Dem Ende nah

Ich gehe gleich arbeiten, eher gesagt mit meiner großen Schwester ein wenig Kellnern. So macht man das mit 16 Jahren. Und obwohl ich meinen Abschluss in weniger als drei Wochen schon habe, bin ich im dauerstress. Ich muss mich um viele Dinge kümmern für mein Fachabi und mein diesejähriges Praktikum im Krankenhaus. Die letzten Wochen bestanden darin, alles von meiner Liste ab zu arbeiten, die ich von der Schule und Krankenhaus bekommen habe, die ich erledigen muss, bevor ich dort bin. Das hieß also: Verträge ausfüllen, 40 Blätter durchlesen die wichtig sind fürs Krankenhaus, alles hundert mal zu unterschreiben, Arzt Termine machen für die vor Untersuchungen die man braucht, um im Krankenhaus arbeiten zu dürfen, zum Bürgerbüro rennen um mir Führungszeugnisse machen zu lassen und Bescheinigungen ab zu holen, die ich dann auch noch vom Arzt unterschreiben lassen muss und für Bus Bescheinigung, zusätzliche Impfungen und der ganze Kram. Das stresst einen total. Vor allem , wenn man alles alleine machen muss. Ja gut, ein paar mal hab ich meine große Schwester gefragt aber am Ende blieb ja alles an mir hängen. Zusätzlich noch die Schule, die ich ja auch nicht ganz vergessen darf, 3 Wochen hin oder her. In der zeit wo ich das alles machen musste, waren meine Abschluss Prüfungen. Also noch dafür lernen, Hausaufgaben machen und der ganze Schulkram halt. Stress pur. Noch waren die letzten Monate mit meinem Freund die Hölle aber auch davon hab ich mich nicht klein bekommen. Ich musste ja irgendwie weiter machen. Jungs Probleme sind daher mein geringstes Problem aber genau die, nehmen mir die meiste Kraft. Ich brauch auch noch ein Kleid für mein Abschluss. Eigentlich wollte ich es mir schon vor 3 Wochen besorgen aber nach dem 8 Geschäft hatte ich keine Lust mehr und mir fehlte auch die Kraft dazu. Also bestelle ich mein Kleid jetzt einfach aus dem Internet.

Meine Zeit in der 10. Klasse ist fast vorbei und bald verlasse ich die Schule. Ich kann mich noch an den Tag erinnern, wo ich dass erste mal meine ganze Klasse gesehen habe. Ich kannte die hälfte nicht also war ich total nervös, was auch mich zu kommen wird. Und dann sah ich den Haufen vor meiner Nase. Als ich dann alle vorstellten hab ich mich echt gefragt, was bei den schief gelaufen ist. Dass das jetzt unmöglich meine Klasse sein kann. War es aber. Die ganzen 6 Jahre. Und es war doch eine angenehme Zeit. Und bald kommt eine neue Zeit auf mich zu.

16

Morgen bin ich 16 Jahre. Manchmal vergesse ich, wie schnell die Zeit vergeht. Ich erinnere mich als ich 6 war und ich Emely das erste mal auf dem Arm hatte. Das ist schon 10 Jahre her. Von diesem Tag an, als ich sie zum ersten mal sah, wollte ich, dass sie zu mir aufsieht. Als sie das erste mal krabbelte, krabbelte ich neben ihr her, damit sie sich nicht irgendwo stößt. Wenn ich von der Schule kam in Bochum und ich damals noch diese kleine Wohnung hatte, musste ich aufpassen die Tür nicht so weit auf zu machen, weil sie einfach immer im Weg war. Ihr strahlen als sie mich sah was goldig. Mit ihren ersten zwei Zähnchen nannte sie mich „Dada“. Ich erinnere mich noch daran, dass sie immer versuchte, mir alles nach zu machen, was sie sogar bis heute tut. Als sie das erste mal aufgestanden ist hab ich angefangen zu klatschen und sie machte es mir nach und grinste mich an. Ich habe alles von ihr gesehen, ihre ersten Schritte, ihre ersten Worte, ihre  Verletzungen und Dinge, die ich ihr beigebracht habe. Als sie fünf war, wollte sie genau so gut Inliner fahren wie ich also übte ich mit ihr. Welch eine Ironie, das mir meine große Schwester es ebenso beigebracht hatte, da war ich auch fünf Jahre. Ich weiß noch wie ich fünf wurde in meinem Kindergarten. Ich höre immer noch die Stimme von der Erzieherin die mir gesagt hat „Du bist schon fünf, eine ganze Hand voll“ und ich hab mich in dem Moment total besonders gefühlt. Trotz der vielen Dinge die mir passiert sind habe ich genug schöne Erinnerungen, die die schlimmen verblassen lassen. Ich meine, meine kleine Schwester groß werden zu sehen ist glaube ich fast so, als ob man sein eigenes Kind groß werden sieht. Es ist zwar nicht das selbe aber ähnlich. Wenn sie schmerzen hat, tut es mir ebenso weh. Ich werde nie ihr schreien aus meinem Kopf bekommen, als der Krankenwagen vor unserer Tür stand und ihr Bein verbrannt wurde. Als wir dann alle im Krankenhaus waren und sie gerade nach einer Behandlung wach wurde waren ihre ersten Worte „Wo ist Sandra“. Als ich dann bei ihr war und mich zu ihr ans Bett hin kniete, konnte ich meine Tränen nicht mehr halten.  Und das einzige was sie sagte war „Wieso weinst du?“.  Dabei musste ich lächeln, ich habe ganz vergessen, das sie gar nicht weiß, wie sehr ich sie eigentlich liebe. Aber ich würde genau wie eine Mutter, alles für sie tun. Ich liebe dieses Kind, ich liebe meine kleine Schwester. Und ich weiß wie sehr sie mich liebt, weil ich auch weiß wie es ist eine kleine Schwester zu sein. Ich bin beides. Und ich bin froh darüber an meinem 16 Geburtstag mit diesen beiden Menschen in den Zoo zu gehen, ein Schwestern Tag.

