnte. Ich brauchte  nur eine Sache falsch zu machen und schon wurde ich angeschrien und ins Zimmer geschubst. Manchmal sperrte er mich auch auf den Balkon aus und da sahs ich eine Ewigkeit in der Kälte im regen, wie ein Hund. Seine Faust hatte die genaue größe meines kleinen Magens gehabt, wo er immer drauf einschlug. Nur dann, wenn ich  mit ihm alleine war. Er drohte mir, wenn ich was meiner Mutter sagen würde, würde er etwas schlimmes tun. Und so wurde ich ganz still. Ich betete zu Gott, jeden Tag. Ich wollte nicht so leben. Meine Mutter hat es aber selber her raus gefunden, als sie mich umzog, sah sie die vielen Flecken auf meinem Rücken. Dann zogen wir um, aber er folgte uns. Er drohte mir noch mehr, er würgte mich, wenn ich irgendwas sage, dass er nicht nur mir, sondern meiner Mutter was antun wird.  Ich habe jeden Tag geweint. Und dann endlich hat sie ihn ganz raus geschmissen und ich konnte ich in meiner Wohnung wieder wohl fühlen. Dann mit fünf kam mein Stiefvater. Ich hatte so eine Angst vor ihm. Aber er gab sich richtig viel Mühe, um mein Vertrauen zu gewinnen. Bis ich ihn eines Tages Papa nannte. Mit elf habe ich die Wahrheit über meinen Erzeuger erfahren. Es fühlte sich an, als würde ich sterben. All die grausamen Dinge die er getan hat, all die lügen die er mir erzählt hat. Es war, als ob jemand mein Herz raus gerissen hätte. Mit zwölf war ich so tief in der Depression, dass ich sterben wollte. Nichts ergab für mich einen Sinn, ich fühlte nichts mehr. Aber ich gab nicht auf. Ich glaubte daran, dass alles gut wird. Mit vierzehn hat sich zum ersten mal ein Junge richtig für mich interessiert. Er wollte nicht nur meinen Körper, er wollte mich als Menschen, mit Leib und Seele. Alles würde gut gehen, er hat mich lebendiger gemacht. Ich fühlte etwas, es war Liebe. Aber die endete auch, je älter man wurde. Und wenn eine Liebe stirbt, wird eine neue Liebe wieder geboren. Daran glaubte ich auch und ich hatte recht. Ich wurde mit allem fertig, Gott hat zu jedem schlechten was mir wiederfahren ist, mir etwas gutes Geschenkt. Aber meine Krankheit, da gibt es nichts gutes. Ich habe immer versucht, das gute zu sehen. Habe immer für alles und jeden gekämpft und mich stark gemacht. Aber irgendwie, sehe ich nichts gutes mehr. Da ist diese leere,die sich über meiner Seele verteilt. Meine Krankheit kann leider dinge hervorrufen, die meine Krankheit noch verschlimmern. Depressionen. Die Ärzte sagten zwar, ich hätte depressive Verstimmungen aber ich befürchte, sie wurden verstärk. Ich will nichts mehr machen, ich will nicht mehr kämpfen, ich will doch einfach nur glücklich Leben. Er meinte, er würde mich nur runter ziehen. Aber meine Krankheit zieht mich nach unten und ich sehe kein Licht mehr nach oben. Niemand reicht mir die Hand. Ich bin allein.

Los lassen?

Meine Gedanken schweifen immer mehr zu ihm, seit dem ich wieder Zuhause bin. Wie kann man jemanden vergessen wollen, wenn er keine 10 Meter von dir weg wohnt und Snapchat uns als einen gemeinsamen Punkt anzeigt? Es ist nervig. Vor allem, weil er mir mitten in der Nacht geschrieben hat, per SMS. Ich werde nicht schlau aus ihm. Bestimmt weiß er selber nicht, was er will. Bestimmt ist er total verwirrt. Und wieso nehme ich ihn wieder in Schutz? Egal was er macht, ob er mich verletzt oder mich wütend macht, immer verteidige ich ihn vor anderen, ich mache es einfach Automatisch. Mir gefällt es nicht, wenn andere Leute ihn schlecht reden und alle meine Freunde mir einreden wollen, ich soll ihn vergessen. Meine Eltern meinen auch, es ist besser, wenn ich ihn nicht mehr sehe. Ich soll an meine Krankheit denken. Die Worte von meinem Vater schallen in meinem Kopf „Der größte Schmerz in dir heißt Marvin!“. Stimmt das? Ist er die ganze Zeit der Auslöser gewesen? Das passt nicht zusammen. Meine Schmerzen und Probleme kamen schon, bevor ich ihn kannte.  Und wenn ich bei ihm war war ich immer glücklich und er hat mich immer zum lachen gebracht. Ich habe bei ihm gestrahlt. Mein Lieblingsort war neben ihm einzuschlafen. Er tat mir gut. Aber manchmal ging es ihm nicht gut. Ich merkte, wie sehr er sich angestrengt hat, mich glücklich zu machen. Er war aber selber am kämpfen. Mir kommen wieder die Tränen, er ist einfach mein Wunderpunkt. Als ich an dem Abend zu ihm gerannt bin, habe ich es trotz Schmerzen gemacht. Jeder Schritt war ein Messerstich, jeder Atemzug brannte in mir. Aber meine Liebe zu ihm, war größer als mein Schmerz. Aber als ich bei ihm war, ging alles viel zu schnell. Er hat nie meine Ausbrüche mit erlebt und als er nicht wollte, dass ich ging, bekam ich fast keine Luft mehr. Der Qualm von seiner Zigarette brannte in meiner Lunge und mir wurde schwindelig. In meinem Ohr fing es an zu rauschen und sofort wusste ich, was passieren wird. Ich würde zusammen brechen. Aber das wollte ich nicht bei ihm, er sollte mich nicht so sehen. Also lief ich schnell runter, meine Augen nahmen nur noch umrisse war, ich bin fast die Treppe runter geflogen. Als ich draußen war ging ich zum Spielplatz und legte ich dann da hin. Er war in sicherheit, nur deswegen bin ich zu ihm gerannt. Aber ich habe meine eigene Gesundheit aufs Spiel gesetzt, weil mir alles zu viel wurde. Soll ich ihn los lassen? Was ist wenn er wieder nach mir ruft? Soll ich dann zu ihm laufen oder ihn einfach ignorieren?  Meine Krankheit wird immer schlimmer, er weiß davon nichts. Er soll es auch nicht wissen. Er soll nicht wissen, dass ich mich jeden Tag in den schlaf weine, wenn ich alleine bin. Ich vermisse ihn einfach nur und wünschte, ich könnte ihn noch ein mal umarmen. Ich habe Angst, ich brauche ihn. Ich habe angst , das meine Krankheit mich besiegt und ich ihn eines Tages nicht mehr sehen kann. Vielleicht ist es besser so. Vielleicht ist es besser, wenn er mich einfach ignoriert. Dann tut der Abschied nicht so sehr weh, wenn der Tag gekommen ist. Er braucht sowas nicht. Er braucht kein Mädchen, was einfach krank ist. Er braucht jemanden, der ihn hält. Ich wünsche mir so sehr, dass er jemanden findet, der ihn glücklich macht. Auch wenn mein Herz blutet mit jedem Wort, was ich schreibe, es ist das beste für ihn. Ich liebe ihn.

Ferien

Ich bin voll im Ferien Modus und genieße jeden einzelnen Tag. Seit gestern bin ich aus meinem Urlaub zurück und es war wunderschön! Wir hatten eine Luxus Wohnung und in jeden Zimmer war eine eingebaute Klimaanlage. Das heißt, wenn mir abends mal zu warm war, musste ich nur auf ein Knopf drücken und schon war es viel kühler. Wir hatten einen riesen Pool, der hatte sogar etwas Salzwasser! Und wenige Meter vor uns, war das Meer! Ich bekomme immer eine Gänsehaut wenn ich das große Meer sehe und das Salzwasser meine Nase kitzelt. Wenn ich das Meer sehe, sehe ich erst, wie riesig diese Welt ist und wie wunderschön sie sein kann.  Wir waren oft Essen, meine Eltern haben mehrere hundert Euro für unser Essen hingeblättert. Dann waren wir noch in einem Wasserpark, dort waren wir den ganzen Tag und da gab es so viele Rutschen! Der Spaß hat natürlich auch nochmal 130 Euro gekostet. Und am letzten Tag haben meine Eltern sich überlegt, eine Schiff fahrt zu machen, mit Essen und trinken inklusive! Dort fuhren wir in eine berühmte Stadt von Kroatien und waren da nochmal im Meer. Ich habe so vieles gesehen an dem Tag. Ich frage mich, wie viel meine Eltern für die Schiff fahrt bezahlt haben. Wir hatten echt leckeren Fisch gehabt und die haben zu dritt drei Liter Wein getrunken, während ich und meine kleine Schwester drei Liter Limonade hatten. Die war echt lecker.  Und nach dieser aufregenden Woche, war ich doch froh, wieder mein Haus zu sehen. Sofort habe ich mich mit meiner besten Freundin getroffen und wir haben gelacht bis zum geht nicht mehr. Allerdings war ich auch total müde gewesen, bevor wir nämlich um vier Uhr morgens gefahren sind, hab ich mir zwei Schlaftabletten genommen, um die fahrt über zu schlafen. Hat sehr gut funktioniert. Und dann, als ich mitten in der Nacht dringen aufs klo musste, hat er mir geschrieben. Es war über SMS, weil er mich auf Whatsapp kindischer weise blockiert hat. Er meinte „komm vorbei“ und die andere fünf minuten später „sorry falsche Nummer“. Wers glaubt. Er tut so, als sei ich ihm kack egal aber er braucht mich..und ich brauche ihn. Natürlich habe ich geantwortet und ihm ein kleinen Hinweis gegeben. Meine Eltern vereisen nämlich wieder Samstag früh und meine große ist dann schon umgezogen. Dann habe ich das ganze Haus für mich und er kann zu mir kommen und wir können reden. Ich hoffe, er denkt daran. Er soll nicht so tun, als sei alles in bester Ordnung und das ich ihm scheiß egal bin. Er soll es zu lassen.

Angst

Ich habe das Gefühl, dass etwas sich in mir verändert, dass irgendwas passiert. Meine Krankheit wird immer schlimmer, immer lästiger und anstrengender für mich. Nicht nur, dass ich am ganzen Körper Chronische Schmerzen habe, die hin und her wandern, kommen noch andere Dinge ins Spiel. Aber genau diese Dinge, entscheiden meine ganze Stimmung. Eigentlich haben die vor fast zwei Jahren leicht angefangen aber ich hab sie nicht ernst genommen, niemand hat das. Aber ich glaube, das waren die ersten Anzeichen von  meiner Krankheit. Mein Kreislauf ist im Arsch. Ich war immer sportlich gewesen und einer von den schnellsten gewesen in meiner Klasse. Aber irgendwann bekam ich im Schulsport keine Luft mehr und vor lauter Panik, fing ich  an zu weinen und viel zu Boden. Ich sah aus, als würde ich sterben, meinten meine Freunde. Ich schob es auf die Sporthalle, es war so drückend warm gewesen. Beim dritten mal, kippte ich aber draußen beim sprinten um. Und als ich im März glaube ich, einfach so im Unterricht umgekippt bin, war es eindeutig. Ein Monat später hatte ich dann auch diesen Schmerzschub, der bis heute nicht weg gegangen ist. Die Schmerzen hatte ich auch schon mal. Sie waren nur kurz da und verschwanden ganz schnell, also dachte ich mir nichts bei, vor allem weil ein paar Monate gar nichts kam. Aber jetzt wird meine Krankheit von Tag zu Tag schlimmer. Ich werde immer müder, mit jedem Tag. Ich schlafe nur noch im zwei Stunden Takt und hab schon seit Monaten nicht mehr durch geschlafen. Ich hatte gestern auch wieder vom rumliegen Herzrasen bekommen. Mein ganzer Körper schaltet sich immer mehr ab. Ich esse kaum noch was oder bekomme kaum noch was runter. Als ob mein Körper protestieren würde, dass ich was essen soll. Appetit hab ich manchmal aber wenn ich das Essen schon rieche oder nur ein wenig esse, wird mir schlecht. Als ob ich gleich alles wieder raus kotzen müsste. Selbst mein Kiefer versteift sich manchmal und es fällt mir schwer zu kauen. In den letzten Tagen habe ich auch gemerkt, dass meine Ohren sehr empfindlich wurden. Meine kleine vier jährige Cousine hat letztens mit einer Gabel die ganze Zeit gegen ihr Glas getrommelt und während alle nur am lachen und begeistert davon waren, zuckte ich bei jedem schlag zusammen und musste mir die Ohren zu halten. Ich werde auch immer Licht empfindlicher. Generell spielen mir meine Augen in letzter zeit oft Streiche, manchmal erkenne ich ohne Brille alles ganz scharf, sei es nur für 5 Sekunden. Und manchmal sehe ich mit meiner Brille alles verschwommen, auch nur für kurze Zeit. Irgendwas passiert mit mir, ich fühle es. Jeden Tag fühle ich mich schwächer und mein ganzer Körper wird von den Schmerzen immer steifer und schwerer. Ich träume ich schreckliche Dinge. Nicht mehr die gewöhnlichen Albträume, wo ich von dem Mann verfolgt wurde, der mich früher geschlagen hat. Diese Träume fühlen sich noch echter an, es sind Träume, wo ich sterbe. Träume, wo ich aufwache und Blind bin oder nichts mehr hören kann. Träume, wo ich zu viel gegessen habe und Blut auskotze. Träume, wo ich einschlafe und nie wieder aufstehe. Ich sehe meine eigne Beerdigung vor meinen Augen. Meine Finger tun gerade wieder weh, ich schreibe zu viel. Mein Rücken versteift sich wieder, ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Kann es doch sein, dass da mehr ist? Wenn ich ernster krank bin, als alle denken, dann kommt mir alles logischer vor. Diese ganzen Symptome , ich habe echt angst, dass ich eines Tages ins Bett gehe und nie wieder aufstehen werde. Deshalb versuche ich gerade, solange ich noch fit genug bin, mich um meine Freunde zu kümmern, mit ihnen Zeit zu verbringen und zu lachen. Ich hab das Gefühl, dass ich eines Tages nicht mehr die Kraft dazu haben werde. Alle sehen mich und höre mich lachen, sie denken so schlimm krank kann sie nicht sein. Das ist auch gut so, niemand soll mich deswegen anders behandeln. Ich mache das alles für meine Familie und für die Menschen die ich liebe. Ich möchte nicht das sie sehen, wie sehr ich leide. Ich wünschte nur, du würdest mit mir noch ein letztes mal richtig  Zeit verbringen. Denn ich weiß nicht, ob ich es schaffen werde, dieses Kampf zu gewinnen. Ich wünsche mir nur ein Tag in deine Armen mit den Worten, dass ich es schaffen werde. Aber alles was mir bleibt, ist die Angst.

