Dem Ende nah

Ich gehe gleich arbeiten, eher gesagt mit meiner großen Schwester ein wenig Kellnern. So macht man das mit 16 Jahren. Und obwohl ich meinen Abschluss in weniger als drei Wochen schon habe, bin ich im dauerstress. Ich muss mich um viele Dinge kümmern für mein Fachabi und mein diesejähriges Praktikum im Krankenhaus. Die letzten Wochen bestanden darin, alles von meiner Liste ab zu arbeiten, die ich von der Schule und Krankenhaus bekommen habe, die ich erledigen muss, bevor ich dort bin. Das hieß also: Verträge ausfüllen, 40 Blätter durchlesen die wichtig sind fürs Krankenhaus, alles hundert mal zu unterschreiben, Arzt Termine machen für die vor Untersuchungen die man braucht, um im Krankenhaus arbeiten zu dürfen, zum Bürgerbüro rennen um mir Führungszeugnisse machen zu lassen und Bescheinigungen ab zu holen, die ich dann auch noch vom Arzt unterschreiben lassen muss und für Bus Bescheinigung, zusätzliche Impfungen und der ganze Kram. Das stresst einen total. Vor allem , wenn man alles alleine machen muss. Ja gut, ein paar mal hab ich meine große Schwester gefragt aber am Ende blieb ja alles an mir hängen. Zusätzlich noch die Schule, die ich ja auch nicht ganz vergessen darf, 3 Wochen hin oder her. In der zeit wo ich das alles machen musste, waren meine Abschluss Prüfungen. Also noch dafür lernen, Hausaufgaben machen und der ganze Schulkram halt. Stress pur. Noch waren die letzten Monate mit meinem Freund die Hölle aber auch davon hab ich mich nicht klein bekommen. Ich musste ja irgendwie weiter machen. Jungs Probleme sind daher mein geringstes Problem aber genau die, nehmen mir die meiste Kraft. Ich brauch auch noch ein Kleid für mein Abschluss. Eigentlich wollte ich es mir schon vor 3 Wochen besorgen aber nach dem 8 Geschäft hatte ich keine Lust mehr und mir fehlte auch die Kraft dazu. Also bestelle ich mein Kleid jetzt einfach aus dem Internet.

Meine Zeit in der 10. Klasse ist fast vorbei und bald verlasse ich die Schule. Ich kann mich noch an den Tag erinnern, wo ich dass erste mal meine ganze Klasse gesehen habe. Ich kannte die hälfte nicht also war ich total nervös, was auch mich zu kommen wird. Und dann sah ich den Haufen vor meiner Nase. Als ich dann alle vorstellten hab ich mich echt gefragt, was bei den schief gelaufen ist. Dass das jetzt unmöglich meine Klasse sein kann. War es aber. Die ganzen 6 Jahre. Und es war doch eine angenehme Zeit. Und bald kommt eine neue Zeit auf mich zu.