Karneval

Heute ist Rosenmontag und morgen ist der große Karnevals Umzug in meiner Stadt. Seid Donnerstag geht es für die meisten nur so: Saufen und Feiern. Und das zu 80% meiner Jugend. Ich gehöre zu den anderen 20% die so etwas nicht als Sauf Chance sehen oder sowas. Es ist für mich wie jede anderen Tage, normale Tage. Das gute an diesem Unnötigen Karneval ist, das ich bis Mittwoch frei habe und Donnerstag erst die Schule wieder anfängt. Aber weil morgen der letzte Tag von Karneval ist, hab ich beschlossen, mit meiner Frendin Luana doch zum Umzug zu gehen, weil wir sonst nichts anderes zu tun haben. Mein Freund findet selbst das unnötig.  Deshalb verbringen wir Karneval auch nicht zusammen, Unterschiedliche Meinungen. Naja so unterschiedlich ist sie jetzt nicht aber er würde nie mit mir zu diesem Umzug gehen und das war mir von Anfang an klar. Und Luana und ich haben uns früher mit 12 Jahren mega auf  diesen Umzug gefreut also dachte ich mir, wir beide könnten da wieder hin gehen. Vielleich wird er ja nicht so schlimm sein. Meine große Schwester ist leider in dieser Hinsicht kein gutes Vorbild, denn sie ist auch seid Donnerstag nur am Feiern und sonst was. Da bin ich froh, dass ich dann doch nicht so bin wie sie. Meine kleine Schwester sieht mich als Vorbild, also ich bin ein gutes Vorbild. Meine große Schwester hat schon mit 14 angefangen zu trinken. Ich war da neun und sie hat mich mit noch son Typen von Lea abgeholt (Schlampen Lea) an Halloween. Ja, die beiden waren besoffen und wollten mir weis machen, sie hätten zu viel Cola getrunken. Ich war zwar neun, aber nicht dumm. Als meine Schwester mich dann gerade zur Tür gebracht hatte, wollte sie schnell gehen aber da kam mein Dad mit dem Streifenwagen (er war gerade im Dienst) und vorderte meine Schwester auf, zu pusten. Und dann bekam sie Hauserrest und durfte bei niemanden mehr schlafen, bis sie 16 war. Am selben Abend hab ich mich fertig gemacht fürs Bett und hörte aus ihrem Zimmer komische Geräusche. Besorgt machte ich ihre Tür auf und das Licht an und sah sie im Bett sitzen und kotzen. So viel zu meinem Vorbild. Und weil ich da neun war und sie echt schlimm aus sah, rannte ich sofort zu meiner Mutter und sagte ihr das. Naja verstecken hätte man es nicht können, ihr ganzes Zimmer roch nach Wein. Und da wurde aus diesem Verantwortungsbewussten Mädchen, eine Säuferin. Ich frage mich wieso sie das macht. Vielleicht will sie ja etwas nach holen, was sie damals nicht machen konnte. Auch wenn meine Kindheit traurig war, war sie immer der Grund gewesen, warum ich lachte. Jetzt gerade merke ich erst, das sie es eben so nicht leicht hatte. Ihr Vater hat sich eben so nicht um sie gekümmert und sie musste mich mit neun Jahren in den Kindergarten bringen, abholen, essen machen, mich unterhalten und was weiß ich alles noch. Sie hat alles getan und aufgeopfert um bei mir zu sein und auf mich auf zu passen. Sie war auch die meiste Zeit mit mir Zuhause und wenn sie sich treffen durfte, dann musste ich mit, weil ich nicht alleine Zuause bleiben durfte. Man war ich ihr ein Klotz am Bein. Und wenn sie Karneval feiern will, dann soll sie es tun. Ich werde sie diesmal nicht daran hindern.