Zum scheitern verurteilt

Am Anfang hast du mir eine Gänsehaut verpasst, als ich dich gesehen habe. Du hattest diesen bösen Blick drauf, wenn du mal wieder nachdenkst. Ich wollte mich da eigentlich von dir fern halten. Dein Tattoo und deine Kreuz Kette haben sofort alle bemerkt. Es wurde über dich getuschelt. Meine Meinung zu dir änderte sich, als ich dir das erste mal in die Augen sah. Ich bin gegen dich gelaufen im Krankenhaus und wir beide starrten uns eine Zeit lang an. Du lächeltest schüchtern und bist an mir vorbei gelaufen. Ab da, habe ich meine Meinung über dich geändert. Du sahst dann nicht mehr so böse aus. Und ich wollte wissen wer du bist. Was dazu führte, dass ich mich in dich verliebte. Es war falsch, meine Mutter hat mich immer vor Typen wie dir gewarnt. Aber das erste mal, hörte ich nicht auf sie. Ich hörte auf mein Herz, auf meine Gefühle zu dir. Und als ich es wirklich wusste, wurdest du anders, distanziert und kalt. Es tat mir in der Seele weh, in der Schule wurdest du abweisender und keiner hat von dir richtig Notiz genommen, keiner außer mir. Niemand hat gefragt wie es dir geht und manchmal hatte ich angst dich zu fragen, ich wollte dir nicht auf die nerven gehen. Nach den ersten Schultagen fragte dich unsere Lehrerin, wen du schon alles kennst. Du zeigtest dabei nur auf mich und sagtest meinen Namen, dabei lächeltest du. Ab da kamen die Lehrer immer zu mir, wenn du Tage lang nicht zur Schule kamst und ich wusste nie was ich sagen sollte. Oktoberfest hast du gesagt, du hast dich in mich verliebt. Neben dir ein zu schlafen und auf zu wachen war das schönste für mich. Aber es war immer ein hin und her. Und jetzt hast du mich entgültig fallen gelassen. Ich dachte, als du meintest, dass du es versuchen willst, dass wir es endlich schaffen würden. Plötzlich sah ich eine Zukunft mit dir. Aber dir wurde alles zu viel und so hast du mich fallen gelassen, einfach so ohne eine richtige Erklärung von Angesicht zu Angesicht. Mir tat alles weh, nicht nur meine Krankheit brachte mich um, sondern noch mein Herz. Aber du willst es nicht zu geben, dass du mich brauchst. Du bist so ein Sturkopf, zusammen würden wir alles schaffen. Stattdessen rufst du nach mir, wenn du betrunken bist und sagst mir, ich soll dich nicht verlassen. Du hast mich verlassen. Aber ich bin trotzdem zu dir gerannt. Dich so zu sehen, am bluten, am weinen, dass du sagst du kannst nicht mehr, dass du mich brauchst, mein Kopf war durcheinander. Aber ich wusste, dass du es am nächsten Tag abstreiten würdest und du es nur darauf schieben würdest, dass du betrunken warst, hielt ich dich trotzdem im Arm fest. Du warst in dem Moment wie ein kleiner Junge, nicht mehr den Mann, den ich eigentlich kannte. Du warst verletzlich, du hast es zu gelassen. Und ich war froh darüber, dass du mich brauchtest. War es nur für diesen Moment. Du wolltest mir in die Augen sehen, dein Blick war voller Sehnsucht und Liebe, so kannte ich dich. Und du ließt mich erst gehen, als ich dich küssen sollte. Ich glaube du liebst mich noch, willst es aber nicht zugeben, du Idiot. Aber bald hast du mich so ganz verloren. Ich kann bald nicht mehr.

Verlust oder ein Geschenk?

Wir Menschen verlieren oft bestimmte Dinge, nur realisiert man das erst später. Aber vielleicht ist Verlust gar nicht mal so schlimm. So konnte ich dich kennen lernen. Wir beide haben etwas gemeinsam. Schon von Anfang an ist mir das aufgefallen, als du mir das erzählt hast. Wir haben beide einen Verlust erlitten, unsere Väter. Du verlorst deinen besten Freund. So wie du mir das erzählt hast, war er alles für dich und du hast ihn verloren in der Zeit, wo du ihn am meisten gebraucht hättest. Er war einfach nicht mehr da, von heute auf morgen. Ich weiß nicht, wie viele dir das schon gesagt haben aber ich verstehe dich. Auch ich verlor mein Vater aber auf eine andere Art. Ich hatte ihn nie richtig. Ich habe fast keine Erinnerungen mehr an ihm. Ich kenne das Gefühl gar nicht, wenn man sich komplett fühlt. Was ist das für ein Gefühl? Erinnerst du dich noch daran, als du komplett warst? Ich weiß nur, das er mich nie geschlagen hatte, das kam später von jemand anderem. Aber das ist egal jetzt. Er war aber auch von heute auf morgen nicht mehr da. Er verließ mich aber es war seine Entscheidung. Und plötzlich stand ich da alleine mit meiner Mutter und meiner großen Schwester. So wie du. Als ich fünf war habe ich meine Mutter gefragt, was ein Papa ist. Ich war damals noch ein Kind, ein Kind ohne Vater.  Du kennst das gar nicht, du kennst mein Leben in saus und braus. Ein Haus, jedes Jahr Urlaub in einem anderen Land, neue teure Sachen, etwas was nicht selbstverständlich ist. So hast du mich kennengelernt. Ich war die Tochter eines Polizisten. Aber ich hatte auch ein einfaches Leben. Als ich kein Papa mehr hatte. Als ich nur meine Mutter und meine große Schwester hatte. Ich war trotzdem glücklich, vor allem als meine Mutter den Mann raus warf, der mich geschlagen hat. Ich wollte nie ein Mann in meiner Familie, sie waren alle Verräter. Männer sind grausam und egoistisch. Durch ihn wurde ich so still, kein Mann hat mich gehört auf dieser Welt. Kein Mann hat mir zugehört. Kein Mann schenkte mir Liebe. Zu meinem Stiefvater habe ich keine großartige Bindung. Nicht so eine, wie es meine kleine Schwester hat. Ihr hat man immer zu gehört, sie kennt es nicht anders. Meine Mutter war nie zuhause und wir wohnten in einer kleine Wohnung, mitten in Bochum. Sie war arbeiten, fast jeden Tag. Aber ich war nicht allein. Meine große Schwester hat sich um mich gekümmert. Ich war fünf und meine Schwester zehn. Wo wäre ich wohl ohne meine Schwester gewesen? Das fragst du dich bestimmt auch manchmal, unsere Schwestern sind einfach großartig. Sie tun so viel für uns und haben unsere Kindheit nicht ganz so trostlos gemacht. Und sie würden alles für uns tun, das weiß ich, weil ich auch alles für meine kleine tun würde.  Aber ich frage mich was schlimmer ist. Ein Vater der gegangen ist und ein echter Vater war oder einer ein Vater, der freiwillig gegangen ist. Was tut mehr weh? Ein Freund verloren zu haben oder ein Verräter, der eigentlich dein Freund hätte sein sollen? Natürlich kann man das nicht vergleichen. Ich würde nie was rückgängig machen wollen, du aber schon oder? Was wäre, wenn mein Vater nie gegangen wäre, wenn er wie dein Vater immer da gewesen wäre? Dann würden wir uns wahrscheinlich gar nicht kennen, dann würde ich nicht neben dir wohnen und wir würden nicht immer zusammen Bus fahren zur Schule. Ich wäre nicht in deinem Leben. Vielleicht wäre ich komplett gewesen damals. Aber mit dir bin ich es. Du weißt nicht wie ich mich freue, wenn du mir zuhörst. Wenn du auf Kleinigkeiten achtest. Wie ich mich bei dir sicher fühle. Ich habe keine Angst vor dir. Vielleicht werde ich es dir nicht direkt sagen und du wirst es auch nicht hier lesen, es ist für mich. Hätte ich die Wahl zwischen dir und meinem Vater, würde ich dich nehmen. Aber das könntest du nicht sagen. Ich würde es dir gar nicht übel nehmen. Ich kann ihn nicht ersetzen aber ich lasse dich nicht alleine, ich will dich beschützen, weil ich dich liebe, nur dich liebe. Ich habe dich als Geschenk bekommen, Gott hat mir dich gegeben als ausgleich von meinem Vater. Er wollte mir Liebe schenken. Und ich würde es nie ändern wollen. Ich weiß nicht, ob wir eines Tages eine Familie werden, vielleicht ist es noch zu früh um das zu sagen. Aber im hier und jetzt will ich nur eins, das du mein Mann bist und mich beschützt. Ich verspreche dir, dass ich dann deine Frau bin.

Kämpfen

Schmerz. Ein Wort, wo sich jeder etwas darunter vorstellen kann. Jeder hatte schon Schmerzen. Wenn man als Kind hingefallen ist und sich die Kniee aufgeschlagen hat, wenn man sich wieder an seinem Bett gestoßen hat oder unsere Liebe uns das Herz gebrochen hat. Und immer gibt es eine Reaktion . Als Kind weint man, wenn man sich stößt Flucht man und wenn jemand einem das Herz bricht, dann weint man. Aber was ist mit den Schmerzen die immer da sind? Chronische Schmerzen. Was passiert da? Jeder gesunde Mensch, der nicht solche komischen Schmerzen mit sich trägt, unterschätzen sie. Sie sagen, man steigert sich zu sehr rein oder bildet sich alles ein. Ja, man redet sich alles schlimmer als es ist. Diese Menschen, die keine Schmerzen haben wollen einem Weis machen, wie man sich fühlt. Aber das können sie nicht. Sie sagen, man muss gegen den Schmerz kämpfen. Seit wann muss man gegen sich selbst kämpfen? Wer hat uns das beigebracht? Von klein auf wurde uns alles gezeigt, alles beigebracht was wichtig ist. Laufen, sprechen , nicht ans Feuer gehen..alles wurde uns beigebracht damit wir eines Tages selber Leben können. Aber wer hat uns beigebracht, gegen sich selbst zu kämpfen? Schmerzen gehen vorbei, dass sagte Papa immer, wenn man hingefallen ist. Aber ich  bin nicht hingefallen, ich sollte keine Schmerzen haben, Papa. Mama sagte immer, ich soll vorsichtig sein, damit mir nichts passiert. Aber Mama, ich war immer vorsichtig, wieso ist mir dann trotzdem etwas passiert? Weil man nicht immer alles weiß. Es gibt Dinge im Leben, die suchen einen Menschen aus, der lernen muss dagegen zu kämpfen. Damit er eines Tages den Menschen beibringen kann, wie man kämpfen muss. Ein Schmerzsyndrom. Ja eine Schmerzkrankheit. Das ist etwas seltendes, ein Phänomen wie meine Ärztin es beschrieben hat. Wollte ich das? Wollte ich ein Phänomen sein? Diesen Schmerz kann man nicht beschreiben. Er ist da, immer. An den verschiedensten stellen. Wann hatte ich keine Schmerzen? Ich hab sie jeden Tag. Jetzt sind es  gerade meine Finger und Hände, obwohl ich nur das mache, was Menschen jeden Tag machen. Im Internet sein. Im Krankenhaus Menschen zu helfen, tut weh. Es fühlt sich an, als ob tausende Nadeln gegen meine Hände gebohrt werden, nur weil ich einem Menschen helfen wollte, auf zu stehen. Mein Hals tut weh, einfach so. Manchmal lasse ich Dinge aus meiner Hand fallen, selbst mein Handy. Manchmal erkennt man es. Manchmal lassen wir zu, dass andere Menschen unseren Schmerz sehen. Aber wenn man einfach nur da sitzt und jemand fragt, warum wir so komisch gucken..eher traurig, was denkt ihr euch dabei? Nichts. Weil ihr sowas nicht kennt. Sollen wir jede Sekunde vor schmerz zittern? Sollen wir in der Klasse einfach anfangen zu weinen? Wir gucken so, weil wir kämpfen. Das ist kämpfen. Wenn die Schmerzen einen umbringen können aber wir trotzdem einfach da sitzen und sogar ein Lächeln von uns geben. Alle sagen, man soll kämpfen. Aber das tuen wir schon die ganze Zeit. Nur, wurde uns das anders beigebracht und deshalb sehen die anderen Menschen das auch nicht. Wir sind verdammt nochmal Krank! Warum gucke ich wohl so? Weil ich Schmerzen habe! Soll ich es mir jeden Tag auf die Stirn schreibe? Will ich Aufmerksamkeit dadurch? Nein, aber sowas, solche Sätze und Fragen kann man sich sparen. Du bist nicht Krank, du leidest nicht so wie ich. Denk daran, wenn du dir das nächste mal denkst, warum ich so traurig gucke. Ich versuche vor dir zu Lächeln , siehst du es nicht? Ich kämpfe.

Beste Freunde?

Man sagt, das Freundschaften etwas tolles seien. Das man sich so nicht alleine fühlt und man immer jemanden zum reden hat. Das der andere, genau so durchgeknallt ist wie man selbst und das man sich nicht  verstellen muss. Man kann so sein, wie man wirklich ist. Man redet über so viele Dinge mindestens tausendmal und die sind immer wieder besonders, vor allem die Gespräche bis spät in die Nacht. Und man weiß, das man sich in diesem Moment frei fühlt. Bestimmt sind Jungs Freundschaften wesentlich lockerer als die von Mädchen aber Jungs sind genau so. Eine Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen ist genau so. Oder nicht? Vielleicht sind normale Freundschaften nicht so aber wenn man einen besten Freund hat, dann schon oder?

