Archiv für den Monat: November 2017

Neuer Anfang, neues Glück

Das wir schon November haben, kann ich mir gar nicht vorstellen oder besser gesagt realisieren. Vor einem Jahr war meine Abschlussfahrt nach Berlin mit meiner ganzen Idioten Klasse. Die Busfahrt war wirklich das beste an dieser scheiß fahrt. Ich war verdammt nochmal 15 und trotzdem mega aufgeregt. Ich hatte vor einem Jahr angst, dass die Zeit mit meiner Klasse bald vorbei sein wird. Das jeder seinen eigenen Weg gehen würde und man noch kaum Zeit füreinander hat. Im Mai kamen dann die ersten Prüfungen und ich dachte, mein Leben sei vorbei. Alle waren im Stress und wollten ihren Abschluss nicht verhauen. Ich hab noch die Lehrer vor Augen, wie sie uns jede Menge Druck machten genau wie meine Mutter. Und Glücklich beendete ich die 10 Klasse mit einem Durchschnitt von 2,5. Seit dem hat sich viel verändert. Kennt ihr noch dieses süße Paar aus der 9. Klasse? Die zuerst beste Freunde waren und dann durch viele Komplikationen doch noch zusammen kamen und das ganze 2 Jahre? Man nannte uns „das Klassenpaar“. Nun, dieses Paar gibt es nicht mehr. Natürlich bin ich traurig, Max und ich haben so viel erlebt und so viel zusammen überstanden. Ich habe die Bilder aus meinem Zimmer abgehangen, alles hat mich an ihn erinnert. Aber es fing ja schon im Mai an, als ich die ganze Wahrheit erfahren habe. Da wollte ich schon schluss machen. Aber ich hab es nicht übers Herz gebracht, er war doch meine große Liebe. Also blieb ich mit ihm zusammen in der Hoffnung, er wird wieder der, der er einmal war. Ein Junge, der immer ein Lächeln auf den Lippen hatte und mich immer zum lachen gebracht hat. Der meine Albträume verjagt hat und mich beschützt hat, wie ein Vater seine Tochter. Der mich geliebt hat und es mir gezeigt hat. Aber, das war er nicht mehr. Seit dem Tod seiner Mutter habe ich alles getan, um ihn glücklich zu machen. Er kiffte, rauchte heimlich aber ich bekam alles herraus. Als ich die Zigaretten Schachtel in seiner Jackentasche gefunden habe, bin ich ausgerastet. Seine Mutter war da noch am Leben aber dem Tode nah. Ich hab ihn angeschrien und gefragt, wie dumm er sein kann. Dass seine Mutter Lungenkrebs hat und er anfängt zu rauchen. Ich hab ihn geschubst so wütend war ich. Aber dann merkte ich auch, wie hart ich zu ihm war. Immer wenn ich da war, habe ich alles getan, damit er glücklich war. Aber was war mit ihm, wenn ich mal nicht da war? Wenn ich so darüber nachdenke, hätte ich auch anders reagieren können. Aber ich wollte mir halt nicht ansehen, wie er zu Grunde ging. Musste ich aber. Er wurde kälter, abweisender. In der Schule hat er kaum was gemacht und dann war ich wie seine Mutter und habe ihm alles erklärt, ihm die Hausaufgaben gebracht, teils sogar die Lösungen geschickt, weil ich halt wollte, dass er irgendwas hatte. Für Arbeiten musste ich ihn zwingen zu lernen und hab ihm alles geschickt was er lernen sollte. Eine Zeit lang, hat er sogar oft verpennt und den Bus verpasst. Seit dem hab ich ihn immer so oft angerufen, bis er wach wurde und sich für die Schule fertig machte. Krass oder? Wenn ich mir so alles durchlese, war das ziemlich viel Anstrengung gewesen. Das spürte ich dann aber auch, wenn ich selber lernen musste. Das war einfach nur noch schrecklich anstrengend gewesen. Aber ich wollte ihn halt nicht im Stich lassen, weil ich ihn über alles liebte. Ich war treu, habe alles gemacht was er gesagt hat und habe ihm so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie sonst keinem Jungen. Und trotzdem war er auf Nico eifersüchtig. Dumm oder? Bei den meisten Jungs war ich eiskalt und hab auch mit vielen kontakt abgebrochen für ihn. Und trotzdem geht er sich mit anderen Mädchen vergnügen, während ich Zuhause war und ein Buch las. Ich weiß, ich höre mich total langweilig an. Und weil ich ja jetzt auf einer neuen Schule bin und in meinem Praktikum, kann ich das verkraften. Das arbeiten ist anstrengen aber so muss ich weniger an Max denken. Und überhaupt, hab ich jemand neuen kennengelernt. Er ist eigentlich das Gegenteil von meiner Vorstellung aber da ist etwas an ihm, was ich mag. Meine neuen Freunde machen sich schon darüber lustig, weil wenn ich von ihm rede die ganze Zeit wie eine bekloppte lächel. Verliebt? Das kann sein, sowas ist lange her bei mir gewesen also weiß ich nicht, was das ist. Ich weiß nur, dass er mich irgendwie glücklich macht und mein Herz komplett ausrastet, wenn ich ihn sehe. Verdammt, ich bin verliebt.