Zu 50%

Manchmal denke ich, ich gehöre irgendwie nicht dazu. Lea und Svenii zum Beispiel. Sie passen so perfekt zusammen und haben mehr  Gemeinsamkeiten als ich wie zum Beispiel Serien gucken. Was man von außen bei den beiden nicht erkennt, die beide stehn auf Action Filme oder so. Und ich? Ich bekomme schon angst, wenn jemand in einem Film zusammengeschlagen wird. Und dann werden meine Albträume immer heftiger. Mit jedem film, wo Gewahlt, schießereien oder sonst was passiert, wird es schlimmer. Ich weiß nicht warum sich mein schei ß Kopf diese kranken Sachen ausmalt die ich Träume. Also vermeide ich alles. Wie klein ist man bitte im Kopf, wenn man fast mit 16 immer noch vor sowas angst haben muss? Ziemlich klein. Und Lea und Svenii sind auch viel schlauer als ich. Sie arbeiten auch besser zusammen, mich würde es nicht wudern, wenn die eines Tages beste Freunde werden. Ich fühle mich, wie das komplette Gegenteil. Oder meine Schwestern. Meine große Schwester ist wild, cool und war zu meinem Alter damals auf Hauspartys und ich sitze auf meinem Bett und lese ein Buch. Was ein Gegenteil oder? Oder wnen sie mich manchmal abholt , dreht sie die Musik so weit auf, bis mein Kopf nur noch dröhnt und ich schlechte Laune bekomme. Die Krönung: sie singt dabei genau so laut mit. Und wenn ich nicht mit singe (also immer) und ich stumpf aus dem Fenster starre fragt sie mich „gehts dir nicht gut?“. Deine Musik geht mir auf die nerven würde ich am liebsten sagen aber dann kommt meistens nur raus „ich bin müde“. Eigentlich ist ihre Musik gar nicht mal so schlecht. Sie hört wirklich alles! Aber dann wenn ich da bin im Auto, hört sie nur Schlager. Deswegen auch die Kopfschemerzen, ich HASSE Schlager. Oder wenn man mit meiner Mutter disskutiert. Ich vermeide es immer. In der Schule kennt man mich nicht so, ich habe mein Mund immer auf. Zuhause, bin ich die stillste. Und wenn sie mich anschreit, dann schrei ich nicht zurück oder sag irgendwas. Es prallt an mich ab, weil ich es so immer gemacht habe. Manchmal fange ich auch einfach an zu heulen und renne in meinen Zimmer oder ich gehe in meinen Zimmer und weine leise da. Meine beiden Schwestern (selbst meine 9 Jährige) sind nicht so. Sie haben so eine große Fresse wo ich mir nur denke Woher haben die so viel Mut? Ich habe keine angst vor meiner Mutter oder so aber was ich vermeiden will, ist stress und zwar mit meiner Mutter. Wenn meine große Schwester Unterstützung  such und sagt „Dunia, sag doch auch mal was!“ gucke ich sie an und denke mir so halt mich da raus. Woher habe ich das? Ist es von meinem Dad?  Meine beiden Schwestern, haben grüne Augen. Ich habe überhaupt keine Ähnlichkeit mit den. Mit meinen schwarzen Augen sehe ich daneben total behindert aus. Danke Papa, danke für die kack braunen Augen die ich wegen dir habe. Zu 50% weiß ich wer ich bin und zu 50% bin ich verwandt mit meinen Schwestern. 50% sind keine 100%, da fehlt die hälfte. Ich fühle mich nicht ganz und weiß nicht wer ich zur Hälte bin. Wieso ich so unterschiedlich als meine Schwestern bin. Wer kann bitte verstehen, wie man sich fühlt, wenn der andere Teil von dir, auf der anderen Seite der Welt ist?

Nach all der Zeit

Ich denke gerade über vieles nach aber insbesondere über meinen Freund. Ich finde unsere Zeit sehr erstaunlich. Wir sind schon so lange zusammen und unsere Verbindung wird mit jedem Tag stärker. Er weiß einfach alles über mich. Wir mögen die selben Sachen, wir sind perfekt. Max liebt mich einfach mehr, als irgendjemand sonst und das sehe ich jeden Tag. Er bringt mich zum strahlen, wenn ich schelcht drauf bin und weiß immer, wenn was nicht mit mir stimmt. Ich kann mit Max keine normale Freundschaft mehr vorstellen, nicht nach allem, was passiert ist. Nicht, nacht dem ich mein erstes mal mit ihm hatte. Und ich bereue es auch nicht. Im gegenteil, es sollte so sein, Max war von Anfang an für mich bestimmt.  Die vielen Sachen die wir schon zusammen erlebt haben, sind der Beweis. Ich liebe ihn.

Neujahr!

Und so schnell ist man wieder in einem neuen Jahr, im Jahr 2017!  Abgesehen davon, hat meine kleine Schwester heute Geburtstag und wird neun Jahre alt. Also, jetzt ist sie schon neun.  Und sie hat mich auch heute um halb acht geweckt! Ich wäre nicht bis zwei Uhr morgens wach gewesen hätte ich gewusste, dass sie mich so früh weckt. Zwar bin ich nicht so ein langschläfer wie Max, der mal eben so bis zwei Uhr Mittags schlafen könnte aber ich brauche mein Schlaf mindestens bis zehn Uhr morgens , sonst werde ich die ersten vier Stunden unerträglich.  Und seid halb acht bin ich wach und freue mich schon, in meinem Bett zu liegen. Ich hätte echt nicht so viel lesen sollen aber ich wurde einfach nicht müde! Es war halb eins und ich lag hellwach im Bett und durch meine Nase konnte ich schlecht atmen. Da dachte ich mir Lese ich doch etwas um müde zu werden aber daraus wurde nichts. Im Gegenteil, so war ich noch viel wacher. Ich habe mich so in dieses Buch vertieft, das es plötzlich zehn vor zwei war. So viel zum Thema müde werden.
Der Tag war aber ganz gut und Emely hat sich riesig über ihre Geschenke gefreut.