Ich kenne dich schon lange aber wir wurden nicht sofort Freunde. Das weißt du selber. Als wir in der achten Klasse zusammen in den Mathe G-Kurs geschmissen wurden, lernten wir uns erst richtig kennen. Wir waren vielleicht so 15 Schüler in diesem Kurs, wenn nicht sogar weniger. Zuerst sahst du neben meiner Feindin und als sie in den E-Kurs wechselte, sahst du vor mir mit einem anderen aus unserer Klasse. Dieser Mathe Lehrer konnte einfach nicht erklären und da drehtest du dich das erst mal zu mir um und fragtest, ob wir diese Scheiße verstehen würden. Du schautest dabei mich an und nicht die, die neben mir sahs. Du hast dabei gelächelt. Dieses Lächeln habe ich schon lange nicht mehr gesehen wenn ich mich zurück erinnere. Wo ist dein Lächeln geblieben? Und natürlich habe ich diese Scheiße auch nicht verstanden und wir beide fingen an zu lachen. Wir fingen an zu schreiben aber meistens nur über Mathe. Aber du sahst schon automatisch so schräg zu mir gerichtet im Mathe Unterricht. Irgendwann umarmten wir uns zur Begrüßung, einfache Freunde waren wir. Wir fingen an richtig zu schreiben, jeden Tag. Du warst manchmal noch echt schüchtern, das kenne ich von dir heute nicht mehr. Du hast immer auf mich gewartet vor der Klasse, damit wir zusammen zu Mathe laufen konnten, obwohl der Raum neben an war. Du hast mir in dieser Zeit sehr geholfen. Unser erstes Treffen war total komisch und wir gingen spazieren. Du hast mir so viel über dich erzählt, du warst so offen und warst nur am strahlen. Du hattest eine glückliche Kindheit und ich war froh darüber. Wir waren beide 14 Jahre alt. Deine Mutter hat dich damals abgeholt. Beim zweiten Treffen bin ich nach der Schule mit dem Bus mit gefahren zu dir nach Hause. Wir haben über so vieles geredet und uns kaputt gelacht wie noch nie. Du warst mein Bester Freund in diesem Moment, ich war sehr stark depressiv. Vielleicht hast du es gesehen an meinen Armen. Und trotzdem hast du an dem Tag meine Hand gehalten und ich schlief auf deiner Brust ein. Aber mehr war da nicht. Wir waren nur Freunde, beste Freunde. Das dachte ich immer. Aber ohne dich wäre ich nicht mehr hier, wir haben uns geliebt. Ich werde nie vergessen wie du das erste mal sagtest, das du mich liebst und du mich dann geküsst hast. Das war also Liebe. Danke dir, ohne dich würde ich immer noch denken, das sowas beste Freunde machen würden. Aber das tun nur Menschen, die sich lieben. Du hast es dir zur Aufgabe gemacht, mich zum lachen zu bringen, jeden Tag und das hast du toll gemacht. Meine Depression war weg, das dachte ich. Aber das alles perfekt sei, wäre doch viel zu schön gewesen. Im selben Jahr sagtest du mir, das deine Mutter Krebs hatte. Deine kleine Welt stürzte ein in dem Moment, als sie wirklich starb und du vor ihr Grab standest. Ich hielt auf ihrer Beerdigung deine Hand um zu zeigen, dass ich immer für dich da wäre. Und das versuchte ich, wirklich.  Wir waren da schon länger als 1 Jahr zusammen. Du ließt dich hängen aber das sah niemand, niemand außer ich. Du wolltest nicht mehr zur Schule gehen und hast oft ein paar Tage gefehlt. Hausaufgaben und Klausuren waren für dich nicht mehr so wichtig. Ich beschloss aber, dich nicht im Stich zu lassen, weil ich dich liebte. So rief ich dich fast jeden Morgen an, damit du auch den Bus für die Schule bekamst. Ich sagte dir, was du für die Klausuren lernen solltest und schickte dir die Hausaufgaben, damit deine Noten nicht schlechter wurden. Ich habe mich um dich gesorgt. Aber vielleicht wurde ich so zur Spießerin. Ich habe dich an alles erinnert, ja sogar auch oft angemeckert. Klar wurde es mir manchmal zu viel, aber ich liebte dich. Aber da sah ich nicht, dass du mir Dinge verschwiegen hast, weil ich dir vertraut habe und ich dich nie hinterfragt habe. Aber wieso, wieso hast du mir ein halbes Jahr so viel verschwiegen? Und wieso musste ich es von jemand anderen erfahren als von dir? Du warst an den Wochenenden, wo wir nichts machten saufen, mit deiner Gruppe von der ich nie etwas wusste. Du hast anderen Weibern Komplimente gemacht während ich Ahnungslos Zuhause war. Du gabst mir die Schuld, dass du sowas gemacht hast, weil ich mich mit Jungs getroffen habe , die was von mir wollten. Aber was du dir dachtest, was passieren könnte ist nichts im vergleich dazu, was wirklich bei dir passiert ist. Das war der Unterschied. Ich dachte, du vertraust mir. Du weißt nicht wie man sich fühlt wenn eine von deinen Weibern mir die heimlichen Treffen erzählt hat und wie oft ihr immer saufen wart. Du hast in diesem Moment mein Herz gebrochen. Und noch mehr, als du nicht mal versucht hast, es mir zu erklären. Du hast dich einfach nicht mehr gemeldet. Es hat mir schon gereicht, das du angefangen hast zu kiffen und selbst das musste ich selber heraus finden. Aber das, war noch schlimmer. Ich weinte die ganzen fünf Tage, es war ungefähr Ende Mai, vor ungefähr einem Jahr. Ich wusste es da noch nicht aber da bist du gestorben und ich auch. Und ich  habe mich gehasst, als ich dir noch ne Chance gegeben habe. Ich konnte dir nicht mehr vertrauen und habe wegen jedem scheiß gemeckert. Wir haben uns nur noch gestritten. An unserem zwei Jährigen hast du mir einen Ring an den Finger gesteckt aber danach distanziertest du dich noch mehr von mir. Ich war traurig, glaub mir. Aber als ich das erste mal in diese blau/grauen Augen sah war es, als ob mich etwas berührt hätte. Er war mir ein Rätsel, er ist es immer noch. Ja, er war meine entgültige Entscheidung, dass ich dich nicht mehr lieben würde. Er brachte mich wieder zum lächeln, er und nicht du. Das war deine Aufgabe, du hast es dir zur Aufgabe gemacht. Aber du wusstest nicht, dass dir jemand diese Aufgabe weg nehmen konnte. Er erinnerte mich wieder daran, wie es ist verliebt zu sein. Ich hielt nur noch fest, weil wir beste Freunde waren und ich dich nicht im stich lassen wollte. Ich sehe uns manchmal immer noch am Spielplatz sitzen, da waren wir noch wirklich beste Freunde. Aber ich konnte an nichts mehr festhalten, was nicht mehr da war. Also ließ ich dich los. Es tat mir weh aber ich habe an dem Tag nicht geweint, erst als ich alles von dir aus meinem Zimmer entfernt hatte und in eine Kiste stopfte. Ich versuche bis heute dir irgendwie noch zu helfen aber du wirkst mir immer fremder. Wir sind beide jetzt 17 Jahre alt.  Ich habe mich damit abgefunden , ich kann dir nicht helfen. Ich kann dir nur zu hören, aber ich liebe jetzt jemand anderes , dem ich jetzt zur Seite stehe und ich gehöre ihm und nicht mehr dir und ich bereue diese Entscheidung auch nicht. Als ich dir das letzte mal in die Augen sah, sah ich nur diese Leere, das kiffen hat deine ganzen Gefühle verblassen lassen. Dein Lächeln von damals war genau so weg. Du bist gegangen , du bist nicht mehr mein Bester Freund. Aber ich werde nie vergessen wer du warst, bevor du gegangen bist.

Neuer Anfang, neues Glück

Das wir schon November haben, kann ich mir gar nicht vorstellen oder besser gesagt realisieren. Vor einem Jahr war meine Abschlussfahrt nach Berlin mit meiner ganzen Idioten Klasse. Die Busfahrt war wirklich das beste an dieser scheiß fahrt. Ich war verdammt nochmal 15 und trotzdem mega aufgeregt. Ich hatte vor einem Jahr angst, dass die Zeit mit meiner Klasse bald vorbei sein wird. Das jeder seinen eigenen Weg gehen würde und man noch kaum Zeit füreinander hat. Im Mai kamen dann die ersten Prüfungen und ich dachte, mein Leben sei vorbei. Alle waren im Stress und wollten ihren Abschluss nicht verhauen. Ich hab noch die Lehrer vor Augen, wie sie uns jede Menge Druck machten genau wie meine Mutter. Und Glücklich beendete ich die 10 Klasse mit einem Durchschnitt von 2,5. Seit dem hat sich viel verändert. Kennt ihr noch dieses süße Paar aus der 9. Klasse? Die zuerst beste Freunde waren und dann durch viele Komplikationen doch noch zusammen kamen und das ganze 2 Jahre? Man nannte uns „das Klassenpaar“. Nun, dieses Paar gibt es nicht mehr. Natürlich bin ich traurig, Max und ich haben so viel erlebt und so viel zusammen überstanden. Ich habe die Bilder aus meinem Zimmer abgehangen, alles hat mich an ihn erinnert. Aber es fing ja schon im Mai an, als ich die ganze Wahrheit erfahren habe. Da wollte ich schon schluss machen. Aber ich hab es nicht übers Herz gebracht, er war doch meine große Liebe. Also blieb ich mit ihm zusammen in der Hoffnung, er wird wieder der, der er einmal war. Ein Junge, der immer ein Lächeln auf den Lippen hatte und mich immer zum lachen gebracht hat. Der meine Albträume verjagt hat und mich beschützt hat, wie ein Vater seine Tochter. Der mich geliebt hat und es mir gezeigt hat. Aber, das war er nicht mehr. Seit dem Tod seiner Mutter habe ich alles getan, um ihn glücklich zu machen. Er kiffte, rauchte heimlich aber ich bekam alles herraus. Als ich die Zigaretten Schachtel in seiner Jackentasche gefunden habe, bin ich ausgerastet. Seine Mutter war da noch am Leben aber dem Tode nah. Ich hab ihn angeschrien und gefragt, wie dumm er sein kann. Dass seine Mutter Lungenkrebs hat und er anfängt zu rauchen. Ich hab ihn geschubst so wütend war ich. Aber dann merkte ich auch, wie hart ich zu ihm war. Immer wenn ich da war, habe ich alles getan, damit er glücklich war. Aber was war mit ihm, wenn ich mal nicht da war? Wenn ich so darüber nachdenke, hätte ich auch anders reagieren können. Aber ich wollte mir halt nicht ansehen, wie er zu Grunde ging. Musste ich aber. Er wurde kälter, abweisender. In der Schule hat er kaum was gemacht und dann war ich wie seine Mutter und habe ihm alles erklärt, ihm die Hausaufgaben gebracht, teils sogar die Lösungen geschickt, weil ich halt wollte, dass er irgendwas hatte. Für Arbeiten musste ich ihn zwingen zu lernen und hab ihm alles geschickt was er lernen sollte. Eine Zeit lang, hat er sogar oft verpennt und den Bus verpasst. Seit dem hab ich ihn immer so oft angerufen, bis er wach wurde und sich für die Schule fertig machte. Krass oder? Wenn ich mir so alles durchlese, war das ziemlich viel Anstrengung gewesen. Das spürte ich dann aber auch, wenn ich selber lernen musste. Das war einfach nur noch schrecklich anstrengend gewesen. Aber ich wollte ihn halt nicht im Stich lassen, weil ich ihn über alles liebte. Ich war treu, habe alles gemacht was er gesagt hat und habe ihm so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie sonst keinem Jungen. Und trotzdem war er auf Nico eifersüchtig. Dumm oder? Bei den meisten Jungs war ich eiskalt und hab auch mit vielen kontakt abgebrochen für ihn. Und trotzdem geht er sich mit anderen Mädchen vergnügen, während ich Zuhause war und ein Buch las. Ich weiß, ich höre mich total langweilig an. Und weil ich ja jetzt auf einer neuen Schule bin und in meinem Praktikum, kann ich das verkraften. Das arbeiten ist anstrengen aber so muss ich weniger an Max denken. Und überhaupt, hab ich jemand neuen kennengelernt. Er ist eigentlich das Gegenteil von meiner Vorstellung aber da ist etwas an ihm, was ich mag. Meine neuen Freunde machen sich schon darüber lustig, weil wenn ich von ihm rede die ganze Zeit wie eine bekloppte lächel. Verliebt? Das kann sein, sowas ist lange her bei mir gewesen also weiß ich nicht, was das ist. Ich weiß nur, dass er mich irgendwie glücklich macht und mein Herz komplett ausrastet, wenn ich ihn sehe. Verdammt, ich bin verliebt.

Dem Ende nah

Ich gehe gleich arbeiten, eher gesagt mit meiner großen Schwester ein wenig Kellnern. So macht man das mit 16 Jahren. Und obwohl ich meinen Abschluss in weniger als drei Wochen schon habe, bin ich im dauerstress. Ich muss mich um viele Dinge kümmern für mein Fachabi und mein diesejähriges Praktikum im Krankenhaus. Die letzten Wochen bestanden darin, alles von meiner Liste ab zu arbeiten, die ich von der Schule und Krankenhaus bekommen habe, die ich erledigen muss, bevor ich dort bin. Das hieß also: Verträge ausfüllen, 40 Blätter durchlesen die wichtig sind fürs Krankenhaus, alles hundert mal zu unterschreiben, Arzt Termine machen für die vor Untersuchungen die man braucht, um im Krankenhaus arbeiten zu dürfen, zum Bürgerbüro rennen um mir Führungszeugnisse machen zu lassen und Bescheinigungen ab zu holen, die ich dann auch noch vom Arzt unterschreiben lassen muss und für Bus Bescheinigung, zusätzliche Impfungen und der ganze Kram. Das stresst einen total. Vor allem , wenn man alles alleine machen muss. Ja gut, ein paar mal hab ich meine große Schwester gefragt aber am Ende blieb ja alles an mir hängen. Zusätzlich noch die Schule, die ich ja auch nicht ganz vergessen darf, 3 Wochen hin oder her. In der zeit wo ich das alles machen musste, waren meine Abschluss Prüfungen. Also noch dafür lernen, Hausaufgaben machen und der ganze Schulkram halt. Stress pur. Noch waren die letzten Monate mit meinem Freund die Hölle aber auch davon hab ich mich nicht klein bekommen. Ich musste ja irgendwie weiter machen. Jungs Probleme sind daher mein geringstes Problem aber genau die, nehmen mir die meiste Kraft. Ich brauch auch noch ein Kleid für mein Abschluss. Eigentlich wollte ich es mir schon vor 3 Wochen besorgen aber nach dem 8 Geschäft hatte ich keine Lust mehr und mir fehlte auch die Kraft dazu. Also bestelle ich mein Kleid jetzt einfach aus dem Internet.

