Freundschaft

Die Familie kann man sich nicht aussuchen, die Freunde aber schon. Und dann werden die richtigen Freunde, auch ein Teil deiner Familie. Jeder meiner Freunde hat gute und schlechte Eigenschaften. Meine beste Freundin zum Beispiel. Sie hört mir immer zu und wir haben uns wirklich noch nie gestritten. Aber verdammt, sie ist der unpünktlichste Mensch den ich kenne. Ich habe mich schon so oft darüber aufgeregt und bin damals nur wegen ihr immer zu spät in den WP1 Kurs gestürmt, weil ich sie vor der Schule immer abgeholt habe und sie ewig brauchte. Ich höre die Stimmen meiner Klassenkameraden immer noch, wie sie damals alle  zusammen immer „Zu späääääät“ gerufen haben und ich mich hinsetzte und mir dachte „Nur wegen dir Lea“.  Aber ich wollte nie ohne sie fahren. Mein bester Freund ist irre lustig. Man kann ihm alles anvertrauen und er verurteilt mich nie. Aber das er fast bei jedem Weib denkt, dass er verliebt ist , geht mir ganz schön auf die nerven. Wie oft habe ich ihn die Meinung gegeigt um ihn zu beschützen, dass er sich nicht in irgendwas verrennt. Und dann hinterfragt er alles, was man sagt. Aber verdammt, ich würde für die beiden sterben. Nicht nur für die beiden. Für alle  meine Freunde. Sie sind nämlich meine Familie geworden. Und es ist schwer, ehrliche Freunde zu finden. Wo ein „wie geht es dir?“ nicht nur eine begrüßungs Form ist, sonder weil man wirklich wissen will, wie es einem geht. Natürlich erzähle ich nicht allen meinen Freunden meine Geheimnisse. Ihm habe ich auch nicht alles erzählt, aber er weiß viel von mir. Und er hat mir auch vieles anvertraut.  Für ihn würde ich auch sterben. Aber es gibt gerade einen Freund, um den ich mir am meisten sorgen mache. Ja, Max. Er hat mir vor zwei Tagen erzählt, dass sein Vater Krebs hat. Ich war so sauer, dass ist alles so unfair. Er hat doch seine Mutter vor zwei Jahren an Krebs verloren und jetzt auch noch sein Vater? Er wäre ein weisen Kind. Das hat er nicht verdient. Und warum haben die alle Krebs? Wegen dem RAUCHEN. Ich will das meinen Kinder nicht antun müssen, zu sterben, wo sie mich doch am meisten brauchen, nur weil ich Lungenkrebs habe. Ich wäre sofort zu Max gerannt aber leider wohnt er nicht neben an. Ich will nicht wissen, was mit ihm passiert, wenn auch noch sein Vater Tod ist. Er war damals so ein glücklicher Junge und er ist gerade dabei, alles zu verlieren. Ich werde da sein Max. Ich werde deine Hand halten, wenn es so weit gekommen ist. „Freunde für immer“ sagten wir uns mit 14.