Irgendwie hab ich ein seltsames gutes Gefühl im Bauch, dass alles anders sein wird dieses Jahr. Ich bin richtig voller freude und bin gerade richtig happy, weil ich bald mein Vorstellungsgespräch habe für mein Jahrespraktikum. Den Abschluss werde ich schaffen, ich muss einfach und bis jetzt sind meine Noten ja nicht so schlecht. Und mit Max wird auch alles einfacher, ganz bestimmt. Mir ist es egal, ob er jetzt nur ein Hauptschulabschluss hat. Wichtig ist nur, dass er mich liebt und wir zusammen halten. Ich werde ihm helfen und niemals im Stich lassen, so wie er mir helfen wird, nicht die Nerven zu verlieren. Und dieses Jahr machen wir sogar zusammen Urlaub! Das heißt: Unser zwei Jähriges verbringen wir schön in Spanien am Strand, besser kann es nun wirklich nicht mehr werden! Noch fünf Monate Schule und ich bin halb fertig! Ich werde dieses Jahr 16!! Und viele wichtige Menschen in meinem Leben auch! Meine Firmung ist nächste Woche und natürlich ist meine beste Freundin Lea da und mein Freund. Wer hätte gedacht, dass die beiden Rothaarigen aus meiner Klasse, die wichtigsten Menschen in meinem Leben werden. Und langsam habe ich keine Zweifel mehr. Ich zweifel nicht mehr an mir selbst und versuche nicht so krankhaft eifersüchtig zu sein, wenn es um die Liebe meine Lebens geht. Ich wollte lockerer werden und nicht über alles nachgrübeln. Und ich Plane meine nächsten Jahre ganz genau durch, damit mich nichts aus der Bahn werfen kann. Ich muss mich nur an den Plan halten. Dann wird alles gut für mich ausgehen. Denn langsam muss ich mal an mich denken. Auch wenn es mir schwer fallen wird, meine Freunde zu verlassen hoffe ich doch immer noch, das wir uns immer noch so gut verstehen wie jetzt. Das einzige, wo ich kotzen könnte: Schlampen Lea. Sie folgt mir auf diese Schule aber sie wird bestimmt nicht ins Krankenhaus gehen, ich hoffe einfach mal. Denn das habe ich wieder: Hoffnung.