Meine Zeit in der 10. Klasse ist fast vorbei und bald verlasse ich die Schule. Ich kann mich noch an den Tag erinnern, wo ich dass erste mal meine ganze Klasse gesehen habe. Ich kannte die hälfte nicht also war ich total nervös, was auf mich zu kommen wird. Und dann sah ich den Haufen vor meiner Nase. Als sich dann alle vorstellten hab ich mich echt gefragt, was bei den schief gelaufen ist. Dass das jetzt unmöglich meine Klasse sein kann. War es aber. Die ganzen 6 Jahre. Und es war doch eine angenehme Zeit. Und bald kommt eine neue Zeit auf mich zu.

16

Morgen bin ich 16 Jahre. Manchmal vergesse ich, wie schnell die Zeit vergeht. Ich erinnere mich als ich 6 war und ich Emely das erste mal auf dem Arm hatte. Das ist schon 10 Jahre her. Von diesem Tag an, als ich sie zum ersten mal sah, wollte ich, dass sie zu mir aufsieht. Als sie das erste mal krabbelte, krabbelte ich neben ihr her, damit sie sich nicht irgendwo stößt. Wenn ich von der Schule kam in Bochum und ich damals noch diese kleine Wohnung hatte, musste ich aufpassen die Tür nicht so weit auf zu machen, weil sie einfach immer im Weg war. Ihr strahlen als sie mich sah was goldig. Mit ihren ersten zwei Zähnchen nannte sie mich „Dada“. Ich erinnere mich noch daran, dass sie immer versuchte, mir alles nach zu machen, was sie sogar bis heute tut. Als sie das erste mal aufgestanden ist hab ich angefangen zu klatschen und sie machte es mir nach und grinste mich an. Ich habe alles von ihr gesehen, ihre ersten Schritte, ihre ersten Worte, ihre  Verletzungen und Dinge, die ich ihr beigebracht habe. Als sie fünf war, wollte sie genau so gut Inliner fahren wie ich also übte ich mit ihr. Welch eine Ironie, das mir meine große Schwester es ebenso beigebracht hatte, da war ich auch fünf Jahre. Ich weiß noch wie ich fünf wurde in meinem Kindergarten. Ich höre immer noch die Stimme von der Erzieherin die mir gesagt hat „Du bist schon fünf, eine ganze Hand voll“ und ich hab mich in dem Moment total besonders gefühlt. Trotz der vielen Dinge die mir passiert sind habe ich genug schöne Erinnerungen, die die schlimmen verblassen lassen. Ich meine, meine kleine Schwester groß werden zu sehen ist glaube ich fast so, als ob man sein eigenes Kind groß werden sieht. Es ist zwar nicht das selbe aber ähnlich. Wenn sie schmerzen hat, tut es mir ebenso weh. Ich werde nie ihr schreien aus meinem Kopf bekommen, als der Krankenwagen vor unserer Tür stand und ihr Bein verbrannt wurde. Als wir dann alle im Krankenhaus waren und sie gerade nach einer Behandlung wach wurde waren ihre ersten Worte „Wo ist Sandra“. Als ich dann bei ihr war und mich zu ihr ans Bett hin kniete, konnte ich meine Tränen nicht mehr halten.  Und das einzige was sie sagte war „Wieso weinst du?“.  Dabei musste ich lächeln, ich habe ganz vergessen, das sie gar nicht weiß, wie sehr ich sie eigentlich liebe. Aber ich würde genau wie eine Mutter, alles für sie tun. Ich liebe dieses Kind, ich liebe meine kleine Schwester. Und ich weiß wie sehr sie mich liebt, weil ich auch weiß wie es ist eine kleine Schwester zu sein. Ich bin beides. Und ich bin froh darüber an meinem 16 Geburtstag mit diesen beiden Menschen in den Zoo zu gehen, ein Schwestern Tag.

Was noch?

Seit Tagen oder sogar Wochen, fühle mich nicht mehr ich selbst. Vielleicht liegt es auch an den Abschluss, den ich einfach nicht verhauen will. Seit Tagen fühle ich mich müde, habe durchgehen Kopfschmerzen und bekomme manchmal plötzlich starke Bauch oder Magenschmerzen und mir wird übel. Manchmal wird mir nebenbei auch schwindelig. Meine Mutter meinte, es könnten die Nebenwirkungen der Pille sein oder, dass ich einfach viel zu gestresst bin. Ich vermute, es liegt an beiden Dinegn. Die Schule stresst mich und seit dem ich die Pille nehme, kann ich kaum rennen oder Treppen steigen, ohne aus der Puste zu sein. Naja, besser als mit 15 Schwanger zu werden. Also kann ich damit auch Leben, noch.

Ich finde, zwischen Max und mir ist es komisch geworden.. klar liegt es vlt daran, das wir fast zwei Jahre zusammen sind  und es dann nicht mehr so aufregend ist wie am Anfang aber bei mir ist das nicht so. Ich bin sogar total eifersüchtig auf jedes Mädchen mit dem er schreibt und wenn ich dann sehe, das so ne Fotze ihm Herzchen schreibt, ist es vorbei bei mir. Ich hatte bei Nico nie sowas. Ich wusste nicht, mit wem er schreibt oder mit wie vielen Weibern, das hat mich noch nicht mal interessiert. Ich wusste einfach, das er nur mich liebte. Ich will jetzt Max nicht unterstellen, das er mich nicht liebt aber je mehr ich höre oder sehe, wie er mehreren Weibern schreibt, wie wichtig sie ihm seien, wie soll ich mich dann noch besonders fühlen? Oder noch schlimmer, wie soll es nach dem Abschluss sein? Wenn er noch mehr Mädchen kennenlernt und noch mehr Mädchen ihn anbagern. Ich bin nicht wie die anderen scheiß Fotzen die sich denken ich bin eh geil, den schnapp ich mir schon , nein ich in eher die, die Angst hat ersetzt zu werden.  Ich kann nicht mit Stolz sagen ich bin eh geiler als die anderen, denn ich weiß, das es nicht stimmt. Ich hab das Gefühl, das er sich von mir entfernt. Klar, seine Mutter ist gestorben und er will nicht darüber reden und so aber ich habe das Gefühl, dass er mir gar nichts mehr sagt aber dafür anderen Mädchen. Dabei weiß ich noch ganz genau wo wir beste Freunde waren, wir nebeneinander lagen, an die Decke gestarrt haben und wir über unsere Ängste und Träume geredet haben. Er war so offen und ehrlich zu mir, dass ich das Gefühl bekam, besonders zu sein. Dieses Gefühl ist leider verflogen und ich warte darauf, das es zurück kommt.

Eine andere Sache, die mich belastet, meine Mutter. Sie ist nämlich Krank. Es entwickeln sich Gallensteine in ihrer Blase oder so und wenn es schlimmer wird, muss sie operiert werden. Meine Mutter sagt zwar, es sei nicht so schlimm aber wenn ich sie da manchmal so sitzen sehe, völlig blass und schwach und das sie sich beklagt, was sie für Schmerzen hat, wird mir ganz anders. Als würde jemand an mein Herz zerren, aber nur ganz leicht. Ein mal wollte ich in die Küche aber bin vor der Tür stehen geblieben, weil ich meine Mutter weinen hörte, sie weinte sich bei meinem Vater aus. Das zu hören, hat mir den Rest gegeben. Auch mir kamen die Tränen, es ist schließlich meine Mutter. In dem Moment, wusste ich, wie sich Max fühlen musste und zwar die ganze Zeit. Meine Mutter setzt sich irgendwas in den Kopf, das sie davon Krebs bekommen könnte oder so ein scheiß Dreck. Mein Vater hat da sofort reagiert und meinte, sie soll nicht so ein scheiß im Internet glauben. Da hatte er recht, Polizisten mit ihrer „Ich weiß eh alles besser“ Art. Aber in diesem Punkt hatte er recht gehabt. Meine Mutter hatte mal mit 9 Jahren Krebs gehabt aber weil ihr Vater einer der Reichsten Leute in der Stadt war, waren die besten Ärzte bei ihr und haben sie gerettet. Jetzt hat sie ntürlich angst, es wieder zu bekommen. Aber das passiert nicht, es darf nicht passieren, ohne meine Mutter, wäre ich ein niemand. Als mein leiblicher Vater uns verlassen hatte, hatte er die Wahl.  Entweder er würde für das, was er getan hat im Knast sitzen oder Auswandern. Er hat sich für das zweite Entschieden und mich somit verlassen. Meine Mutter, ist das einzige, wo ich wirklich sagen kann, das es meine Mutter ist. Nicht wie mein Stief Dad oder meine halb Schwestern, nein, sie ist meine Mutter. Und ich liebe sie.

Karneval

Heute ist Rosenmontag und morgen ist der große Karnevals Umzug in meiner Stadt. Seid Donnerstag geht es für die meisten nur so: Saufen und Feiern. Und das zu 80% meiner Jugend. Ich gehöre zu den anderen 20% die so etwas nicht als Sauf Chance sehen oder sowas. Es ist für mich wie jede anderen Tage, normale Tage. Das gute an diesem Unnötigen Karneval ist, das ich bis Mittwoch frei habe und Donnerstag erst die Schule wieder anfängt. Aber weil morgen der letzte Tag von Karneval ist, hab ich beschlossen, mit meiner Frendin Luana doch zum Umzug zu gehen, weil wir sonst nichts anderes zu tun haben. Mein Freund findet selbst das unnötig.  Deshalb verbringen wir Karneval auch nicht zusammen, Unterschiedliche Meinungen. Naja so unterschiedlich ist sie jetzt nicht aber er würde nie mit mir zu diesem Umzug gehen und das war mir von Anfang an klar. Und Luana und ich haben uns früher mit 12 Jahren mega auf  diesen Umzug gefreut also dachte ich mir, wir beide könnten da wieder hin gehen. Vielleich wird er ja nicht so schlimm sein. Meine große Schwester ist leider in dieser Hinsicht kein gutes Vorbild, denn sie ist auch seid Donnerstag nur am Feiern und sonst was. Da bin ich froh, dass ich dann doch nicht so bin wie sie. Meine kleine Schwester sieht mich als Vorbild, also ich bin ein gutes Vorbild. Meine große Schwester hat schon mit 14 angefangen zu trinken. Ich war da neun und sie hat mich mit noch son Typen von Lea abgeholt (Schlampen Lea) an Halloween. Ja, die beiden waren besoffen und wollten mir weis machen, sie hätten zu viel Cola getrunken. Ich war zwar neun, aber nicht dumm. Als meine Schwester mich dann gerade zur Tür gebracht hatte, wollte sie schnell gehen aber da kam mein Dad mit dem Streifenwagen (er war gerade im Dienst) und vorderte meine Schwester auf, zu pusten. Und dann bekam sie Hauserrest und durfte bei niemanden mehr schlafen, bis sie 16 war. Am selben Abend hab ich mich fertig gemacht fürs Bett und hörte aus ihrem Zimmer komische Geräusche. Besorgt machte ich ihre Tür auf und das Licht an und sah sie im Bett sitzen und kotzen. So viel zu meinem Vorbild. Und weil ich da neun war und sie echt schlimm aus sah, rannte ich sofort zu meiner Mutter und sagte ihr das. Naja verstecken hätte man es nicht können, ihr ganzes Zimmer roch nach Wein. Und da wurde aus diesem Verantwortungsbewussten Mädchen, eine Säuferin. Ich frage mich wieso sie das macht. Vielleicht will sie ja etwas nach holen, was sie damals nicht machen konnte. Auch wenn meine Kindheit traurig war, war sie immer der Grund gewesen, warum ich lachte. Jetzt gerade merke ich erst, das sie es eben so nicht leicht hatte. Ihr Vater hat sich eben so nicht um sie gekümmert und sie musste mich mit neun Jahren in den Kindergarten bringen, abholen, essen machen, mich unterhalten und was weiß ich alles noch. Sie hat alles getan und aufgeopfert um bei mir zu sein und auf mich auf zu passen. Sie war auch die meiste Zeit mit mir Zuhause und wenn sie sich treffen durfte, dann musste ich mit, weil ich nicht alleine Zuause bleiben durfte. Man war ich ihr ein Klotz am Bein. Und wenn sie Karneval feiern will, dann soll sie es tun. Ich werde sie diesmal nicht daran hindern.

Zu 50%

Manchmal denke ich, ich gehöre irgendwie nicht dazu. Lea und Svenii zum Beispiel. Sie passen so perfekt zusammen und haben mehr  Gemeinsamkeiten als ich wie zum Beispiel Serien gucken. Was man von außen bei den beiden nicht erkennt, die beide stehn auf Action Filme oder so. Und ich? Ich bekomme schon angst, wenn jemand in einem Film zusammengeschlagen wird. Und dann werden meine Albträume immer heftiger. Mit jedem film, wo Gewahlt, schießereien oder sonst was passiert, wird es schlimmer. Ich weiß nicht warum sich mein schei ß Kopf diese kranken Sachen ausmalt die ich Träume. Also vermeide ich alles. Wie klein ist man bitte im Kopf, wenn man fast mit 16 immer noch vor sowas angst haben muss? Ziemlich klein. Und Lea und Svenii sind auch viel schlauer als ich. Sie arbeiten auch besser zusammen, mich würde es nicht wudern, wenn die eines Tages beste Freunde werden. Ich fühle mich, wie das komplette Gegenteil. Oder meine Schwestern. Meine große Schwester ist wild, cool und war zu meinem Alter damals auf Hauspartys und ich sitze auf meinem Bett und lese ein Buch. Was ein Gegenteil oder? Oder wnen sie mich manchmal abholt , dreht sie die Musik so weit auf, bis mein Kopf nur noch dröhnt und ich schlechte Laune bekomme. Die Krönung: sie singt dabei genau so laut mit. Und wenn ich nicht mit singe (also immer) und ich stumpf aus dem Fenster starre fragt sie mich „gehts dir nicht gut?“. Deine Musik geht mir auf die nerven würde ich am liebsten sagen aber dann kommt meistens nur raus „ich bin müde“. Eigentlich ist ihre Musik gar nicht mal so schlecht. Sie hört wirklich alles! Aber dann wenn ich da bin im Auto, hört sie nur Schlager. Deswegen auch die Kopfschemerzen, ich HASSE Schlager. Oder wenn man mit meiner Mutter disskutiert. Ich vermeide es immer. In der Schule kennt man mich nicht so, ich habe mein Mund immer auf. Zuhause, bin ich die stillste. Und wenn sie mich anschreit, dann schrei ich nicht zurück oder sag irgendwas. Es prallt an mich ab, weil ich es so immer gemacht habe. Manchmal fange ich auch einfach an zu heulen und renne in meinen Zimmer oder ich gehe in meinen Zimmer und weine leise da. Meine beiden Schwestern (selbst meine 9 Jährige) sind nicht so. Sie haben so eine große Fresse wo ich mir nur denke Woher haben die so viel Mut? Ich habe keine angst vor meiner Mutter oder so aber was ich vermeiden will, ist stress und zwar mit meiner Mutter. Wenn meine große Schwester Unterstützung  such und sagt „Dunia, sag doch auch mal was!“ gucke ich sie an und denke mir so halt mich da raus. Woher habe ich das? Ist es von meinem Dad?  Meine beiden Schwestern, haben grüne Augen. Ich habe überhaupt keine Ähnlichkeit mit den. Mit meinen schwarzen Augen sehe ich daneben total behindert aus. Danke Papa, danke für die kack braunen Augen die ich wegen dir habe. Zu 50% weiß ich wer ich bin und zu 50% bin ich verwandt mit meinen Schwestern. 50% sind keine 100%, da fehlt die hälfte. Ich fühle mich nicht ganz und weiß nicht wer ich zur Hälte bin. Wieso ich so unterschiedlich als meine Schwestern bin. Wer kann bitte verstehen, wie man sich fühlt, wenn der andere Teil von dir, auf der anderen Seite der Welt ist?

Nach all der Zeit

Ich denke gerade über vieles nach aber insbesondere über meinen Freund. Ich finde unsere Zeit sehr erstaunlich. Wir sind schon so lange zusammen und unsere Verbindung wird mit jedem Tag stärker. Er weiß einfach alles über mich. Wir mögen die selben Sachen, wir sind perfekt. Max liebt mich einfach mehr, als irgendjemand sonst und das sehe ich jeden Tag. Er bringt mich zum strahlen, wenn ich schelcht drauf bin und weiß immer, wenn was nicht mit mir stimmt. Ich kann mit Max keine normale Freundschaft mehr vorstellen, nicht nach allem, was passiert ist. Nicht, nacht dem ich mein erstes mal mit ihm hatte. Und ich bereue es auch nicht. Im gegenteil, es sollte so sein, Max war von Anfang an für mich bestimmt.  Die vielen Sachen die wir schon zusammen erlebt haben, sind der Beweis. Ich liebe ihn.

Neujahr!

Und so schnell ist man wieder in einem neuen Jahr, im Jahr 2017!  Abgesehen davon, hat meine kleine Schwester heute Geburtstag und wird neun Jahre alt. Also, jetzt ist sie schon neun.  Und sie hat mich auch heute um halb acht geweckt! Ich wäre nicht bis zwei Uhr morgens wach gewesen hätte ich gewusste, dass sie mich so früh weckt. Zwar bin ich nicht so ein langschläfer wie Max, der mal eben so bis zwei Uhr Mittags schlafen könnte aber ich brauche mein Schlaf mindestens bis zehn Uhr morgens , sonst werde ich die ersten vier Stunden unerträglich.  Und seid halb acht bin ich wach und freue mich schon, in meinem Bett zu liegen. Ich hätte echt nicht so viel lesen sollen aber ich wurde einfach nicht müde! Es war halb eins und ich lag hellwach im Bett und durch meine Nase konnte ich schlecht atmen. Da dachte ich mir Lese ich doch etwas um müde zu werden aber daraus wurde nichts. Im Gegenteil, so war ich noch viel wacher. Ich habe mich so in dieses Buch vertieft, das es plötzlich zehn vor zwei war. So viel zum Thema müde werden.
Der Tag war aber ganz gut und Emely hat sich riesig über ihre Geschenke gefreut.

Irgendwie hab ich ein seltsames gutes Gefühl im Bauch, dass alles anders sein wird dieses Jahr. Ich bin richtig voller freude und bin gerade richtig happy, weil ich bald mein Vorstellungsgespräch habe für mein Jahrespraktikum. Den Abschluss werde ich schaffen, ich muss einfach und bis jetzt sind meine Noten ja nicht so schlecht. Und mit Max wird auch alles einfacher, ganz bestimmt. Mir ist es egal, ob er jetzt nur ein Hauptschulabschluss hat. Wichtig ist nur, dass er mich liebt und wir zusammen halten. Ich werde ihm helfen und niemals im Stich lassen, so wie er mir helfen wird, nicht die Nerven zu verlieren. Und dieses Jahr machen wir sogar zusammen Urlaub! Das heißt: Unser zwei Jähriges verbringen wir schön in Spanien am Strand, besser kann es nun wirklich nicht mehr werden! Noch fünf Monate Schule und ich bin halb fertig! Ich werde dieses Jahr 16!! Und viele wichtige Menschen in meinem Leben auch! Meine Firmung ist nächste Woche und natürlich ist meine beste Freundin Lea da und mein Freund. Wer hätte gedacht, dass die beiden Rothaarigen aus meiner Klasse, die wichtigsten Menschen in meinem Leben werden. Und langsam habe ich keine Zweifel mehr. Ich zweifel nicht mehr an mir selbst und versuche nicht so krankhaft eifersüchtig zu sein, wenn es um die Liebe meine Lebens geht. Ich wollte lockerer werden und nicht über alles nachgrübeln. Und ich Plane meine nächsten Jahre ganz genau durch, damit mich nichts aus der Bahn werfen kann. Ich muss mich nur an den Plan halten. Dann wird alles gut für mich ausgehen. Denn langsam muss ich mal an mich denken. Auch wenn es mir schwer fallen wird, meine Freunde zu verlassen hoffe ich doch immer noch, das wir uns immer noch so gut verstehen wie jetzt. Das einzige, wo ich kotzen könnte: Schlampen Lea. Sie folgt mir auf diese Schule aber sie wird bestimmt nicht ins Krankenhaus gehen, ich hoffe einfach mal. Denn das habe ich wieder: Hoffnung.

Weihnachten

Heute ist Weihnachten und mein Stiefvater ist vor drei Stunden zur Arbeit gefahren.  Davor war es aber gut, sehr gut. Manchmal vergesse ich, was für eine Familie ich eigentlich habe. Sie ist zwar nicht perfekt aber ich habe eine. Meine Mutter war ganz traurig als mein Dad zur Nachtschicht gefahren ist.  So ist das halt wenn dein Dad Polizist ist, oder besser gesagt Stief Dad. Bei meinem Dad ist es jetzt 18 Uhr abends. Ich weiß nicht wer bei ihm ist oder was er tut aber trotzdem denke ich an ihn. Ich versuche mich an das letzte zu erinnern, was mein Dad zu mir gesagt hatte als ich klein war. Aber mehr als Erinnerungslücken und Bildern die ich sehe, wenn ich zu viel getrunken habe , ist nichts zu finden. Außer der Ausflug nach Dänemark..Ich weiß nicht wie alt ich da war, 2 oder 3. Ich erinnere mich wie ich mit meiner Cousine auf einem Holztisch sahs und wir eine Pfirsich gegessen haben. Ich kann mich auch an dieses kleine Häuschen erinnern wo wir ein paar Tage waren. Der Garten war riesig..Ich habe noch Bilder von diesem Urlaub. Ich habe sie in meinem Zimmer eingeschlossen, ohne das jemand es mitbekommen hatte. Diese Bilder ist das einzige was ich noch von meinem Dad habe. Und es sind ungefähr die letzten Erinnerungen an ihn. Bilder wo er mich auf seinem Arm trug und er mich im Meer nicht fallen ließ. Wo er mich auf der Schaukel anschubste..und mir fällt gerade noch was ein. Er sagte auf Polnisch, ich soll mich festhalten. Schön, wenn ich noch mehr Erinnerungen sammel, gute Erinnerungen. Die schlechten habe ich ein glück nie mitbekommen. Aber noch krasser ist es, wieso meine Mutter diesen Mann Heiratete. Meine Mutter war früher ein reiches Kind, mein Opa hatte viele Geschäfte die gut liefen. So gut, wie es in Polen nun mal laufen kann. Sie war eins von vier Kindern, meine Oma hat sich dann um die Kinder gekümmert während mein Opa von Geschäft zu Geschäft zog. Als meine Mutter aber 19 war, verlor mein Opa sein ganzes Vermögen und lies seine ganze Familie zurück. Ab da fing meine Oma an zu trinken, kein wunder, dass ich sie von Geburt an mit einem Bier in der Hand kenne. Meine Mutter konnte nicht mehr studieren gehen und musste nebenbei noch auf ihre kleineren Geschwister aufpassen. Und dazwischen wurde sie noch schwanger und mit 20 Jahren kam dann meine große Schwester auf die Welt. Die ersten zwei Jahre lebte sie mit meiner Mutter in Polen aber meine Mutter wollte aus den Ruinen ihrer Familie raus. Und so wollte sie nach Deutschland und ein neues Leben Anfangen, mit einem Kind. Doch sie durfte nicht nach Deutschland, weil sie nicht Verheiratet war. Und so kam mein Vater ins Spiel. Er arbeitete für meinen Opa und war oben drauf 10 Jahr älter als meine Mutter.  Was mein Opa meiner Mutter nicht erzählt hatte war, das er schon viel mit der Polizei zu tun hatte. Langsam dämmert es mir wieso ich das einzige gewollte Kind war. Ich war die Eintrittskarte für ein neues Leben denn damit das ernst rüber kommt, musste ein Baby her und das war ich. Ich war das geplante Kind.  Und dann Heiratete sie ihn und kam nach Deutschland. Und als sie 25 Jahre war, kam ich dann auf die Welt, das Kind was am meisten Probleme angeschlemmt hatte. Das krasse ist, ich habe diese Geschichte erst dieses Jahr von meiner Mutter erfahren und gleichzeitig hat sie es auch Max erzählt während ich daneben  sahs und dachte „Das kann doch nicht alles wahr sein“.  Aber meine Mutter hat echt ne menge durch gemacht. Wurde von meinem Dad geschlagen, Vater abgehauen, Mutter Alkoholikerin..Man ist das scheiße und trotzdem hat sie nicht aufgegeben. Aber auch wenn alles so gut ist wie es ist, denke ich trotzdem an meinen Vater. Und ich mache mir Gedanken an das, was mein Opa mir letztes Jahr gesagt hatte. Ja, ich war letztes Jahr in den Herbst Ferien nach acht Jahren wieder in Polen. Und mein Opa baut sich noch ein neues Haus auf und will ein Restaurant auf machen und sich noch ein paar Tiere holen, Enten hat er schon. Er hat sich außerdem noch ein Stück Wald gekauft, keine Ahnung  wie er das macht. Ich sollte mit ihm und Emely was holen gehen und weil Emely noch weniger Ponisch konnte als ich, war ich auf mich allein gestellt. Er sagte zu mir „Ich weiß wir kennen uns nicht so gut aber versprich mir bitte eins, wenn ich einmal nicht mehr da bin..lass nicht zu das ich alles mit ins Grab nehme“ Nach diesen Worten war ich geschockt. Er will, das wir alle von ihm was er sich aufbaut, weiterführen. Und weil meine Mutter das lieblings Kind von ihm ist, sind wir seine lieblings Enkel. Dumm ist es, dass er es mir gesagt hatte aber nach der Geschichte von meiner Mutter, verstehe ich es langsam. Er will nicht noch mal alles verlieren. Meine Familie ist ja total ne Katastrophe..

Frohe Weihnachten..Dad.

Vorsätze

Heute habe ich einen „Chill Tag“ gemacht, was natürlich öfters bei mir vorkommt. Dennoch nehme ich mir heute vor, noch Mathe zu lernen , weil ich nächste Woche eine Arbeit schreiben werde oder besser gesagt zwei. Englisch muss ich deshalb auch noch lernen. Und weil Max und ich uns dieses Wochenende nicht treffen, kann ich mich schön darauf konzentrieren. Okay, Freitag treffe ich mich mit Svenii und Samstag  vielleicht mit Lea aber den Sonntag lerne ich wirklich. Meine Freunde hetzen wie bekloppt weil sie morgen WP1 schreiben, alle außer ich. Und in Momenten wie diesen, bereue ich es nicht das Fach Technik gewählt zu haben. Während alle morgen um die gleiche Zeit ihre Arbeit schreiben, baue ich mein Werkstück weiter. Also wird mein Tag morgen angenehmer, als von manch anderen.