Weihnachten

Heute ist Weihnachten und mein Stiefvater ist vor drei Stunden zur Arbeit gefahren.  Davor war es aber gut, sehr gut. Manchmal vergesse ich, was für eine Familie ich eigentlich habe. Sie ist zwar nicht perfekt aber ich habe eine. Meine Mutter war ganz traurig als mein Dad zur Nachtschicht gefahren ist.  So ist das halt wenn dein Dad Polizist ist, oder besser gesagt Stief Dad. Bei meinem Dad ist es jetzt 18 Uhr abends. Ich weiß nicht wer bei ihm ist oder was er tut aber trotzdem denke ich an ihn. Ich versuche mich an das letzte zu erinnern, was mein Dad zu mir gesagt hatte als ich klein war. Aber mehr als Erinnerungslücken und Bildern die ich sehe, wenn ich zu viel getrunken habe , ist nichts zu finden. Außer der Ausflug nach Dänemark..Ich weiß nicht wie alt ich da war, 2 oder 3. Ich erinnere mich wie ich mit meiner Cousine auf einem Holztisch sahs und wir eine Pfirsich gegessen haben. Ich kann mich auch an dieses kleine Häuschen erinnern wo wir ein paar Tage waren. Der Garten war riesig..Ich habe noch Bilder von diesem Urlaub. Ich habe sie in meinem Zimmer eingeschlossen, ohne das jemand es mitbekommen hatte. Diese Bilder ist das einzige was ich noch von meinem Dad habe. Und es sind ungefähr die letzten Erinnerungen an ihn. Bilder wo er mich auf seinem Arm trug und er mich im Meer nicht fallen ließ. Wo er mich auf der Schaukel anschubste..und mir fällt gerade noch was ein. Er sagte auf Polnisch, ich soll mich festhalten. Schön, wenn ich noch mehr Erinnerungen sammel, gute Erinnerungen. Die schlechten habe ich ein glück nie mitbekommen. Aber noch krasser ist es, wieso meine Mutter diesen Mann Heiratete. Meine Mutter war früher ein reiches Kind, mein Opa hatte viele Geschäfte die gut liefen. So gut, wie es in Polen nun mal laufen kann. Sie war eins von vier Kindern, meine Oma hat sich dann um die Kinder gekümmert während mein Opa von Geschäft zu Geschäft zog. Als meine Mutter aber 19 war, verlor mein Opa sein ganzes Vermögen und lies seine ganze Familie zurück. Ab da fing meine Oma an zu trinken, kein wunder, dass ich sie von Geburt an mit einem Bier in der Hand kenne. Meine Mutter konnte nicht mehr studieren gehen und musste nebenbei noch auf ihre kleineren Geschwister aufpassen. Und dazwischen wurde sie noch schwanger und mit 20 Jahren kam dann meine große Schwester auf die Welt. Die ersten zwei Jahre lebte sie mit meiner Mutter in Polen aber meine Mutter wollte aus den Ruinen ihrer Familie raus. Und so wollte sie nach Deutschland und ein neues Leben Anfangen, mit einem Kind. Doch sie durfte nicht nach Deutschland, weil sie nicht Verheiratet war. Und so kam mein Vater ins Spiel. Er arbeitete für meinen Opa und war oben drauf 10 Jahr älter als meine Mutter.  Was mein Opa meiner Mutter nicht erzählt hatte war, das er schon viel mit der Polizei zu tun hatte. Langsam dämmert es mir wieso ich das einzige gewollte Kind war. Ich war die Eintrittskarte für ein neues Leben denn damit das ernst rüber kommt, musste ein Baby her und das war ich. Ich war das geplante Kind.  Und dann Heiratete sie ihn und kam nach Deutschland. Und als sie 25 Jahre war, kam ich dann auf die Welt, das Kind was am meisten Probleme angeschlemmt hatte. Das krasse ist, ich habe diese Geschichte erst dieses Jahr von meiner Mutter erfahren und gleichzeitig hat sie es auch Max erzählt während ich daneben  sahs und dachte „Das kann doch nicht alles wahr sein“.  Aber meine Mutter hat echt ne menge durch gemacht. Wurde von meinem Dad geschlagen, Vater abgehauen, Mutter Alkoholikerin..Man ist das scheiße und trotzdem hat sie nicht aufgegeben. Aber auch wenn alles so gut ist wie es ist, denke ich trotzdem an meinen Vater. Und ich mache mir Gedanken an das, was mein Opa mir letztes Jahr gesagt hatte. Ja, ich war letztes Jahr in den Herbst Ferien nach acht Jahren wieder in Polen. Und mein Opa baut sich noch ein neues Haus auf und will ein Restaurant auf machen und sich noch ein paar Tiere holen, Enten hat er schon. Er hat sich außerdem noch ein Stück Wald gekauft, keine Ahnung  wie er das macht. Ich sollte mit ihm und Emely was holen gehen und weil Emely noch weniger Ponisch konnte als ich, war ich auf mich allein gestellt. Er sagte zu mir „Ich weiß wir kennen uns nicht so gut aber versprich mir bitte eins, wenn ich einmal nicht mehr da bin..lass nicht zu das ich alles mit ins Grab nehme“ Nach diesen Worten war ich geschockt. Er will, das wir alle von ihm was er sich aufbaut, weiterführen. Und weil meine Mutter das lieblings Kind von ihm ist, sind wir seine lieblings Enkel. Dumm ist es, dass er es mir gesagt hatte aber nach der Geschichte von meiner Mutter, verstehe ich es langsam. Er will nicht noch mal alles verlieren. Meine Familie ist ja total ne Katastrophe..

Frohe Weihnachten..Dad.

Vorsätze

Heute habe ich einen „Chill Tag“ gemacht, was natürlich öfters bei mir vorkommt. Dennoch nehme ich mir heute vor, noch Mathe zu lernen , weil ich nächste Woche eine Arbeit schreiben werde oder besser gesagt zwei. Englisch muss ich deshalb auch noch lernen. Und weil Max und ich uns dieses Wochenende nicht treffen, kann ich mich schön darauf konzentrieren. Okay, Freitag treffe ich mich mit Svenii und Samstag  vielleicht mit Lea aber den Sonntag lerne ich wirklich. Meine Freunde hetzen wie bekloppt weil sie morgen WP1 schreiben, alle außer ich. Und in Momenten wie diesen, bereue ich es nicht das Fach Technik gewählt zu haben. Während alle morgen um die gleiche Zeit ihre Arbeit schreiben, baue ich mein Werkstück weiter. Also wird mein Tag morgen angenehmer, als von manch anderen.

In genau 2 Wochen werde ich im Krankenhaus liegen, weil ich ja Operiert werde. Und in genau 2 Wochen fährt der ganze Jahrgang nach Dortmund zum Weihnachtsmarkt und ich werde das dann von Snapchat oder sonst was mitbekommen. Das einzige was mich im Krankenhaus unterhalten wird ist mein Handy und das Buch was meine Eltern mir noch kaufen wollten, ich hab nur vergessen, welches es nochmal war.  Ich habe einfach nur totale Angst  und angst noch vor Langeweile zu sterben. 4 Tage bin ich da und zwei ganze Tage ohne ein bekanntes Gesicht zu sehen. Ich konnte noch nie gut alleine sein. Zwei Tage vor Weihnachten bin ich dann wieder Zuhause mit so einem Gerät auf meiner Nase. Ich finds schon krass, das dieses Jahr wieder fast vorbei ist. Ein weiteres anstrengendes Jahr wird nun bald hinter mir liegen, ein glück. 2016 war ein ewiges hin und her mit Gefühlen und Verstand, mal wieder. Ob es 2017 anders sein wird? Natürlich nicht. Es wird immer irgendwie so sein, ob man es will oder nicht. Aber 2017 wird mein Jahr, das weiß ich jetzt schon. Ich weiß noch als Svenii sagte „2016 wird mein Jahr“ war es aber nicht. Ich glaube bei niemanden den ich kenne. Ich setze es mir für nächstes Jahr in den Kopf das es mein Jahr wird. Das bedeutet ich muss hart, konsequent und nicht schwach werden! Die 10. Klasse schaffen und werde mit dem selben Idioten zusammen bleiben. Ob es nach der 10. noch halten wird? Ich hab vergessen, was Max nochmal machen will, er ist sich selber noch nicht sicher und langsam wird es eng. Und ich werde mich voll und ganz meinem Fachabitur widmen und 1 Jahr ein Praktikum im Krankenhaus haben. So ist meine Vorstellung. Fragt sich nur, wie es mit mir und Max dann weitergeht. Und schon wieder mache ich mir zu viele Gedanken über meine Zukunft. Wir sind Jung und haben beschlossen, wenn wir uns trennen, noch Freunde zu bleiben. Was sehr vernünftig ist aber leichter gesagt als getan. Man sagt sich sowas immer aber irgendwie muss es ja einen Grund geben, damit man sich trennt. Und dann heißt es, Abstand halten und sich die Augen ausheulen. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Aber durch die Beziehung von Nico hab ich irgendwie versucht, dass alles nicht so kommt wie bei Nico. Zum Beispiel das man sich die Liebe nicht über Whatsapp sagt oder Verschlossen zu sein und Angst haben, ihm auf die nerven zu gehen. Oder wegen jeder Kleinigkeit zu Streiten und sich den ganzen Tag ignoriert, man war das scheiße. Und genau das habe ich versucht bei Max besser zu machen. Und wie es aussieht, hat es ja funktioniert. Ich dachte immer, dass Nico sich selber zu wichtig genommen hat und so mich total vergessen hatte. Aber ich war nicht gerade besser. Ich war genau so egoistisch und wollte nur seine Aufmerksamkeit, so wie er meine wollte. Vielleicht habe ich auch von Nico viel zu viel erwartet. Im Gedanken, das alles perfekt laufen würde, war alles am Ende eine Katastrophe. Was bei Max nicht so ist, naja hoffe ich zumindest. Ich glaube die Beziehung von mir und Nico hat gezeigt, dass ich mich verändern musste und genau das habe ich getan. Max ist der beweis, ich hab alles richtig getan, was ich früher falsch gemacht habe. Wenn ich jetzt meine Gedanken so angucke, war mein Schluss mache total übertrieben gewesen. Wow Sandra, das hast du nach fast 2 Jahren fest gestellt, ich bin stolz auf dich. Genau so wie ich schon mit Max fast drei mal Schluss gemacht hätte, ich reagiere einfach total über. Und genau das nehme ich mir auch fürs nächstes Jahr vor, etwas lockerer zu sein. Ich bin total gespannt, wie das nächste Jahr wird!