In genau 2 Wochen werde ich im Krankenhaus liegen, weil ich ja Operiert werde. Und in genau 2 Wochen fährt der ganze Jahrgang nach Dortmund zum Weihnachtsmarkt und ich werde das dann von Snapchat oder sonst was mitbekommen. Das einzige was mich im Krankenhaus unterhalten wird ist mein Handy und das Buch was meine Eltern mir noch kaufen wollten, ich hab nur vergessen, welches es nochmal war.  Ich habe einfach nur totale Angst  und angst noch vor Langeweile zu sterben. 4 Tage bin ich da und zwei ganze Tage ohne ein bekanntes Gesicht zu sehen. Ich konnte noch nie gut alleine sein. Zwei Tage vor Weihnachten bin ich dann wieder Zuhause mit so einem Gerät auf meiner Nase. Ich finds schon krass, das dieses Jahr wieder fast vorbei ist. Ein weiteres anstrengendes Jahr wird nun bald hinter mir liegen, ein glück. 2016 war ein ewiges hin und her mit Gefühlen und Verstand, mal wieder. Ob es 2017 anders sein wird? Natürlich nicht. Es wird immer irgendwie so sein, ob man es will oder nicht. Aber 2017 wird mein Jahr, das weiß ich jetzt schon. Ich weiß noch als Svenii sagte „2016 wird mein Jahr“ war es aber nicht. Ich glaube bei niemanden den ich kenne. Ich setze es mir für nächstes Jahr in den Kopf das es mein Jahr wird. Das bedeutet ich muss hart, konsequent und nicht schwach werden! Die 10. Klasse schaffen und werde mit dem selben Idioten zusammen bleiben. Ob es nach der 10. noch halten wird? Ich hab vergessen, was Max nochmal machen will, er ist sich selber noch nicht sicher und langsam wird es eng. Und ich werde mich voll und ganz meinem Fachabitur widmen und 1 Jahr ein Praktikum im Krankenhaus haben. So ist meine Vorstellung. Fragt sich nur, wie es mit mir und Max dann weitergeht. Und schon wieder mache ich mir zu viele Gedanken über meine Zukunft. Wir sind Jung und haben beschlossen, wenn wir uns trennen, noch Freunde zu bleiben. Was sehr vernünftig ist aber leichter gesagt als getan. Man sagt sich sowas immer aber irgendwie muss es ja einen Grund geben, damit man sich trennt. Und dann heißt es, Abstand halten und sich die Augen ausheulen. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Aber durch die Beziehung von Nico hab ich irgendwie versucht, dass alles nicht so kommt wie bei Nico. Zum Beispiel das man sich die Liebe nicht über Whatsapp sagt oder Verschlossen zu sein und Angst haben, ihm auf die nerven zu gehen. Oder wegen jeder Kleinigkeit zu Streiten und sich den ganzen Tag ignoriert, man war das scheiße. Und genau das habe ich versucht bei Max besser zu machen. Und wie es aussieht, hat es ja funktioniert. Ich dachte immer, dass Nico sich selber zu wichtig genommen hat und so mich total vergessen hatte. Aber ich war nicht gerade besser. Ich war genau so egoistisch und wollte nur seine Aufmerksamkeit, so wie er meine wollte. Vielleicht habe ich auch von Nico viel zu viel erwartet. Im Gedanken, das alles perfekt laufen würde, war alles am Ende eine Katastrophe. Was bei Max nicht so ist, naja hoffe ich zumindest. Ich glaube die Beziehung von mir und Nico hat gezeigt, dass ich mich verändern musste und genau das habe ich getan. Max ist der beweis, ich hab alles richtig getan, was ich früher falsch gemacht habe. Wenn ich jetzt meine Gedanken so angucke, war mein Schluss mache total übertrieben gewesen. Wow Sandra, das hast du nach fast 2 Jahren fest gestellt, ich bin stolz auf dich. Genau so wie ich schon mit Max fast drei mal Schluss gemacht hätte, ich reagiere einfach total über. Und genau das nehme ich mir auch fürs nächstes Jahr vor, etwas lockerer zu sein. Ich bin total gespannt, wie das nächste Jahr wird!

Rückblick

Ich bin mal wieder am nachdenken und kann nicht fasse, dass ich mit Max schon über 1 Jahr zusammen bin. Wie konnte ich diese Beziehung so lange halten? Wie konnte er es so lange mit mir aushalten? Das grenzt ja an einem Wunder. Hätte mir jemand vor 2 Jahren erzählt, dass ich mal mit Max zusammen sein werde, hätte ich ihn bestimmt ausgelacht, weil ich es mir in diesem Moment gar nicht vorstellen konnte. Was habe ich eigentlich gemacht vor 2 Jahren? Vor genau 2 Jahren war ich Single. Wow, ich weiß nicht mehr, wie es so ist, Single zu sein. Was hab ich dann den ganzen Tag gemacht? Ich war da 13 Jahre alt und hab selten gelesen. Ohne scheiß, was hab ich gemacht?  Ich schau die ganze Zeit durch mein Zimmer und mir fällt einfach nichts ein. Bestimmt habe ich mich mit Freunden getroffen, damals war ich ziemlich dicke mit Luana. Ich hab für die Schule gelernt und so was halt. Man, mit 13 war ich ja noch langweiliger. Kommen wir auf den Oktober vor 2 Jahren. Ich glaube da fing es an, wo ich so viel mit Nico zu tun hatte. Oder war das schon September? Ach keine Ahnung, so dazwischen. Und ende Oktober kam ich dann mit ihm zusammen. Was spielte Max in der Zeit für eine Rolle? Ich glaube, da waren wir nicht so dicke, das kam später. Ich glaube, November fingen wir an, zusammen zu schreiben, November 2014. Aber das war nichts großes,  wir schrieben hauptsächlich über Mathe Aufgaben und fragten uns gegenseitig nach den Hausaufgaben. Mir fällt auf, das Mathe uns echt näher gerückt hat. Bei mir und Nico war es Chemie, das weiß ich noch. Nico und ich sahsen  damals gegenüber von einander und er half meiner Gruppe bei Experimenten. Oder er wollte einfach in deiner Nähe sein? Ja langsam denke ich echt daran. Ich sahs am Anfang vom Mathe G Kurs neben Michelle die nicht mehr auf unserer Schule ist. Überall waren zweier Tische aufgestellt und Max und Elvis sahsen uns gegenüber. Ironie des Schicksals!  Max sahs schräg gegenüber von mir und drehte sich immer zu uns um und fragte, ob wie diese scheiße verstehen würden. Und natürlich habe ich nichts verstanden. Ich hasse Mathe. Und wenn Max dann doch was verstanden hatte, dann erklärte er es uns. Er war schon damals sehr nett im Gegensatz zu einigen Jungs aus der Klasse. Ich wollte Nico nie damals  um Hilfe bitten wenn es um Mathe ging, keine Ahnung, mir was das peinlich. Nico ist so schlau in Mathe und dann kam ich. Deshalb, habe ich Max immer gefragt. Manchmal verstand er was und manchmal ich.  Wir halfen uns gegenseitig. Der Dezember verflog so schnell und ich unterhielt mich im Unterricht öfters mit Max und kritzelte Tausend mal Nicos Namen auf ein Blatt Papier. Selbst in Mathe habe ich an Nico gedacht in Momenten, wo ich nichts verstand und ich mir vorgestellt habe, wie Nico sich aufregen würde und total überfordert wäre mit mir. An den Gedanken musste ich kichern im Mathe unterricht. Damals konnte ich nur an Nico denken und ich musste lächeln. Aber im Dezember fingen auch die viele Streitereien an, wo wir uns sogar manche Tage ignorierten. Was für eine Zeitverschwendung es war uns zu ignorieren obwohl wir uns liebten. An den Tagen, war ich dann nicht besonders gut drauf. Max hat es gemerkt und hat mich in Mathe immer versucht auf zu muntern. Ja, er war damals ein echt guter Freund. Und ende Januar war es dann vorbei mit mir und Nico. Auch wenn ich schluss gemacht habe, tat es mir trotzdem sehr weh. Damals war ich noch ein richtiges depri Kind und jetzt schäme ich mich dafür. Januar und Februar war ich dann so traurig aber auch total dumm, weil ich immer  noch mit Nico rum gemacht habe, obwohl wir nicht zusammen waren. Er sahs sogar zu diesem Zeitpunkt neben Max. Man habe ich mich unwohl gefühlt wenn ich zu Max ging und Nico mich vorschend ansah. Früher haben sich Nico und Max auch gut verstanden..Früher. Jetzt hassen die beiden sich so sehr, wie ich und diese Bitch. Durch Nico sind aber auch meine Noten abgekackt. In dem Halbjahr hatte ich vier vieren auf dem Zeugnis, meine Mutter war richtig sauer. Keine Ahnung wieso ich die Schule überhaupt vernachlässigt habe, heute darf ich es mir gar nicht mehr erlauben. Mir fällt auch auf, das Nico und ich uns früher eigentlich überhaupt nicht kannten. Was für eine Beziehung. Trotzdem liebten wir uns, irgendwie. Aber auf dieses Rumgemache hatte ich später überhaupt keine Lust mehr. Da war auch Max viel zu viel in meinem Kopf. Ich weiß auch, wie ich das erste mal Max beforzug als Nico. Da war Nico aber baff als ich wegen Max abgesagt habe, da hatte ich so die schnauze voll von Nico. Und Max war anders, er war das was ich brauchte, mein bester Freund und paff, verliebte ich mich in ihn. Nur habe ich versucht es zu verdrängen und wollte es doch auch nicht wahr haben. Da war ich gerade dabei, Nico zu vergessen und schon kommt der nächste.  Deshalb überstürzte ich es nicht so sehr aber ich Idiot musste ihn ja als erstes Küssen und dann er und dann war alles so verwirrend. Meine ganze Situation war verwirrend, in Mai küsste mich noch Nico einfach so in einer Ecke, ganz heimlich und ein Monat später konnte ich an nichts mehr denken als an Max. Und als ich mit Max zusammen war, war Nico ganz anders zu mir. Dann kam diese Hin und Her zeit wo er mich mal mochte, dann hasste, für mich da sein wollte oder mich beleidigt hatte. Man war das anstrengend. Er ist anstrengend. Max war nie so anstrengen, wir haben sofort zueinander gepasst. Wieso vergleiche ich auch Nico und Max. Die beide sind so unterschiedlich und haben mit dennoch geliebt, oder tuen es immer noch. Nico wollte noch dieses Jahr eine zweite Chance von mir, er wollte allen ernstes, dass ich Max verlasse und mit ihm zusammen komme. Was bildet er sich eigentlich ein! Ich bin da richtig ausgerastet aber Max habe ich es nicht erzählt weil es keine Rolle spielt, ich bleibe bei Max und dann kann er sonst wie angekrochen kommen, er hat seine Chance verspielt und mich schlecht behandelt. Ich will Max und nicht ihn, ich will ihn am liebsten nie wieder sehen. Ich bin gerade richtig sauer geworden, es tut mir gut, alles aufzuschreiben, was mich die Monate so zum nachdenken gebracht hat. Und ich habe über diese zweite Chance überhaupt nicht nachgedacht, ich war so wütend und hätte ihm am liebsten eine gescheuert für so eine dreistigkeit. Als ich kaputt war, war es ihm doch auch egal, was mit mir war und Max hat mich geheilt und nicht er und dann wenn ich wieder glücklich bin, taucht er einfach so wieder auf und will mich zurück? Niemals! Soll er doch alleine beleiben, ich bin so sauer gerade. Wir haben uns auch meistens in der letzten Zeit darum gestritten. Er soll nie wieder sowas ansprechen und mich einfach in Ruhe lassen! Ich will mit Max glücklich sein und nicht mit ihm..ich hasse ihn!

10. Klasse!

Wo soll ich nur Anfangen? Die letzten Monate waren eine kleine Folter. Stress hier, Stress da. Mit meinem Freund lief es ne Zeit lang nicht gut oder eher gesagt einige Wochen. Mal war alles gut und mal nicht. Er ist sehr stark eifersüchtig auf Nico, ja meinem Ex Freund. Wieso musste ich mir auch Jungs aus meiner Klasse aussuchen, mit denen ich zusammen bin. Oder wieso war ich nicht so schlau wie meine Freunde und warte auf einen Typen nach der Schulzeit, damit ich mich 100% auf die Schule konzentrieren kann. Genau, weil ich nicht warten konnte und ich mich schnell verliebe, jedenfalls eher als meine Freunde. Aber es hat auch gute Seiten, nicht Single zu sein..du wirst von einer Person bedingungslos geliebt und er ist immer für mich da, wenn man ihn braucht..zum größten Teil. Warum er eifersüchtig auf Nico ist?  Das weiß ich auch nicht so wirklich. Wir schreiben ja nicht mehr, zumindest gebe ich mir große Mühe, ihn zu ignorieren. Was manchmal Fehlgeschlagen ist und wenn Max es mitbekommen hatte, dann begang der dritte Weltkrieg. Obwohl, den dritten Weltkrieg hatte ich schon mit Nico meine Svenja.  Ich weiß noch, Nico und ich waren frisch getrennt und dass einzige was wir taten war, uns noch mehr zu streiten und Svenii sahs sogar zwischen uns und musste den Krieg sogar mit erleben. Irgendwie auch lustig wie oft wir uns gestritten haben. Früher habe ich mir den Kopf zerbrochen und heute, lache ich über diese Streits, weil sie alle irgendwie Sinnlos waren. Das sind Max und meine streits aber auch. Immer streiten wir uns über diese unnötigen Themen und am ende heule ich wieder und bin kurz vorm Schluss machen. Das mache ich einfach. Ich gelange an einem bestimmten Punkt, wo ich total am Ende bin und denke mir, alles zu beenden, würde mir gut tun.So wie bei Nico. Was aber alles irgendwie schlimmer machte. Mal abgesehen von diesen Jungs Problemen, muss ich mich ja noch um die Schule kümmern. Im Moment sieht es recht gut aus für mich, ich habe sogar die Abi Qualifikation! Was aber meine Meinung zu dem, was ich tuen werde, nicht ändern wird. Und da habe ich gerade mal die Abi Quali bekommen und schon kommt meine Mutter mit „Vielleicht kannst du ja doch Abi machen“. Nur über meine Leiche. Der Lehrer sagte schon, ich stehe auf dünnem Eis wenn es um diese Qualifikation geht und er meinte auch, ich sollte mich noch mehr anstrengen, um diese auch zu behalten. Das Problem ist, ich habe mich verdammt noch mal angestrengt, keine scheiß 4 zu bekommen, der erste Bio Test mit einer 5- zählt nicht. Immerhin habe ich es noch auf eine 3- geschafft. Und dann erwartet der Lehrer, dass ich mich noch mehr anstrengen sollte? Ich will nicht mal Abi machen und mein Durchschnitt liegt bei 2,5. Während meine Freunde natürlich alle besser sind. Bestimmt ist Nico sogar besser, klar ist er besser, es ist Nico. Und die müssen auch besser sein, sie wollen ja alle Abi machen und ich nicht. Mir reicht ein einfaches Fachabi wo ich sogar 1 Jahr weniger Schule machen muss und meine Mutter trotzdem Stolz auf mich ist, irgendwie. Das Problem ist aber, ich bin in keinem Fach richtig gut aber auch nicht richtig schlecht. Svenii ist super gut und Englisch und Lea in Mathe, ich hatte noch nie irgendwo eine 1 auf dem Zeugnis und meine Quartals Noten sind nur 3 und 2. Total langweilig. Selbst in Sport stehe ich nur 2-, meine schlechteste Sport Note aller Zeiten. Und meine beste Note ist eine glatte 2 in Kunst. Da fällt mir ein, ich muss noch Kunst machen, kein Bock darauf. Die Schule raubt mir einfach den letzten nerv und so ein paar andere Menschen. An manchen Tagen weine ich einfach Abends, weil ich einfach total fertig bin von allem. Und bald ist noch meine Operation, dass Hei leit des Jahres.  Ich freue mich einfach nur noch auf nächstes Jahr, da wird alles besser, es MUSS einfach!