Rückblick

Ich bin mal wieder am nachdenken und kann nicht fasse, dass ich mit Max schon über 1 Jahr zusammen bin. Wie konnte ich diese Beziehung so lange halten? Wie konnte er es so lange mit mir aushalten? Das grenzt ja an einem Wunder. Hätte mir jemand vor 2 Jahren erzählt, dass ich mal mit Max zusammen sein werde, hätte ich ihn bestimmt ausgelacht, weil ich es mir in diesem Moment gar nicht vorstellen konnte. Was habe ich eigentlich gemacht vor 2 Jahren? Vor genau 2 Jahren war ich Single. Wow, ich weiß nicht mehr, wie es so ist, Single zu sein. Was hab ich dann den ganzen Tag gemacht? Ich war da 13 Jahre alt und hab selten gelesen. Ohne scheiß, was hab ich gemacht?  Ich schau die ganze Zeit durch mein Zimmer und mir fällt einfach nichts ein. Bestimmt habe ich mich mit Freunden getroffen, damals war ich ziemlich dicke mit Luana. Ich hab für die Schule gelernt und so was halt. Man, mit 13 war ich ja noch langweiliger. Kommen wir auf den Oktober vor 2 Jahren. Ich glaube da fing es an, wo ich so viel mit Nico zu tun hatte. Oder war das schon September? Ach keine Ahnung, so dazwischen. Und ende Oktober kam ich dann mit ihm zusammen. Was spielte Max in der Zeit für eine Rolle? Ich glaube, da waren wir nicht so dicke, das kam später. Ich glaube, November fingen wir an, zusammen zu schreiben, November 2014. Aber das war nichts großes,  wir schrieben hauptsächlich über Mathe Aufgaben und fragten uns gegenseitig nach den Hausaufgaben. Mir fällt auf, das Mathe uns echt näher gerückt hat. Bei mir und Nico war es Chemie, das weiß ich noch. Nico und ich sahsen  damals gegenüber von einander und er half meiner Gruppe bei Experimenten. Oder er wollte einfach in deiner Nähe sein? Ja langsam denke ich echt daran. Ich sahs am Anfang vom Mathe G Kurs neben Michelle die nicht mehr auf unserer Schule ist. Überall waren zweier Tische aufgestellt und Max und Elvis sahsen uns gegenüber. Ironie des Schicksals!  Max sahs schräg gegenüber von mir und drehte sich immer zu uns um und fragte, ob wie diese scheiße verstehen würden. Und natürlich habe ich nichts verstanden. Ich hasse Mathe. Und wenn Max dann doch was verstanden hatte, dann erklärte er es uns. Er war schon damals sehr nett im Gegensatz zu einigen Jungs aus der Klasse. Ich wollte Nico nie damals  um Hilfe bitten wenn es um Mathe ging, keine Ahnung, mir was das peinlich. Nico ist so schlau in Mathe und dann kam ich. Deshalb, habe ich Max immer gefragt. Manchmal verstand er was und manchmal ich.  Wir halfen uns gegenseitig. Der Dezember verflog so schnell und ich unterhielt mich im Unterricht öfters mit Max und kritzelte Tausend mal Nicos Namen auf ein Blatt Papier. Selbst in Mathe habe ich an Nico gedacht in Momenten, wo ich nichts verstand und ich mir vorgestellt habe, wie Nico sich aufregen würde und total überfordert wäre mit mir. An den Gedanken musste ich kichern im Mathe unterricht. Damals konnte ich nur an Nico denken und ich musste lächeln. Aber im Dezember fingen auch die viele Streitereien an, wo wir uns sogar manche Tage ignorierten. Was für eine Zeitverschwendung es war uns zu ignorieren obwohl wir uns liebten. An den Tagen, war ich dann nicht besonders gut drauf. Max hat es gemerkt und hat mich in Mathe immer versucht auf zu muntern. Ja, er war damals ein echt guter Freund. Und ende Januar war es dann vorbei mit mir und Nico. Auch wenn ich schluss gemacht habe, tat es mir trotzdem sehr weh. Damals war ich noch ein richtiges depri Kind und jetzt schäme ich mich dafür. Januar und Februar war ich dann so traurig aber auch total dumm, weil ich immer  noch mit Nico rum gemacht habe, obwohl wir nicht zusammen waren. Er sahs sogar zu diesem Zeitpunkt neben Max. Man habe ich mich unwohl gefühlt wenn ich zu Max ging und Nico mich vorschend ansah. Früher haben sich Nico und Max auch gut verstanden..Früher. Jetzt hassen die beiden sich so sehr, wie ich und diese Bitch. Durch Nico sind aber auch meine Noten abgekackt. In dem Halbjahr hatte ich vier vieren auf dem Zeugnis, meine Mutter war richtig sauer. Keine Ahnung wieso ich die Schule überhaupt vernachlässigt habe, heute darf ich es mir gar nicht mehr erlauben. Mir fällt auch auf, das Nico und ich uns früher eigentlich überhaupt nicht kannten. Was für eine Beziehung. Trotzdem liebten wir uns, irgendwie. Aber auf dieses Rumgemache hatte ich später überhaupt keine Lust mehr. Da war auch Max viel zu viel in meinem Kopf. Ich weiß auch, wie ich das erste mal Max beforzug als Nico. Da war Nico aber baff als ich wegen Max abgesagt habe, da hatte ich so die schnauze voll von Nico. Und Max war anders, er war das was ich brauchte, mein bester Freund und paff, verliebte ich mich in ihn. Nur habe ich versucht es zu verdrängen und wollte es doch auch nicht wahr haben. Da war ich gerade dabei, Nico zu vergessen und schon kommt der nächste.  Deshalb überstürzte ich es nicht so sehr aber ich Idiot musste ihn ja als erstes Küssen und dann er und dann war alles so verwirrend. Meine ganze Situation war verwirrend, in Mai küsste mich noch Nico einfach so in einer Ecke, ganz heimlich und ein Monat später konnte ich an nichts mehr denken als an Max. Und als ich mit Max zusammen war, war Nico ganz anders zu mir. Dann kam diese Hin und Her zeit wo er mich mal mochte, dann hasste, für mich da sein wollte oder mich beleidigt hatte. Man war das anstrengend. Er ist anstrengend. Max war nie so anstrengen, wir haben sofort zueinander gepasst. Wieso vergleiche ich auch Nico und Max. Die beide sind so unterschiedlich und haben mit dennoch geliebt, oder tuen es immer noch. Nico wollte noch dieses Jahr eine zweite Chance von mir, er wollte allen ernstes, dass ich Max verlasse und mit ihm zusammen komme. Was bildet er sich eigentlich ein! Ich bin da richtig ausgerastet aber Max habe ich es nicht erzählt weil es keine Rolle spielt, ich bleibe bei Max und dann kann er sonst wie angekrochen kommen, er hat seine Chance verspielt und mich schlecht behandelt. Ich will Max und nicht ihn, ich will ihn am liebsten nie wieder sehen. Ich bin gerade richtig sauer geworden, es tut mir gut, alles aufzuschreiben, was mich die Monate so zum nachdenken gebracht hat. Und ich habe über diese zweite Chance überhaupt nicht nachgedacht, ich war so wütend und hätte ihm am liebsten eine gescheuert für so eine dreistigkeit. Als ich kaputt war, war es ihm doch auch egal, was mit mir war und Max hat mich geheilt und nicht er und dann wenn ich wieder glücklich bin, taucht er einfach so wieder auf und will mich zurück? Niemals! Soll er doch alleine beleiben, ich bin so sauer gerade. Wir haben uns auch meistens in der letzten Zeit darum gestritten. Er soll nie wieder sowas ansprechen und mich einfach in Ruhe lassen! Ich will mit Max glücklich sein und nicht mit ihm..ich hasse ihn!