„Perfekt“

Heute ist Sonntag und Mittwoch hat die Schule wieder angefangen. Und es fühlte sich so an, als wäre ich nie weg gewesen. Das man einige sechs ganze Wochen nicht gesehen hatte, konnte ich mir in diesem Moment gar nicht vorstellen. Und in meinem letzten Jahr an dieser Schule muss ich zugeben, dass es das schlimmste Jahr wird! Die Lehrer machen einem voll druck. Allein in Englisch hat die Lehrerin so geredet, als ob die Welt unter gehen würde, wenn wir ein mal ne schlechte Note schreiben würden. Vermutlich würde die Welt dann untergehen, für meine Mutter. Sie macht mir besonders viel Druck. Wärend mein Vater sagt „Das packst du schon“ , kommt meine Mutter mit „Wenn du eine wichtige Sache vermasselst, verfolgt dich das dein ganzes Leben“. Ehrlich, dass macht es die Sache nun wirklich nicht besser. Ich versuche mir einfach vorzustellen, dass ich einfach in der neunten wieder bin, da war mein Noten Durschnitt für meine Verhältnisse richtig gut. Mein Vater war so stolz auf mich, dass er mir ein zehner in die Hand drückte. Meine Mutter aber meinte, dass ich es besser machen könnte. Sie ist so daran gewöhnt, dass meine große Schwester nur einsen und zweien  mitbringt, dass ich auch so werden soll. Selbst zu meiner kleinen Schwester sagt sie, sie soll aufs Gymnasium der der Grundschule. Ich weiß noch wie enttäuscht meine Mutter war, als ich keine Gymnasium Empfehlung hatte.  Wenigstens war ich nicht so dumm, das ich eine Hauptschul Empfehlung hatte. Ich hatte nur zwei Empfehlungen: Real und Gesamtschule.  Und nun bin ich hier auf der Gesamtschule und muss nach der zehnten mein Fachabi machen (Anweisung von meiner Mutter) . Ich weiß noch wo ich mal ne 4 mit nach Hause brachte und sie mir eine Woche Hausarrest gegeben hat. Dann hat sie sich gewundert, wenn  ich einige Arbeiten verheimlicht habe. So sind Polen, sie wollten immer  Perfekt sein, jedenfalls ist so meine Mutter. In 10 Jahren erwartet sie bestimmt ein „Danke“ von mir, weil ich ja so ein Erfolgreiches Leben habe, nur weil sie für mich Entschieden hat. Aber egal.

Dieses Jahr

Ich schreibe gerade mit Svenii, wie schnell die Schuljahre  vergangen sind und das wir uns schon dieses Jahr auf die Abschluss Prüfungen vorbereiten müssen, damit wir unseren Abschluss nicht verhauen. Schon komisch wie die Zeit vergeht und auch wenn die Schule echt scheiße ist und man da gezwungener Maßen hin muss hat man da doch die engsten Freunde gefunden. Klar, einige will ich aus meiner Klasse nun wirklich nicht mehr wieder sehen aber nach der zehnten werde ich die Schule verlassen um in na anderen Stadt mein Fachabitur machen aber meine Freunde begleiten mich nicht. Sie bleiben und machen ihren Abi. Und ich freue mich natürlich für sie und wünsche ihnen ganz viel Glück das sie ihren Abi bestehen aber ich weiß, dass ich ihn nicht schaffen würde und dann mach ich halt das zweit beste, Fachabi.  Und meine Mutter besteht darauf, dass ich es machen soll also hab ich keine andere Wahl. Ich habe nur noch dieses eine Jahr mit meinen Freunden und ich weiß jetzt schon, dass wir danach nicht so viel Zeit mehr haben um uns zu treffen oder so aber ich will dieses Jahr einfach nur noch mit den genießen. In diesem Jahr wird einiges passieren.

Sommerferien

Die erste Ferien Woche ist rum und morgen fahre ich nach Niedersachsen zu meinen Großeltern.

Ich habe von Freitag bis Montag bei Max geschlafen und es hat wieder irre viel Spaß gemacht. Doch Samstag hat mich Nico wieder angeschrieben und meinte, mich zu vermissen! Warum sollte er mich vermissen? Wir haben ein paar Tage geschrieben und das wars auch. Warum kümmert mich das eigentlich? Er hat genug Weiber also wieso sollte er mich vermissen? Das war eh wieder nur ein Trick um mich weich zu kriegen und dann wollte er wieder richtig kalt sein, wie immer.  Aber darauf bin ich nicht eingegangen. Ich habe es satt von ihm rumgeschubst zu werden. Ich bin echt gespannt, wie es in der Schule so weiter gehen soll. Ihn los werden kann ich nicht so leicht. Aber wieso denke ich überhaupt darüber nach? Ich muss mich auf Max konzentrieren, wir haben nächste Woche unseren 1 Jährigen *-* .  Und danach fahre ich ne Woche nach Kroatien! Ich liebe Sommerferien *__*

Was fühlt er?

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Heute ist der vierte Ferientag der Sommerferien und ich bin auch froh darüber! Endlich Ferien!!

Vor zwei Wochen oder drei hatte ich wieder starken Kontakt mit Nico. Ich weiß auch nicht aber irgendwie kommt es mir so vor, als ob Nico nie aus meinem Leben verschwinden wird. Vielleicht erst nach der zehnten aber das dauert noch ein ganzes JAHR! Wie soll ich so weiter machen? Er spielt nur Spielchen mit mir! Dieses ganze Jahr über, seit dem ich mit Max zusammen bin ist er entweder nett zu mir, will mir helfen oder sagt, er hasst mich. Ich werde aus ihm nie schlauer! Ich hab mir auch meine anderen Beiträge nochmal durchgelesen und musste feststellen, wie oft ich Nico erwähnt habe. Er macht mich einfach manchmal total sauer und manchmal nicht! Wie ich diese Beziehung zwischen uns hasse! Wieso tut er das? Was ist sein verdammtes Problem mit mir? Ich wollte immer nett zu ihm sein weil wir immer noch Klassenkameraden sind aber er verletzte mich immer mit dieser kaltheit! Aber so wie er sich benimmt gegenüber mir, erinnert er mich an meinem Buch wo ein Junge namens Hardin sich genauso verhält gegenüber ein Mädchen. Er mag sie zu sehr und deshalb ist er meistens so schroff und kalt zu ihr. Mag mich Nico mehr als er zu gibt? Klar tut er das, dass würde alles erklären.  Und ja, ich hatte für ne kurze Zeit leichte Gefühle für ihn die total unerwartet kamen. Max habe ich es erzählt, er hatte es verdient, die Wahrheit zu wissen. Nur dachte er, das ich Nico lieben würde. Nein, das tue ich nun wirklich nicht. Vielleicht war ich einfach zu sehr überrascht das er 8 Tage hintereinander nett zu mir war. Weil wenn Nico nett ist dann mag ich ihn. Aber wenn er wieder kalt und schroff ist, hasse ich mich dafür, zu denken, das er sich geändert hätte. Ich habe aber gestern den Kontakt zu ihm abgebrochen, weil ich meine Beziehung mit Max nicht ruinieren will und mir Nico in dieser Situation völlig egal war. Aber was erwartet mich in der zehnten Klasse mit Nico? Wird er normal oder wieder kalt sein?  Seine Worte gehen aber auch nicht aus meinem Kopf. Was anders an Nico war in diesen 8 Tagen, er war offen und ehrlich zu mir, ehrlicher als in der Beziehung. Was sollte das schon wieder heißen? Der Junge macht mich total Wütend und Wahnsinnig! Ich glaube  aber irgendwie, das er mich liebt. Ich bilde mir sowas nicht ein. Er meinte nämlich einmal, er hätte mich gehen gelassen und das erinnert mich an das Lied „Let her go“. Aber auch wenn er mich liebt, liebe ich ihn nicht mehr. Das hab ich mal aber seit Max in meinem Leben ist, liebe ich niemanden so sehr wie ihn, weil er alles ist was ich wollte. Auch wenn Nico es nie zugeben wird, weiß ich es und das reicht mir.

Zu viele Jungs!

In der Schule (als ich Pause hatte) sahs ich ganze 9 Minuten alleine am Tisch weil meine Freunde alle auf Klo waren. In den 9 Minuten konnte ich drei ganze Lieder hören und habe über etwas nachgedacht, ja über Jungs.

Das Max und ich zusammen sind ist einer der tollsten Dinge die mir je in meinem Leben passiert sind und ich bereue es nicht, doch ich muss gestehen, manchmal denke ich an die Zeit vor Max.

Meine erste kleine Liebe war mit 5 Jahren, eine Kindergartenliebe sozusagen. Wie oft habe ich mich auf den Kindergarten gefreut um von dem Mann wegzukommen, der mich geschlagen hatte um nur diesen einen Jungen zu sehen, der mir ein Lachen ins Gesicht zauberte. In den fast 7 Stunden, war ich glücklich und wollte nie nach Hause sondern einfach bei ihm bleiben. Mit 5 war das noch alles anders und eine ernste Liebe war es nun wirklich nicht aber, es war der erste Junge von den ganzen Idioten, den ich mochte.

Meine zweite kleine Liebe war bereits mit 7 in der Grundschule. Martin hieß er. Er war früher der lustigste Junge aus meiner Klasse und ich verbrachte viel Zeit mit ihm und seinen Freunden. Wir kamen auch zusammen was aber nicht so ernst gewesen war, weil ich noch 7 war. Als ich Umzog hat er mich noch einmal angerufen und dann nicht mehr. Als ich irgendwann den Mut hatte, ihn nach 6 Jahren anzurufen haben wir wieder Kontakt aufgebaut, bis heute. Er ist ein Teil meines alten Lebens und ich bin froh mit ihm wieder ein guten Draht zu haben, als Freunde.

Das waren zwei Jungs an die ich mich bis heute noch erinnere obwohl ich da noch ganz klein war. Danach kam Alex aber es hielt nicht für die Ewigkeit, zum Glück. Bei manchen frage ich mich echt: wie konnte ich mit dem zusammen gewesen sein?“ Aus Verzweiflung und Angst vorm allein sein bestimmt. Danach kam Sven. Ja das größte Arschloch was ich je kenne. Als die ganze scheiße mit ihm nach der Trennung war, dachte ich echt, das Leben hasst mich aber es war auch gut mit ihm zusammen gewesen zu sein. Naja, zu 20% höchstens aber das hat sich nun wirklich nicht gelohnt. Dann kam nach na Zeit Nico. Nico und ich haben uns in Chemie angefreundet, das weiß ich noch. Es war Schicksal, das wir gegenüber von mir sahsen. Als Freund war er okay aber als er mir seine Liebe gestand war ich entsetzt und schockiert. Das erinnert mich ein wenig an Mathis aber zu dem kommen wir gleich. Man, ich habe echt zu viele Jungs in meinem Leben gehabt, oder habe sie immer noch. Auch wenn ich einfach so gezwungen mit Nico zusammenkam, habe ich mich auch in ihn verliebt, ja, ich hab in dem Jahr einfach zu viel geheult. Diese scheiß Liebe hat mich so viel Kraft und nerv gekosstet, dass ich kein Bock mehr hatte und mit Nico schluss machte. Das werde ich auch nie vergessen wie ich Krank im Bett sahs, Kopfschmerzen vom Heulen weil ich per wahtsapp schluss machte, neben bei lief “ ich bin ein Star, holt mich hier raus“. Ja der Abend war eindeutig zu viel für mich. Und als Max und ich zusammen kamen, fühlte ich mich nicht mehr alleine oder traurig , naja, nicht mehr so sehr wie damals und geheult habe ich wegen Max auch schon oft, mehr als er weiß. Max ist einfach dieses schöne Ende meiner Liebesgeschichten und dann kommt so ein Mathis und macht Max voll die Sorgen. Ich bekomme diesen verdammten, ekeligen Kuss nicht mehr aus meinem Kopf. Auch wenn ich Sven sehe bekomme ich Gänsehaut und wenn mich Nico auch nur ganz leicht berührt, bleibt mein Herz kurz stehen. Exes in der Nähe zu haben ist echt scheiße. Noch ein Jahr und dann sehe ich sie nie wieder, das überlebe ich noch. Aber Max macht sich so viele Sorgen wegen dem Kuss. Als ob ich für Mathis je etwas stärkeres fühlen würde als bei Max. Das topt niemand denn Max ist meine große Liebe. Wäre Max nicht da, würde zwischen mir und Mathis vlt was laufen aber seit dem ich Max kenne, will ich keinen anderen Jungen an meiner Seite und ich hoffe, das wird er nie vergessen. Dieser Rothaariger Junge hat mein Herz in Flammen gesetzt, voller Liebe und Leidenschaft und ich liebe es <3

Schicksal

Nach einem stressigen Tag muss ich hier echt was rein schreiben.

Immer wenn ich alleine bin denke ich viel über mein Leben nach, von Anfang bis zum jetzigen Zeitpunkt. Ob es gut oder schlecht ist, hängt von mir ab. Meine Freunde glauben nicht an das Schicksal und sagen, alles sei Zufall, ich denke nicht so. Wie oft habe ich zu Gott gebetet als ich klein war und wollte, dass der Albtraum aufhört. Ich habe mich immer gefragt, wieso das alles passiert, nichts ergab ein Sinn für mich. Es gab kein Zusammenhang bis ich vor kurzem ein entdeckt habe. Und somit stand es fest: Es war Schicksal.

Ich habe in den letzten Jahren zurück gesehen und musste feststellen, wie enttäuscht ich von mir selber war. Ich brauchte immer ein Jungen und das nur, weil ich wollte, dass mich jemand freiwillig liebte. Ich weiß, es hört sich albern an aber wenn man einen Stiefvater bekommt, denkt man als Kind, er muss zu dir nett sein. Du kannst nicht sagen: Er liebt mich weil ich seine Tochter bin, sonder: Er liebt mich, weil er meine Mutter liebt. Und er musste mich akzeptieren, sonst akzeptierte meine Mutter ihn nicht. Freiwillig? Eher weniger. Ich habe immer nach der liebe gesucht die ich brauchte, die liebe meines leiblichen Vaters. Aber ich bekam sie nicht und wenn war alles nur gelogen.  Ich wollte immer jemanden haben, der mich so liebte, ohne zwang und ohne druck. Wie Max es tut. Ich begreife bis heute nicht, wieso er mich liebt, wieso ich die eine für ihn bin. Ich meine: der eine hat meine Trauer ausgenutzt, der andere hat mir Erfahrungen gegeben die ich zuerst nicht wollte und Max..Max hat mich an erhört und wollte mich glücklich machen mit der richtigen Liebe die ich immer wollte. Ich weiß nicht ob ich genau so viel liebe gebe wie er mir, ich gebe ihm aber am meisten Liebe wie irgendjemanden sonst. Aber auch wenn Max da ist, ist auch die Ungewissheit da. Über meinem Vater.

Einige Kinder haben ihre Eltern im Krieg verloren, einige Elternteile sind schwer krank und kommen dem Tode immer näher. Die Kinder trauern darüber aber ich weiß nicht was ich machen würde und um ehrlich zu sein, wünschte ich mein leiblicher Vater wäre Tod. Sowas zu sagen ist nicht Herzlos. Wenn Elternteile sterben, schließen die Kinder irgendwann damit ab und akzeptieren, das der Mensch fort ist. Aber wenn du weißt, dass dein Vater lebt und er auf der anderen Seite der Welt ist und du weißt, dass er sich nicht mal bemüht, dich zu sehen und du damit nicht abschließen kannst und es nicht verstehen kannst, dann wünscht du, er wäre Tod nur um abschließen zu können. Ich würde um die halbe Welt fliegen, nur um auf seiner Beerdigung zu erscheinen und endlich abschied zu nehmen.  Und wenn der Tag gekommen ist, dann kann ich friedlich weiter Leben. Bis dahin warte ich auf diesen Tag.  Bestimmt werde ich weinen, so emotional wie ich bin aber obwohl ich diesen Mann nicht kenne spüre ich Gefühle zu diesem Mann. Und mit dem Gedanken, dass er mein Vater ist, machen die Gefühle total durcheinander. Aber es war Schicksal, ich muss da durch und ich werde dafür sorgen, dass meine Kinder später nicht ohne Vater aufwachsen, denn das kann Schäden verursachen, die niemals vollständig weg gehen.

Ich bin aber auch etwas stolz auf mich. Ich bin schon 15 Jahre alt. Ich habe so vieles im Leben erreicht und habe für meine Zukunft schon Pläne. dass ich mich freue, endlich Erwachsen zu werden. Was ich alles schon geschafft habe, wie viele Überwindungen ich schon durchgemacht habe, wie viel ich gelacht und geweint habe. Ich bin einfach froh, dass ich nicht aufgegeben habe und besonders bin ich froh, das mich ein Mensch niemals aufgegeben hat, Max.

Stress vor den Ferien

Ich hab die letzten Tage nicht hier rein geschrieben, da ich viel für die Schule machen musst. Morgen ist Freitag und nach der Schule habe ich endlich Wochenende! Diese Woche hat mich so viel Kraft gekostet, also Schulisch. Ein glück haben wir in einem Monat Sommerferien! Und am Wochenende kommen meine Onkels und dann Grillen wir schön und gehen Essen und alles. Die sind sehr lustig und sie kommen jedes Jahr zu uns.

Heute war Max nicht in der Schule, für mich war das ganz normal. Er ist ja öfters Krank oder hat irgendetwas, mindestens zwei mal im Monat ist dies der Fall. Wie es wohl ihm geht, wenn ich mal ein ganzen Schultag nicht da bin? Ich bin nämlich seit über einem Jahr nicht mehr Krank gewesen und hatte auch dieses Schuljahr keine Fehlstunden, also bin ich immer da. Ich bin gerade voll stolz auf mich, mein Immunsystem ist echt stark, stärker als alles anderes an mir. Und keine Scheiß Unterleibsschmerzen können mich davon abhalten, in die Schule zu gehen. Heute hatte ich nämlich schmerzen aber ich habe versucht sie zu ignorieren, wie ich das immer tue, wenn ich meine Tage habe. Aber sobald Max nicht da ist, ist es Nico.

Heute in der dritten Stunde hatten wir GL als Fach und wir mussten unsere Plakate und Videos vorstellen (also dritte und vierte). Da in unserem Klassenraum zuerst  der Strom nicht ging, mussten wir in die Nebenklasse, die gerade Sport hatten. Meine Gruppe kam als zweites dran. Wir gingen nach Vorne und ich versuchte mich zu beruhigen. Ich hasste es vor der ganzen Klasse was zu sagen, im Mittelpunkt zu stehen ist echt nicht mein Ding. Meine Gruppe bestand mit mir aus vier Personen. Alissa, Finja, Daniel und ich.  Ich konnte meine Text auswendig, habe den Tag davor es zwanzigmal durchgelesen und habe in der ersten Pause wie verrückt es tausendmal wiederholt. Und weil Max nicht da war, konnte ich mich besser konzentrieren, er würde mich wahrscheinlich noch nervöser machen. Daniel fing zuerst an und ich konzentrierte mich, meinen verdamten Text zu können und schaute durch die Klasse weil es ja bescheuert aussieht, wenn man nur auf den Boden starrt, während der andere was erzählt.  Mein Blick blieb an Nico hängen weil seine Augen mich fixierten. Das machte mich total nervös. Als Daniel fertig war, war ich an der Reihe. Ich versuchte mich an meinen Text zu erinnern und versuchte nicht in Nicos Richtung zu gucken, ich sah immer noch im Blickwinkel, dass er mich ansah. Ich hatte mich in meinem Text drei mal versprochen, Nico hat mich total aus dem Konzept gebracht! Kann er nicht jemanden anderes angucken? Selbst als die anderen von meiner Gruppe dran waren mit reden, hat er meistens trotzdem mich angeschaut! Ich war total unzufrieden mit meinem Vortrat, war aber auch froh, dass ich ihn hinter mir hatte und das Max ihn nicht mit erlebt hatte. Und Nico hat mich zwei mal angerempelt! Ich steh ganz normal bei meinen Freunden und dann kommt er mit seiner scheiß Schulter und bleibt an mir hängen, so das er mich noch zwei Schritte mit schleifte. Was geht mit dem? Hat es denn nie ein Ende mit ihm? Ich hoffe in der zehnten, das wir weit von einander Weg sitzen, er mich nicht anstarrt und er mich einfach wie eine Klassenkameradin behandelt und nicht wie, wie… Keine Ahnung wie er mich behandelt! Ex Freund in der Klasse zu haben ist echt anstrengend!

 

Alte Freundin

Ich langweile mich gerade und habe rein gar nichts zu tun. Ich habe in meiner kleinen Erinnerungs Kiste rein geschaut und musste lächeln. Ich hatte mal eine Freundin, ja genau, die Bitch Lea und ich waren mal Freunde, beste Freunde. In dieser Kiste habe ich so vieles von ihr aufbewahrt, dass selbst ich staunen musste. Ich habe von ihr noch eine Geburtstagskarte von meinem zwölften Geburtstag, eine Weihnachtskarte  , ein Bild was sie mir gemalt hat zu meinem neunten Geburtstag, ein Zettel wo sie mir ein kleines Lied drauf geschrieben hat, noch ein Zettel den sie kurz vor unserem Streit für mich gemacht hat und zwei Bilder von unserem Ausflug in der vierten Klasse. Ich mochte die Zeit die wir zusammen hatten sehr aber auch die ging irgendwann zu ende.

Als ich nach Olfen gezogen bin war ich acht Jahre alt. Und an meinem ersten Schultag an meiner neuen Schule kam ich natürlich zu spät, weil meine Eltern es verpennt haben. Und da stand ich nun, neben meiner neuen Lehrerin die mich gerade der Klasse vorstellte. Ich schaute in die Runde und sah ein paar Freundliche Gesichter und das bestätigte sich auch als eine Horde von Mädchen sich um mich stellten. ,,Willst du meine Freundin sein?“, hörte ich als erstes von einer Marie. Ich war überrumpelt  und sagte:,,Ja klar, gerne“, dabei musste ich lächeln. So freundlich empfangen wurde ich ja noch nie. Alle Drittklässler Mädchen waren bei mir gewesen bis auf ein Mädchen. Hinten links sahs ein Mädchen was nicht gerade freundlich aussah, um ehrlich zu sein, hat sie mir damals richtig angst gemacht. Wenn Blicke töten könnten, wäre ich schon längst tot. ,,Wer ist das Mädchen da hinten?“, fragte ich Marie. ,,Das ist Lea, sie ist seit einem Monat hier“, antwortete sie freundlich. Und natürlich musste ich mit ihr an einem Tisch sitzen. Wir waren ein vierer Gruppentisch, neben mir sahs mein Patenkind und gegenüber von mir Lea mit ihrem Patenkind. Ich wusste nicht wieso, aber sie mochte mich nicht. Obwohl ich mit ihr zu diesem Zeitpunkt kein Wort gewechselt habe, hasste sie mich. Und ich musste gegenüber von ihr sitzen, war ja klar. Dafür hatte ich aber die anderen Mädchen die mir die ganze Schule zeigten und den ganzen Pausenhof. Auch mit meinem Patenkind verstand ich mich gut. Ich war in einer Klasse, wo Erstklässler mit Drittklässlern zusammen Unterricht hatten. Jeder Drittklässler hatte ein Erstklässler um den er sich kümmern musste. Für mich war das alles sehr neu. Als ich in Bochum wohnte, gab es nur Leute in meinem Alter und jetzt musste ich auf ein Kind aufpassen. An meinem ersten Schultag musste ich nach Hause laufen. Ich konzentrierte mich auf den Weg den ich mit meinem Vater schon gelaufen bin, damit ich eine Orientierung hatte. ,,Hey du!“, hörte ich plötzlich eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und erkannte ein blondes Mädchen dass auf mich zu rannte. ,,Du bist doch das neue Mädchen oder?“, fragte sie und blieb vor mir stehen. ,,Ja das bin ich, warum denn?“, fragte ich sie. Ich habe sie noch nie gesehen.  ,,Mein Bruder hat mir davon erzählt, er geht mit dir in die selbe Klasse“, antworte sie und wir liefen zusammen weiter. Dieses Mädchen war Nele und sie ging in meine Parallelklasse. Ich freundete mich mit ihr an und wenig später wurde auch Lea netter zu mir. Da wusste ich noch nicht, dass Nele mit Lea auch befreundet war. Luana (eine jetzige Freundin von mir) war auch in meiner Klasse und zu viert wurden wir Freunde. Lea und ich wurden sogar beste Freunde. Wir haben uns fast jeden Tag getroffen und waren draußen spielen. Sie wohnte nicht weit von mir entfernt. Wir liefen auch immer zusammen zur Schule und nahmen manchmal Nele auf dem Weg mit. Natürlich liefen wir auf zusammen zurück. Immer wenn ich bei ihr war, haben wir Playmobil gespielt, sie hatte jede menge davon! Einzelkinder halt.  Sie hatte auch ein Hund, Daisy hieß sie. Ich weiß noch wo Lea mal so lange brauchte und ich sie immer gekrault habe. Oder wo ich früher so dünn war und Lea so viele Kalorien Sachen in einen Mixer getan hat und ich es dann trinken sollte. Man war das ekelig!  Oder wo wir lust auf Kekse hatten und wir irgendwas zusammen geschmissen haben und es dann auf der Einfahrt braten wollten, weil es ziemlich heiß war! Man waren wir dumm. Die Oma war total sauer und wir mussten alles wieder sauber machen. Oder wo ich bei ihr übernachtet habe und wir bis ein Uhr morgens Sims gezockt haben auf der PS2. Das war in der Grundschulzeit. Bevor wir in die fünfte Klasse gingen, zog sie in ein anderes Haus, was in der Nähe der neuen Schule war. Ich half ihr beim Umzug. In den Ferien bin ich um sieben Uhr morgens aufgestanden um ihr zu helfen. Wir richteten ihr Zimmer ein was früher auf dem Dachboden war. Und wir machten uns ein Klubhaus. Es war eher ein altes Kaninchen Gehege  von ihren vorherigen Besitzern aber wir gestalteten es ganz neu. Damals konnten wir gerade noch stehen aber je älter wir wurden, umso kleiner wurde es uns. In ihrem Garten haben wir oft Federball gespielt, das er manchmal auch über dem Zaun flog.  Ich weiß noch wie wir früher unser Training sausen gelassen haben um ein Plakat für die Schule zu machen, wo wir mehr rum alberten als zu abreiten. Ja Nele, Lea und ich gingen früher zu Leichtathletik aber der Trainer hasste uns, warum auch immer. Ich ging da irgendwann raus und später auch die andren beiden. Ich weiß noch wo Lea in Sven verliebt war und ich ihr immer dabei zur Seite  stand.  In der Schule blieben wir unter uns (Nele und Luana gingen nicht auf unsere Schule) . Doch eines Tages wanden sich alle meine Freunde gegen mich, auch Lea aber nur zu recht. Ich habe unbewusst Menschen weh getan und sie mit meinem Egoismus angelogen. Ich habe sie alle verloren, das dachte ich zuerst.  Ich habe meinen Fehler eingesehen und Nele und Luana verziehen mir. Selbst Wiebke, verzieh mir.  Alle taten das und ich dachte Lea würde mir auch eine Chance geben. Aber ich habe mich getäuscht. Lea benutzte mich nur in der Schule und war nur nett zu mir weil sie sonst niemanden hatte als Freundin. Als ich dachte, das wir wieder Freunde sind und ich mich wieder mit ihr treffen wollte, sagte sie:,,Wir sind keine Freunde, wir sind nur Klassenkameraden und das wird auch so bleiben!“ Und ab da an verstand ich ihr falsches Spiel. Ich hatte keine Lust mich ausnutzen zu lassen, brach den Kontakt in der Schule ab und suchte mir neue  Freunde die mich so mochten wie ich war und denen ich nichts beweisen musste. Lea suchte sich natürlich auch neue Freunde weil ich sie verlassen habe, Privat und Schulisch. Sie Freundete sich mit Marie an, die ging mit uns mal in die Grundschule und war in der Parallelklasse gewesen und bis heute ist sie in unserer Klasse. Obwohl Lea früher über sie gelästert hatte, hatte sie keine andere Wahl und sie wurde zu der größten Bitch die ich je kannte. Ich vermisse die Lea die sie damals war. Aber das sind alte Geschichten.  Ich war froh, dass sie sich nicht mehr in mein Leben einmischte aber seit einer Weiler ist sie mir ein Dorn im Auge. Sie bildet sich ein mit Max befreundet zu sein und das halte ich für unmöglich. Früher wo ich mit Max kaum  kannte, war er in sie verliebt und sie hat einfach so den Kontakt abgebrochen. Jetzt wo ich mit Max zusammen bin, tut sie ein auf dicke mit ihm, das ist einfach nur erbärmlich! Ich hasse dieses Mädchen einfach nur noch! Das ist nicht das Mädchen, was früher meine Freundin war!