10. Klasse!

Wo soll ich nur Anfangen? Die letzten Monate waren eine kleine Folter. Stress hier, Stress da. Mit meinem Freund lief es ne Zeit lang nicht gut oder eher gesagt einige Wochen. Mal war alles gut und mal nicht. Er ist sehr stark eifersüchtig auf Nico, ja meinem Ex Freund. Wieso musste ich mir auch Jungs aus meiner Klasse aussuchen, mit denen ich zusammen bin. Oder wieso war ich nicht so schlau wie meine Freunde und warte auf einen Typen nach der Schulzeit, damit ich mich 100% auf die Schule konzentrieren kann. Genau, weil ich nicht warten konnte und ich mich schnell verliebe, jedenfalls eher als meine Freunde. Aber es hat auch gute Seiten, nicht Single zu sein..du wirst von einer Person bedingungslos geliebt und er ist immer für mich da, wenn man ihn braucht..zum größten Teil. Warum er eifersüchtig auf Nico ist?  Das weiß ich auch nicht so wirklich. Wir schreiben ja nicht mehr, zumindest gebe ich mir große Mühe, ihn zu ignorieren. Was manchmal Fehlgeschlagen ist und wenn Max es mitbekommen hatte, dann begang der dritte Weltkrieg. Obwohl, den dritten Weltkrieg hatte ich schon mit Nico meine Svenja.  Ich weiß noch, Nico und ich waren frisch getrennt und dass einzige was wir taten war, uns noch mehr zu streiten und Svenii sahs sogar zwischen uns und musste den Krieg sogar mit erleben. Irgendwie auch lustig wie oft wir uns gestritten haben. Früher habe ich mir den Kopf zerbrochen und heute, lache ich über diese Streits, weil sie alle irgendwie Sinnlos waren. Das sind Max und meine streits aber auch. Immer streiten wir uns über diese unnötigen Themen und am ende heule ich wieder und bin kurz vorm Schluss machen. Das mache ich einfach. Ich gelange an einem bestimmten Punkt, wo ich total am Ende bin und denke mir, alles zu beenden, würde mir gut tun.So wie bei Nico. Was aber alles irgendwie schlimmer machte. Mal abgesehen von diesen Jungs Problemen, muss ich mich ja noch um die Schule kümmern. Im Moment sieht es recht gut aus für mich, ich habe sogar die Abi Qualifikation! Was aber meine Meinung zu dem, was ich tuen werde, nicht ändern wird. Und da habe ich gerade mal die Abi Quali bekommen und schon kommt meine Mutter mit „Vielleicht kannst du ja doch Abi machen“. Nur über meine Leiche. Der Lehrer sagte schon, ich stehe auf dünnem Eis wenn es um diese Qualifikation geht und er meinte auch, ich sollte mich noch mehr anstrengen, um diese auch zu behalten. Das Problem ist, ich habe mich verdammt noch mal angestrengt, keine scheiß 4 zu bekommen, der erste Bio Test mit einer 5- zählt nicht. Immerhin habe ich es noch auf eine 3- geschafft. Und dann erwartet der Lehrer, dass ich mich noch mehr anstrengen sollte? Ich will nicht mal Abi machen und mein Durchschnitt liegt bei 2,5. Während meine Freunde natürlich alle besser sind. Bestimmt ist Nico sogar besser, klar ist er besser, es ist Nico. Und die müssen auch besser sein, sie wollen ja alle Abi machen und ich nicht. Mir reicht ein einfaches Fachabi wo ich sogar 1 Jahr weniger Schule machen muss und meine Mutter trotzdem Stolz auf mich ist, irgendwie. Das Problem ist aber, ich bin in keinem Fach richtig gut aber auch nicht richtig schlecht. Svenii ist super gut und Englisch und Lea in Mathe, ich hatte noch nie irgendwo eine 1 auf dem Zeugnis und meine Quartals Noten sind nur 3 und 2. Total langweilig. Selbst in Sport stehe ich nur 2-, meine schlechteste Sport Note aller Zeiten. Und meine beste Note ist eine glatte 2 in Kunst. Da fällt mir ein, ich muss noch Kunst machen, kein Bock darauf. Die Schule raubt mir einfach den letzten nerv und so ein paar andere Menschen. An manchen Tagen weine ich einfach Abends, weil ich einfach total fertig bin von allem. Und bald ist noch meine Operation, dass Hei leit des Jahres.  Ich freue mich einfach nur noch auf nächstes Jahr, da wird alles besser, es MUSS einfach!